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Im Brennpunkt: Torwart Mikko Rämö, der hier von Alexander Baum und Joel Keussen unterstützt wird und mit dem EC Bad Nauheim einen 5:2-Erfolg im Derby gegen die Kassel Huskies feiert.

EC Bad Nauheim besiegt Kassel Huskies mit 5:2

(mn) Bad Nauheim feiert die Roten Teufel - mittendrin: Mikko Rämö und Henri Laurila, die beiden Finnen im Kader, die Matchwinner beim Derby-Sieg.

Mit 5:2 (1:0, 2:1, 2:0) gewann Team von Petri Kujala am Freitagabend vor 3530 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion gegen die Kassel Huskies und zog mit dem dritten Sieg im vierten direkten Duell mit den Nordhessen, dem Tabellendritten der Deutschen Eishockey-Liga 2, nach Punkten gleich. Laurila hämmerte den Puck gleich zweimal in das Tor von Ex-Teufel Markus Keller, der abermals den Torhütervergleich gegen Rämö verlor. Der Finne überzeugte - wie eigentlich immer wenn es in einem Hexenkessel darauf ankommt - mit einer unglaublichen Gelassenheit und Souveränität. Entschieden wurde die Partie durch die Über- und Unterzahl-Formationen. Bad Nauheim nutzte zwei seiner Powerplays, musste während zehn (!) Phasen numerischer Unterlegenheit aber lediglich einen Gegentreffer hinnehmen; und dies noch bei doppelter Unterzahl. Neben dem skandinavischen Blueliner trafen Dustin Cameron, Kyle Helms und Diego Hofland für Bad Nauheim. "Es ist schön, die Tabelle anzuschauen. Aber noch sind elf Spiele zu absolvieren. Es ist nichts entschieden", sagte RT-Trainer Petri Kujala, während Rico Rossi von einem "guten und druckvollen Spiel" seiner Mannschaft sprach.

"Aber Druck alleine reicht nicht. Wir haben zu wenig Tore geschossen."

Nach zuletzt drei Niederlagen zeigten sich die Huskies in Bad Nauheim von Beginn an äußerst bissig. Die Roten Teufel fanden lange Zeit kein Mittel gegen Kassel, das mit hohem Tempo den Weg über die neutrale Zone in das Angriffsdrittel fand und sich dort dank vieler gewonnener Zweikämpfe auch oftmals festsetzen konnte. Die Gastgeber, die kurzfristig neben Marc Kohl auch Eugen Alanov zu ersetzen hatten, machten sich zudem mit Hinausstellungen selbst das Leben schwer - und sei es durch einen Wechselfehler. Lediglich eine von sieben Strafzeiten in den ersten beiden Drittel fällt unter die Kategorie "unvermeidbar".

Den ersten Treffer erzielte Bad Nauheim. Cameron traf, nachdem sich Frosch über die rechte Seite durchgesetzte hatte. Beim Ausgleich nach 28 Minuten (Sören Sturm) - längst verdient - hatten die Roten Teufel zu offensiv agierte und waren ausgekontert worden. Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Binnen fünf Minuten ist es der ersten Powerplay-Formation gleich zweimal gelungen, ihren Scharfschüssen mit der Urgewalt beim Schlagschuss freizuspielen. Einmal flach, einmal hoch - Bad Nauheim führte 3:1. Auf der anderen Seite brachten sich die Hausherren in eine doppelte Unterzahl, die zwangsläufig den Anschlusstreffer (MacQueen) nach sich zog.

Die besten 20 Minuten hatten sich die Roten Teufel für das Schlussdrittel aufgehoben. Das Forechecking fruchtete, Kassel wurde im eigenen Drittel beschäftigt, konnte nicht mehr zu konsequent und zielstrebig das Spiel aufziehen. Der Lohn: Kyle Helms erhöhte auf 4:2. Die Gastgeber zeigten nun eine ungeheuere Cleverness, verteidigten mit Rämö als ruhendem Pol auch ihre letzte Unterzahl in diesem Spiel und trafen durch Diego Hofland noch zum 5:2-Endstand.

EC Bad Nauheim: Rämö - Gerstung, Laurila, Baum Keussen, Ketter, Kaisler - Frosch, Dineen, Cameron, Aab, Lange, Pauli, Hofland, Helms, Strauch, Spöttel, May, Lascheit.

Kassel Huskies: Keller - Maginot, Little, Valenti, Sturm, Stephan, Marco Müller, Mathias Müller - Mac Queen, Pimm, Proft, Carciola, Carnevale, Klinge, Christ, Merl, Meilleur, Saeftel, Palausch, Wycisk.

Steno: Tore: 1:0 (15.) Cameron (Frosch, Laurila), 1:1 (28.) Sturm (Wycisk, MacQueen), 2:1 (30.) Laurila (Frosch, Dineen - 5-4), 3:1 (35.) Laurila (Frosch, Dineen - 5-4), 3:2 (40.) Mac Queen (Pimm, Little - 5-3), 4:2 (44.) Helms (Keussen, Pauli), 5:2 (59.) Hofland (Ketter, Helms). - Schiedsrichter: Jens Steinecke/Alfred Schrader. - Strafminuten: Bad Nauheim 16, Kassel 10 plus zehn Minuten (Proft). - Zuschauer: 3530.

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1. Liga West, Qualifikationsrunde (So.): Bad Nauheim - EC Bergisch Land (17.45).

Deutsche Nachwuchs-Liga 2 (Sa.): Bad Nauheim - Iserlohn (12.15). Das für Sonntag geplante Spiel gegen Frankfurt wird verlegt.

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