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EC Bad Nauheim beendet Talfahrt

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(mn/sthe) Der EC Bad Nauheim hat die Reißleine gezogen. Mit einem 6:1 (3:1, 1:0, 2:0)-Erfolg gegen den EV Füssen haben die Roten Teufel nach zuletzt drei Niederlagen in Folge die Nerven von Fans und Funktionären beruhigt. Auf Tabellenplatz fünf der Eishockey-Oberliga haben die Hessen einerseits den Kontakt zu Rang vier, dem Primärziel, bei nunmehr fünf Zählern Rückstand gehalten, zum anderen den Abstand zu Position neun, der zu schrumpfen drohte, auf jetzt sechs Zähler ausgebaut. Auffälligster Mann vor 923 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion war Kevin Richardson, der seine vielleicht beste Saisonleistung gezeigt hat. Mit einem Treffer und drei Vorlagen gleichermaßen effketiv: Tobias Schwab.

Das wegweisende Tor zum 4:1-Zwischenstand erzielte allerdings Dennis Cardona. »Ein Geschenk«, wie EVF-Trainer Georg Holzmann meinte. Von der Strafbank kommend, nahm der Stand-by-Spieler den Puck auf, behielt vor Andreas Jorde die Nerven und machte mit seinem Tor seinen Fehler, der den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich zur Folge gehabt hatte, wieder wett. Obendrein holte der 29-Jährige zwei der fünf Strafzeiten gegen Füssen heraus.

»Bis zu diesem Tor haben wir ganz gut gespielt. Allerdings haben wir Probleme, wenn einer unserer wenigen Schlüsselspieler in der Verteidigung ausfällt«, so Holzmann, in dessen Reihen Ex-Teufel Kevin Lavallee unauffällig blieb.

Fred Carroll, der Coach der Roten Teufel, durfte sich über die erwartete Leistungssteigerung freuen. »Anfangs fehlte noch etwas das Selbstvertrauen. Aber das war auf jeden Fall besser als in den Wochen zuvor«, sagte Carroll, wohlwissend, dass sich der Altmeister als doch recht spielschwacher, biederer und daher sehr willkommener Gast präsentiert hatte.

Bad Nauheim übernahm von Beginn an das Kommando. Neben Mathias Baldys fehlte Eric Haiduk, dafür waren Mario Willkom, Dennis Cardona und überraschend auch Jan Barta in das Team zurückgekehrt, wobei die nominell erste Reihe die Partie an sich reißen konnte. An der Seite von Lanny Gare und Tobias Schwab war insbesondere Kevin Richardson gegenüber den letzten Heimspielen nicht wiederzuerkennen und blühte mit neuen Nebenleuten auf. Im zweiten Block bewies »Rückkehrer« Jan Barta bei ihm zuletzt vermisste Zweikampfstärke.

Die Roten Teufel hatten gewiss auch das nötige Quentchen Glück auf ihrer Seite, erzielten alleine drei Treffer in den ersten 20 Minuten, tankten Selbstvertrauen und profitierten bei ihren Treffern nahezu ausnahmslos vom beherzten Nachsetzen, von der Einsatz- und Laufbereitschaft, die Torchancen einleiten sollte.

EC Bad Nauheim: Ackers – Gogulla, Mangold, Eade, Vogler, Kohl, Franz – Richardson, Gare, Schwab, Breiter, Piwowarczyk, Barta, Cardona, Althenn, Willkom.

EV Füssen: Jorde - Eickmann, Helmbrecht, Prantl, Krötz, Okonek - Schneider, Preston, Lavallee, Friedl, Naumann, Holzmann, Mayr, Rohwedder, Richter.

Torefolge: 1:0 (5.) Gare (Eade, Richardson - 5-34), 1:1 (11.) Friedel (Naumann, Körtz), 2:1 (14.) Schwab (Althenn, Kohl), 3:1 (15.) Piwowarczyk (Richardson, Schwab), 4:1 (36.) Cardona (Eade, Piwowarczk), 5:1 (45.) Richarson (Schwab, Gare), 6:1 (44.) Gare (Schwab, Richardson). - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Füssen 10. - Zuschauer: 923.

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