Nationalspielerin Levushkina wechselt nach Friedberg

(kun) Die Schachfreunde von 1891 Friedberg haben bei der Zusammenstellung ihres Mannschaftskaders für die im Oktober startende Saison in der Frauen-Bundesliga einen weiteren Transfercoup gelandet.

Nachdem man mit Melanie Ohme vor wenigen Wochen bereits eine deutsche Nationalspielerin für das Friedberger Aufgebot gewinnen konnte, wird mit Elena Levushkina ein weiteres Mitglied der Frauen-Nationalmannschaft die Kreisstädter in ihrer ersten Saison im Schach-Oberhaus verstärken.

"Ich stehe mit meiner Teamkollegin Melanie Ohme in regelmäßigem Kontakt. Sie hat mich gefragt, ob ich in der kommenden Runde nicht auch für die Schachfreunde Friedberg spielen möchte. Der Kontakt zu Vereinsvorstand Martin Herwig-Päutz kam schnell zustande, und nur eine Woche später war der Wechsel bereits beschlossene Sache", gibt die 27-jährige Levushkina einen Einblick in die Transfermodalitäten. "Zuvor stand ich bereits mit vier weiteren Vereinen in Kontakt, die Möglichkeit, gemeinsam mit Melanie an einem vorderen Brett zu spielen, und das große Interesse des Friedberger Vorstands an meiner Person gaben letztlich jedoch den Ausschlag für den Wechsel in die Wetterau. Ich finde es schön, dass wir beide mit so viel Begeisterung aufgenommen wurden."

Bereits im Alter von sechs Jahren erlernte die gebürtige Usbekin das Schachspiel. Seit 2002 lebt Levushkina in München, studiert Computer-Linguistik an der dortigen Ludwig-Maximilians-Universität und arbeitet nebenbei als Software-Entwicklerin für einen großen Medienkonzern. Im vergangenen Jahr nahm die siebenfache usbekische Mädchenmeisterin als Mitglied der deutschen Frauen-Nationalmannschaft an der Schacholympiade in Russland teil - zuvor war sie bereits für das usbekische Aufgebot bei der Olympiade in Istanbul auf Punktejagd gegangen.

"Seit ich vor neun Jahren nach Deutschland gekommen bin, habe ich für den BSV Weißblau Allianz Leipzig gespielt. Es ist mir nicht leicht gefallen, den Verein zu verlassen", sagt Levushkina. "Friedberg gehört für mich aber zu den stärksten Mannschaften der Liga und wird nächste Saison mindestens in der oberen Tabellenhälfte landen."

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