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Endlich wieder gemeinsam jubeln wollen die Spieler des FC Karben.

Nächstes Wetterauer "Keller-Derby"

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(ub). Über die Frage, welche Mannschaft in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West das Jahr 2019 als Tabellenführer abschließen wird, braucht man nicht lange nachzudenken, denn diesbezüglich hat der souverän führende Liga-Leader Spvgg. 05 Oberrad bereits Fakten geschaffen. Gewinnt das Team von Oberrads Trainer Gültekin Cagritekin (43 Punkte) am Sonntag auch das Gipfeltreffen gegen den Rangzweiten Usinger TSG (35), droht im Kampf um die Meisterschaft frühzeitig Langeweile. Wenn nicht, wäre neben den Usingern auch der Tabellendritte SC Dortelweil (34 Zähler) wieder im Rennen. Allerdings nur dann, wenn die Fußballer aus dem Bad Vilbeler Stadtteil zeitgleich vor eigenem Publikum gegen die FG Seckbach ihre Hausaufgaben machen und nichts anbrennen lassen.

Während sich neben Dortelweil auch der Türkische SV Bad Nauheim (4./28 - beim FSV Friedrichsdorf) und der am Wochenende spielfreie SKV Beienheim (8./24) mit Abstiegsfragen nicht befassen müssen, stecken vor den Partien des 18. Spieltages inklusive fünf weiterer Mannschaften mit dem SV Gronau (12./15 - bei der TSG Niederrad), dem FC Olympia Fauerbach (14./14) und dem erstmals von Harez-Habib-Nachfolger Thomas Dechant gecoachten Liga-Letzten FC Karben (13) auch drei Klubs aus der Region angesichts von gerade mal drei Punkten Differenz zwischen den Positionen 17 und neun in der Klemme. So gesehen kann man nicht nur das Wetterau-Derby Fauerbach - Karben, sondern auch die Duelle Niederrad - Gronau und FC-TSG Königstein - Spvgg. Fechenheim als Keller-Knüller bezeichnen.

FC Olympia Fauerbach - FC Karben (Sonntag, 14.30 Uhr):Die Chance, dass Fauerbachs Coach Andreas Baufeldt erstmals von Beginn an in die Rolle des Spielertrainers schlüpft, steht nicht schlecht. "Ich bin fit, nichts spricht dagegen", lässt er wissen. Im Übrigen sind sie im Friedberger Stadtteil ganz auf Sieg eingestellt, zumal mit Ausnahme von Niklas Beier (privat verhindert) der komplette Kader zur Verfügung steht. Auf Karbener Seite gab’s in dieser Woche ein Beben, denn nach acht Niederlagen in den letzten neun Spielen trennte sich der Klub am Dienstag nach über fünf Jahren von Spielertrainer Harez Habib. Thomas Dechant, Karbener Urgestein, DFB-Stützpunkttrainer und zu Klein-Karbener Hessenliga-Zeiten bereits in der Saison 2009/2010 einige Monate in Amt und Würden, soll’s ab sofort richten. Am Donnerstag leitete er bereits erstmals das Training. "Erst mal sondieren, was teamintern Sache ist", war dabei sein wichtigstes Anliegen. Die Situation sei, so Dechant, nicht einfach, "aber ich kenne alle Spieler und werde versuchen, mit einigen Personaländerungen neuen Schwung zu entfachen".

FCO Fauerbach: Jens Michalak (Krämer), Muntean, Botschek, Clement, Sarkisjan, Walther, Kumar, Chekmazov, Bodea, Baufeldt, Wischtak, Tarik Tosunoglu, Glaßl, Lupica Coniglio, Gompf, Ishii. - FC Karben: Bartoschek (Cirak), Bakanhan, Sayan, Wellmann, Kuzpinari, Jung, Jallow, Gök, Feiler, Hübsch, Schaar, Menzel, Schütz, Brühl, Albrecht (?), Ademi (?), El Maimouni (?).

SC Dortelweil - FG Seckbach (Sonntag, 14.30 Uhr):Nach drei Auswärtsbegegnungen in Serie, die nach der Niederlage in Bad Nauheim und dem torlosen Remis in Beienheim vor Wochenfrist bei den Sportfreunden Friedrichsdorf den zehnten Saisonsieg brachte, machen die Bad Vilbeler Vorstädter mal wieder vor eigenem Publikum Station. "Uns erwartet ein dicker Brocken, denn die Seckbacher sind für mich das spielstärkste Gruppenliga-Team", rechnet Dortelweils Co-Trainer Julian Mistetzky mit heftigem Gegenwind. Für die Ziegler-Elf spricht: Zu Hause sind die SCD-Cracks eine Macht. Sie holten aus den letzten sechs Heimspielen optimale 18 Punkte.

SC Dortelweil: Rühl, Müller, Mistetzky, Eiwanger, Geh, Günther, Stahl, Wiehl, Dogot, Dominik Steffen, Vancura, Pröckl (?), Schlatter, Chiriloae, Cholewa.

FSV Friedrichsdorf - Türkischer SV Bad Nauheim (Sonntag, 14.30 Uhr):Dass sich die gastgebende Taunustruppe nach vier Seriensiegen auf der Überholspur wähnt, ist für Bad Nauheims Spielertrainer Tufan Tosunoglu beschlossene Sache. "Aber für uns ist Relegationsplatz zwei nach wie vor ein lohnendes Ziel. Gelingt es uns, am Sonntag ähnlich couragiert wie vor zwei Wochen beim 2:1-Auswärtserfolg gegen die DJK Bad Homburg zur Sache zu gehen, stehen die Aktien nicht schlecht", meint der TSV-Coach. Personell hat Tosunoglu etwas mehr Spielraum als zuletzt, weil Firat Can und Arif Karakoc eventuell wieder zur Verfügung stehen. Ugur Albayrak, Volkan Kirim, Ivan Pejic und Rafael Adege sind hingegen verletzungsbedingt erneut kein Thema.

TSV Bad Nauheim: Yüksel Deliktas (Alptug Berktas), Schusterschitz, Usta, Yavas, Özisli, Emrovic, Kuzpinar, Karaca, Pölitz, Yasaroglu, Tufan Tosunoglu, Karakoc, Firat Can (?), Bugra Yilmaz, Tolga Yilmaz.

TSG Niederrad - SV Gronau (Sonntag, 14.30 Uhr):Die Fußballer aus dem Frankfurter Stadtteil holten aus den letzten neun Partien nur einen Sieg, rangieren im Gesamtklassement aber zwei Punkte vor Gronau. "Uns erwartet ein Duell auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden können", baut SVG-Trainer Florian Schwing darauf, seine junge Truppe möge individuelle Fehler auf ein Minimum beschränken. Gut für den Gronauer Übungsleiter: Stammkeeper Patrick Freiwald rückt wieder zwischen die Pfosten, Moritz Dechants Sperre ist abgelaufen, und auch Offensivspieler Marco Greco meldet sich nach auskurierter Verletzung einsatzbereit. Eher betrüblich: Routinier Elvir Pintol zog sich in der Fauerbach-Partie vom vergangenen Sonntag einen Muskelfaserriss zu und fällt bis zum Jahresende aus.

SV Gronau: Freiwald (Zscheich), Flachsel, Pierau, Okuducu, Zola, Schäfer, Cakiqi, Ochere, Schildger, Gasch, Pinto da Silva, Greco, Dechant, Trepohl, Hanf, Skora.

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