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Die Wetterauer Derbys in der Gruppenliga Frankfurt-West locken die Zuschauer auf die Sportplätze der sechs heimischen Vertreter, die hier wie am Mittwochabend den Zweikampf zwischen dem Karbener Momodou Jallow (l.) und dem Gronauer Michael Flachsel beobachten. Am Sonntag stehen zwei weitere Duelle innerhalb des Fußballkreises Friedberg auf dem Programm.

Die nächsten zwei Derbys

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(ub). Fußball mit regionalem Bezug bietet sich den Wetterauer Fans in der Gruppenliga Frankfurt-West am Wochenende gleich in doppelter Ausfertigung, wobei im Rahmen des vierten Spieltages der mit drei Siegen optimal gestartete Spitzenreiter Türkischer SV Bad Nauheim gegen den FC Karben sowie der zuletzt auf fremden Plätzen zweimal leer ausgegangene SKV Beienheim gegen den noch sieglosen SV Gronau Heimrecht genießen.

Zwei weitere Vertreter des Fußballkreises Friedberg, der SC Dortelweil und der FC Olympia Fauerbach, bestreiten ihren vierten Saisonauftritt ebenfalls vor eigenem Publikum - allerdings mit unterschiedlichen Optionen: Während sich das Team von Dortelweils Trainer Frank Ziegler (empfängt die DJK Bad Homburg) auf dem Weg in die Spitzengruppe wähnt, benötigen Fauerbachs Coach Virginio Bazzoli und seine Mannschaft als aktueller Tabellenletzter am Sonntag (Beginn: 16 Uhr) gegen den Titelaspiranten FG Seckbach dringend Zählbares, um endlich in die Spur zu finden.

Türkischer SV Bad Nauheim - FC Karben (Sonntag, 15 Uhr in Rödgen):Karbens Spielertrainer Harez Habib, dessen Mannschaft am Mittwoch trotz numerischer Überzahl bei Mitaufsteiger SV Gronau nicht über ein 1:1-Remis hinauskam, stapelt vor dem Duell auf dem Rödgener Sportplatz ausgesprochen tief: "Eigentlich bin ich ja vor jeder Partie Optimist, aber diesmal sieht es trübe aus." Habibs personelle Streichliste umfasst nicht nur Urlauber Nouh El Maimouni, Max Schaar und Stammkeeper Gökhan Cirak (beide verletzt), sondern als Folgen der Gronauer Begegnung auch ihn selbst (Verdacht auf Bandscheibenvorfall) sowie mit großer Wahrscheinlichkeit Mithat Bakanhan (Prellung), Erkan Gök und Moritz Feiler (jeweils muskuläre Probleme). "Ein Spiel auf Augenhöhe wird’s bestimmt nicht", meint Habib daher. Ebenfalls angeschlagen (Leistenbeschwerden) und deshalb nicht einsatzfähig, mahnt Bad Nauheims Coach Tufan Tosunoglu allerdings zur Vorsicht: "Klar, wir wollen auch im vierten Pflichtspiel drei Punkte holen, aber von einem Spaziergang kann keine Rede sein." Weil Baki Özisli Urlaub macht, muss in der Offensive die Außenposition neu besetzt werden. Abwehrspieler Arif Karakoc und Mittelfeld-Motor Jasmin Emrovic, die wieder zur Disposition stehen, kommen dafür eher nicht infrage.

TSV Bad Nauheim: Yüksel Deliktas (Alptug Berktas), Schusterschitz, Firat Can, Kirim, Usta, Kuzpinar, Selahattin Deliktas, Albayrak, Pölitz, Yasaroglu, Emrovic, Karakoc, Yigit, Pejic. - FC Karben: Bartoschek (Graf), Sayan, Balaj, Albrecht, Kuzpinar, Bakanhan (?), Timo Schmidt, Jallow, Jung, Feiler (?), Gök (?), Schütz, Hübsch, Menzel.

SKV Beienheim - SV Gronau (Sonntag, 15 Uhr):Nach den Auswärtspleiten in Königstein und Niederrad auf die Überholspur zu wechseln, ist im Beienheimer Lager das Gebot der Stunde. "Und zwar ohne wenn und aber, zumal wir gegen Gronau personell wieder besser ausgestattet sind", sagt SKV-Coach Sebastian Spisla. Admir Pllana fehlte zuletzt im zentralen Mittelfeld, Karim Döring hinten auf der Außenbahn - beide sind am Sonntag quasi wieder gesetzt. Auf Gronauer Seite herrscht nach dem 1:1-Remis gegen Karben ebenfalls Aufbruchstimmung. "Das haben die Jungs gut gemacht. Ich denke, nach einigen Startschwierigkeiten sind wir nun in der Gruppenliga angekommen", meint Gronaus Trainer Florian Schwing. Einzige Kaderänderung gegenüber der Karbener Partie: Nico Gasch beginnt für Niclas Müller (Knöchelverletzung) im Mittelfeld.

SKV Beienheim: Kitler (Tazokas), Eder, Timon Wolf, Heck, Döring, Pllana, Fatih Uslu, Calla, Paradzik, Michalak, Hirzmann, Yigin, Reif, Schnell, Bilkenroth. - SV Gronau: Freiwald (Zscheich), Flachsel, Okuducu, Trepohl, Pereira, Schäfer, Pinto da Silva, Ochere, Gasch, Dechant, Pintol, Cakiqi, Roth, Pierau, Skora, Palcewski, Zola.

SC Dortelweil - DJK Bad Homburg (Sonntag, 15 Uhr):"Gehen wir ähnlich konzentriert wie beim 5:1-Sieg über Usingen zur Sache, ist der zweite Saisonsieg fällig", freut sich Dortelweils spielender Co-Trainer Julian Mistetzky auf die Auseinandersetzung mit den Taunusstädtern, deren Trainer Enis Dzihic angesichts der 3:1-Erfolge über Vatanspor Bad Homburg und Neu-Anspach jüngst áber ebenfalls keinen Grund zur Klage hatte. Die Frage, ob das Fehlen von Torjäger Andrei Dogot (gesperrt) taktische Änderungen nach sich ziehen könnte, verneint Mistetzky umgehend: "Es bietet sich an, ihn durch Markus Vancura zu ersetzen."

SC Dortelweil: Rühl (Antonii), Eiwanger, Mistetzky, Geh, Schlatter, Günther, Cholewa, Pröckl, Dominik Steffen, Oliver Steffen, Vancura, Chiriloae, Stahl, Lampe, Assheuer, Pross, Wiehl.

FC Olympia Fauerbach - FG Seckbach (Sonntag, 16 Uhr):Zu wenig Personal angesichts der Ausfälle von Ugur Ürün, Tim Botschek und Niklas Mies, in einigen Fällen fehlende Fitness und nicht zuletzt eine viel zu hohe individuelle Fehlerquote führten dazu, dass die Fauerbacher Elf in bislang drei absolvierten Spielen durchgehend nur zweiter Sieger blieb. Keine Frage: Vor dem Gastspiel des Titelkandidaten FG Seckbach, der freilich auch noch nicht zu überzeugen vermochte (zwei Remis gegen den FSV Friedrichsdorf und Königstein), plagen FCO-Coach Virginio Bazzoli jede Menge Sorgen. "Der Wille ist da, wir müssen positiv denken", lautet seine Devise. Personelle Alternativen hat er nicht, also beschränken sich seine Überlegungen, mehr Effizienz herauszukitzeln, auf teaminterne Maßnahmen: "Wir müssen mehr Durchschlagskraft entfachen. Kann sein, dass deshalb Niklas Beier nicht im offensiven Mittelfeld sondern im Sturmzentrum beginnt."

FCO Fauerbach: Jens Michalak (Krämer), Muntean, Clement, Sarkisjan, Kumar, Walther, Chekmazov, Bodea, Glaßl, Beier, Wischtak, Gompf, Ishii, Lupica Coniglio.

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