Nachgefragt bei Th. Alber

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Was hat sich in den letzten Jahren im Sport getan in Rosbach?

Was hat sich in den letzten Jahren im Sport getan in Rosbach?

Thomas Alber : Seit der Eröffnung des Sportzentrums in Rodheim im Jahr 2012 ist die SG von 1.200 auf 1.800 Mitglieder gewachsen. 2017 wurden dort die neue Beachvolleyballanlage und der Bolzplatz eingeweiht.

Wird in Rosbach zu viel für den Sport getan?

Alber: Nein, ganz im Gegenteil. Der hohe Organisationsgrad von rund 40 Prozent der Bevölkerung als aktive Mitglieder in den Sportvereinen spricht für die gute Qualität der Übungsleiter und der Vereinsstrukturen. Im Bundesdurchschnitt sind nur rund ein Drittel in Sportvereinen organisiert.

Wie sollte es weitergehen mit dem Sport in Rosbach? Was fehlt noch in der Infrastruktur für den Sport in Rosbach?

Alber: In Nieder- und Ober-Rosbach sind Sportanlagen wie die Eisenkrain in die Jahre gekommen. Nachdem sich die vier Sportvereine in Nieder- und Ober-Rosbach für eine gemeinsame Sportstätte in Schulnähe ausgesprochen haben, sollte man diese Chance nicht vertun. Nicht zu jeder Zeit sind sich vier Vereine so einig in ihren Zukunftszielen. Moderne Sportanlagen haben heute andere Strukturen, so sind z. B. Kleinflächen und –räume für Calisthenics wichtig. Ebenso müssen auch Mehrgenerationenplätze die gemeinsame Bewegung und das Zusammensein der Menschen fördern. Aber gerade auch der Wald und die Wege rund um Rosbach sind nahezu ideal, um sich sportlich zu betätigen.

Warum sind Sportstätten an Schulen und Kitas wichtig?

Alber: Die motorischen Grundlagen werden in den ersten zehn Lebensjahren gelegt. Die Kinder müssen ihrem Bewegungsdrang nachgehen können, dabei rennen, spielen und klettern in modernen naturnahen Bewegungsräumen. Dabei brauchen sie auch fachkundige Unterstützung, die motorische Defizite erkennt und Hilfestellung gibt. Versäumnisse in diesen Lebensjahren können später nur mühsam oder gar nicht aufgeholt werden. Daneben brauchen die Kinder, um geistig fit zu sein, auch die körperliche Betätigung. Der Kopf lernt schneller, wenn er sprichwörtlich in Bewegung ist.

Warum wurden Sie öfter kritisch betrachtet, wenn es um den Sport ging?

Alber: Es war wohl einfach die Befürchtung, dass ein Bürgermeister hier zu einseitig an die Aufgaben einer Stadt herangeht. Dies dürfte ich mit der breiten Palette der angepackten Themen sicher widerlegt haben. Gleichzeitig verkennt es natürlich, dass Kraft und Ausdauer für die Menschen essenziell sind. Sport und Bewegung sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens, gleich ob es z. B. Spazieren gehen, Wandern, Joggen, Radfahren, Schwimmen oder eine Spezialsportart ist. Dafür brauchen wir die nötige Infrastruktur.

Woher kommt Ihre Leidenschaft für den Sport?

Alber: Genau daher. Sport ist Leidenschaft und ich mag es, mich für eine Sache zu begeistern. Ich bin gerne in Bewegung, kenne aus vielen Jahrzehnten im Vereins- und Individualsport das Gefühl der körperlichen Fitness, der Erholung und des Unterschiedes zwischen einem untrainierten und einem trainierten Körper. Sport schüttelt den Stress ab, baut Glücksgefühle auf und gibt ein gutes Gefühl. Kurzum: Es lebt sich eindeutig besser in Bewegung.

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