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Nach sportlichem Debakel nun im Abstiegskampf

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(kas) Nach einer desaströsen 2:8 (0:4)-Auswärts-Niederlage bei der SKG Frankfurt stecken die Hockey-Herren des VfL Bad Nauheim nun mitten im Abstiegskampf. Zwar belegen die Kurstädter noch den vierten Tabellenrang, aber durch die Ergebnisse der Konkurrenz in der 1. Verbandsliga Hessen trennen die VfL-Cracks lediglich drei magere Zähler vom Tabellenende.

Zu der Niederlage trugen verschiedene Faktoren bei: Durch den Ausfall mehrerer Stammkräfte (Christian Anders, Richard Müller) wurde die Mannschaft geschwächt. Das Fehlen weiterer Akteure sorgte dafür, dass der VfL mit nur zehn Spielern (und damit in Unterzahl) antreten musste. Zudem zeigten laut Torwart und Co-Trainer Ralf Mörler lediglich Hans Reckhaus und Heiner Müller die richtige Einstellung, viele Stammkräfte blieben weit unter ihren Möglichkeiten.

Zu Beginn der Partie standen die Bad Nauheimer zwar unter Druck, konnten sich aber immer wieder befreien und zu Chancen kommen. Bezeichnend für den desolaten Zustand des VfL-Sturms war jedoch, dass bei drei guten Möglichkeiten der Ball nicht einmal in Richtung Frankfurter Tor befördert werden konnte. Das bestärkte die SKG in ihren Aktivitäten, und in der Folge kamen die Frankfurter zu einfachen Treffern. Beim 1:0 konnte ein Frankfurter unbedrängt aus dem Mittelfeld bis zum langen Pfosten vorstoßen und einfach einschieben, beim 2:0 parierte Mörler die ersten beiden Schüsse einer Strafecke, war beim dritten Versuch dann machtlos. Das 3:0 fiel ähnlich wie das 1:0 für die Platzherren - wieder hatte die VfL-Abwehr geschlafen. Erneut per Strafecke traf SKG dann zum 4:0-Pausenstand.

Bis dahin hatte der VfL nervös und unkonzentriert agiert, und auch die Auszeit nach dem 0:2 war ohne Wirkung geblieben. Aus den eigenen Chancen (darunter zwei Kurze Ecken) wurde bis zur Pause nichts gemacht.

Im zweiten Durchgang lief es dann zunächst etwas besser, und hier zeichnete sich vor allem Hans Reckhaus durch unermüdliches Rackern aus. Aber wieder traf nur SKG: Zum dritten Mal stieß ein Frankfurter unbedrängt zum langen Pfosten vor, wurde vom Schusskreisrand bedient und schob zum 5:0 ein. Die nächste Viertelstunde ging dann einmal an den VfL, denn Sebastian Wolter traf zweimal und verkürzte zum 2:5. Die SKG Frankfurt nahm eine Auszeit und setzte danach den VfL wieder deutlicher unter Druck. »Zu unserer schlechten Spielweise und Unfähigkeit kam dann auch noch die mangelnde Kondition hinzu«, ärgerte sich Mörler. Ein SKG-Stürmer umlief die VfL-Abwehr wie Slalomstangen und hämmerte den Ball zum 6:2 ins Gästetor. Damit aber noch nicht genug: Nach dem heftigen Einsatz Mörlers in einer Unterzahlsituation vor dem VfL-Tor verwandelte Frankfurt einen Siebenmeter zum 7:2. Und zum Abschluss kamen die Platzherren noch einmal in altbekannter Weise (unbedrängt vom langen Pfosten) zum 8:2-Endstand.

»Wenn wir weiterhin derart unter unseren Möglichkeiten spielen, wird diese Saison noch ganz schwer«, erklärt Mörler. Gebraucht hätte der VfL die Punkte dringend, denn nach einer guten Hinrunde ist die Rückrunde bisher äußerst unerfreulich gelaufen - und die vermeintlich schweren Spiele gegen die stärkeren Mannschaften stehen zum Teil noch aus.

Da der VfL am kommenden Wochenende spielfrei ist, könnte man in der Tabelle noch weiter abrutschen. Die Kurstädter sind erst am 7. Juni wieder dran. Dann empfangen die Kurstädter um 15 Uhr auf dem Waldsportplatz den TSV Sachsenhausen, der derzeit in der Tabelle den dritten Platz übernommen hat.

VfL Bad Nauheim: Mörler; Reckhaus, Müller, Walka, Wolter, Weber, Steudel, Meier, Max Anders, Güldener.

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