Fußball

Nach Fan-Ärger: Kassel mit Spielverbot belegt

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(hna). Ganz normal geht es beim KSV Hessen Kassel nicht. Nach den Punktabzügen der vergangenen Jahre wurde der Fußball-Hessenligist nun vom Hessischen Fußball-Verband (HFV) mit einem zweiwöchigen Spielverbot belegt. Das beginnt am Sonntag, betrifft also nur Testspiele. Hinzu kommt eine Geldstrafe über 1500 Euro. Grund sind Ausschreitungen von Fans beim letzten Spiel der Saison 2018/19 in Flieden.

Konkret geht es darum, dass KSV-Anhänger durch schwenkende Fahnen den Spielfluss behindert haben sollen. Außerdem kam es nach Abpfiff zu einer Auseinandersetzung zwischen Kasselern und Fliedenern. Die Verhandlung vor dem Sportgericht fand am vergangenen Dienstag in Grünberg statt, das schriftliche Urteil erhielt der Verein dann gestern. Darin heißt es unter anderem: Nach Auffassung der Kammer habe der KSV Hessen Kassel nicht alles unter den gegebenen Umständen zur Verhinderung und Beendigung der Störung getan.

Der HFV hat eine Strafordnung, in dieser steht unter Paragraf 39, Punkt eins: "Ein Verein, dessen Anhänger (...) Ausschreitungen auf eigenen oder fremden Plätzen (...) verursachen, wird mit Spielverbot von einem halben Monat bis zu sechs Monaten oder Punktabzug und mit Geldstrafe von 50 bis 2500 Euro bestraft." Das Strafmaß ist formell also gedeckt, dennoch sieht es KSV-Vorstandsmitglied Jens Rose kritisch: "In diesem Fall jetzt sollte der juristische Grundsatz gelten, dass man niemanden - in diesem Fall unsere Spieler - für Taten bestrafen sollte, die andere begangen haben und für die sie selbst nichts können." Rose war sichtlich aufgebracht: "Wir werden keinen Einspruch gegen dieses Urteil einlegen, weil wir Angst haben, dass uns dann noch mehr Schaden droht."

Vier Testspiele und auch die Mannschaftsvorstellung in Verbindung mit der Partie gegen die Eishockeyjugend Kassel (25. Juni), die dieses Freundschaftsspiel im Rahmen des Rekordversuchs gegen den KSV Baunatal gewonnen hatte, fallen aus.

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