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Nach EC-Derby-Sieg »wartet noch viel Arbeit«

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(mn) »Wir sind die Legende - Frankfurt ist am Ende«. Hohn und Spott aus der Fankurve haben den EC Bad Nauheim am Sonntagabend zum 5:3 (1:2, 3:0, 1:1)-Erfolg gegen die Löwen vom Main begleitet; zum vierten Sieg im vierten und letzten Duell der Saison.

Vor dem abschließenden Wochenende in der Zwischenrunde der Eishockey-Oberliga West haben die Roten Teufel die Tabellenführung behauptet und Frankfurt auch die letzte theoretische Chance auf das Erreichen des vierten Endrunden-Ranges genommen. Zweifacher Torschütze vor 4000 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion (darunter 600 Löwen-Fans) war Michel Maaßen, der nach einem üblen, aber ungeahndeten Ellenbogencheck von Daniel Sevo im ersten Drittel mit sechs Stichen im Mund genäht werden musste, zum zweiten Abschnitt seiner Mannschaft aber wieder zur Verfügung stand.

Frankfurt, mit nur zwei Blöcken agierend, zeigte die wohl beste Derby-Leistung, obwohl Tobias Schwab die Hausherren nach nur 90 Sekunden mit dem Führungstreffer jubeln ließ. Bad Nauheim hatte zwar optische Vorteile, verteilte defensiv aber gleich zwei Geschenke und spielte die Löwen stark. Mit körperbetontem Spiel, Aggressivität in den Zweikämpfen und mitunter unfairen Attacken setzten die Gäste in dieser Phase die Akzente, zumal die Unparteiischen die Löwen in der ersten Hälfte der Partie gewähren ließen (1:2/20.

), dafür gegen Ende des zweiten Abschnitts rigoros Strafzeiten verteilten und den Wetterauern die Basis zur Wende legten. Mit drei Treffern binnen elf Minuten (zweimal im Powerplay, einmal bei angezeigter Strafe) drehten Lanny Gare, Michel Maaßen und Kevin Lavallee einen 1:2-Rückstand in eine 4:2-Führung; die aber nur scheinbar vorentscheidenden Charakter hatte. Als Frankfurt zu Beginn des letzten Abschnitt verkürzen konnte (43.) und gar den vermeintlichen Ausgleich schon bejubelte, den die Referees allerdings nicht hinter der Torlinie gesehen hatten (45.), musste seitens der Gastgeber durchaus noch die Luft angehalten werden, ehe Maaßen mit seinem zweiten Treffer acht Minuten vor Schluss die Nerven beruhigen konnte.

»Wir sind unserem Ziel einen Schritt näher«, freute sich Alleingesellschafter Wolfgang Kurz, doch wussten Fred Carroll und Lanny Gare, der Coach und der Kapitän der Roten Teufel, die Leistung trotz der besonderen Bedeutung eines Derby-Sieges durchaus realistisch einzuschätzen. »Das war heute sicher nicht unser bestes Spiel. Wir müssen uns steigern, hatten zu viele Schwächen«, zog Gare ein knappes Fazit, während Carroll erkannte, dass »wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben.

Wenn wir nichts tun, werden wir nicht so weit kommen, wie wir alle uns das erhoffen«.

EC Bad Nauheim : Keller - Mangold, Baum Weibler, Franz, Ketter, Kohl - Schwab, Gare, Stanley, Maaßen, Lavallee, Kujala, Cardona, Baldys, Stripeke.

Löwen Frankfurt : Wendler (48. - 49. Ackers) - Fairbarn, Kasten, Kunce, Sevo - Mayr, Schenkel, Barta, Schweiger, Breiter, Thau.

Tore : 1:0 (2.) Schwab (Stanley), 1:1 (7.) Thau (Breiter), 1:2 (15.) Fairbarn (Breiter, Kunce), 2:2 (26.) Gare (Lavallee, Stanley - 5-4), 3:2 (34.) Maaßen (6-5), 4:2 (37.) Lavallee (Stanley, Schwab - 5-3), 4:3 (43.) Schweiger (Thau), 5:3 (52.) Maaßen (Lavallee). - Strafminuten: Bad Nauheim 12, Frankfurt 20. - Zuschauer : 4000.

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