Trainer Süleymann Karaduman (l.), hier im Gespräch mit Sven Petzold, will den SV Steinfurth in der Fußball-Gruppenliga etablieren.
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Trainer Süleymann Karaduman (l.), hier im Gespräch mit Sven Petzold, will den SV Steinfurth in der Fußball-Gruppenliga etablieren.

Saisonstart

Nach Aufstieg und Trainerwechsel: Neue Zeitrechnung beim SV Steinfurth

  • vonSascha Kungl
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Der SV Steinfurth geht in eine neue Zeitrechnung: Erste und zweite Mannschaft sind aufgestiegen und nach sechs Jahren ist Maximilian Esposito kein Trainer mehr.

Nach dem coronabedingten Abbruch der vergangenen Saison hatten die Fußballer des SV Steinfurth gleich doppelten Grund zur Freude: Die Rosendörfler haben in der Spielzeit 2019/20 das Kunststück fertiggebracht, mit beiden Teams die Meisterschaft in ihren jeweiligen Ligen zu holen. Während der Steinfurther Zweiten der Sprung von der B-Liga in die Kreisliga A Friedberg gelang, genießt die erste Mannschaft durch die Kreisoberliga-Meisterschaft nach acht Jahren wieder Gruppenliga-Status. Nach dem überraschenden Abschied von Urgestein Maximilian Esposito auf der Trainerposition haben die Verantwortlichen mit Süleyman Karaduman einen neuen Chefcoach verpflichtet. Mit frischem Wind an der Seitenlinie will der Gruppenliga-Aufsteiger das Saisonziel Klassenerhalt realisieren.

SV Steinfurth: Süleyman Karaduman beerbt Maximilian Esposito auf dem Trainerposten

Was hat sich getan?Die Steinfurther Meistermannschaft ist mit Ausnahme von Spielertrainer Maximilian Esposito, der zum Ligakonkurrenten SKV Beienheim wechselte, und Patrick Sauer, der sich dem B-Ligisten FSG Wisselsheim angeschlossen hat, zusammengeblieben. "Durch die vier externen Neuzugänge sowie Paul Sostmann aus der eigenen Jugend haben wir die Mannschaft sinnvoll ergänzt", erklärt Steinfurths Spielausschussvorsitzender Torben Müller. Neben Patrick Liboschick von der SG Wohnbach/Berstadt und Daniel Wasserhess vom SV Ossenheim verpflichtete man mit Bastian Krug und Leon Weiß ein Duo von den Sportfreunden Burkhardsfelden. "Qualitativ waren wir bereits vorher gut aufgestellt, aufgrund der Ligagröße in diesem Jahr mussten wir aber auch quantitativ noch etwas tun." Durch die Neuzugänge wächst die Größe des Steinfurther Kaders auf 43 Spieler.

Die größte Veränderung fand im Sommer jedoch auf der Trainerposition statt. Die Nachricht vom Ausstieg des Meistertrainers kam für die Verantwortlichen nicht gänzlich überraschend. Nach sechs Jahren als Spielertrainer im Rosendorf hatte Esposito seine Arbeit zuletzt nicht mehr wertgeschätzt gefühlt und sich mit dem Vorstand überworfen. "Der Bruch war nicht mehr zu kitten", erklärt Müller. Mit Süleyman Karaduman hatten die Vereinsverantwortlichen bereits Ende Juni einen neuen Trainer gefunden. Der 40-Jährige ist DFB-Stützpunkttrainer in Karben und stand zuvor beim FSV Kloppenheim an der Seitenlinie. "Bei der Trainersuche haben wir großen Wert darauf gelegt, dass wir jemanden von außen holen, der frischen Wind reinbringt", erklärt Steinfurths Vereinsvorsitzender Wolfgang Schneeberger die Entscheidung. "Süleymans Idee und Spielphilosophie wird unserer jungen Mannschaft sicherlich zugutekommen."

SV Steinfurth: Für beide Seniorenmannschaften zählt nur der Klassenerhalt

Wie läuft die Vorbereitung?"Die Saisonvorbereitung läuft sehr durchwachsen", sagt Müller. Mit der Trainingsintensität ist man im Rosendorf zufrieden, allerdings haben einige Spieler aufgrund von Urlaub und Krankheit große Teile der Vorbereitung verpasst. "Ich würde mir durchaus wünschen, dass die Trainingsbeteiligung an manchen Tagen besser wäre. Generell ist das Team aber hoch motiviert und zieht im Training sehr gut mit. Man spürt, dass die Jungs heiß darauf sind, endlich wieder auf dem Platz zu stehen", erklärt Karaduman. "Die Neuzugänge machen einen guten und stabilen Eindruck. Ich bin überzeugt, dass sie die Mannschaft qualitativ verstärken werden. Wichtig wird es sein, dass sich die neuen Spieler schnell integrieren und an unsere Philosophie anpassen. Innerhalb der Mannschaft herrscht eine sehr gute Stimmung, die sich hoffentlich auf den Platz übertragen wird."

Wie lautet die Zielsetzung?Nach dem doppelten Aufstieg in der Vorsaison lautet das Saisonziel im Rosendorf, mit beiden Mannschaften die Liga zu halten. "Wir wollen uns so schnell wie möglich in der neuen Umgebung akklimatisieren und mit beiden Mannschaften den Klassenerhalt schaffen", formuliert Müller die Zielsetzung für die neue Runde. Um die etablierten Spieler wie Pascal Marx, Marc Göbel, Marius Milek, Daniel Walter, Jan Eiser, Daniel Beul und Denis Ehrlicher will Neu-Coach Karaduman eine schlagkräftige Truppe aufbauen. "Tendenziell vertraue ich jedem einzelnen Spieler und möchte ihm auch die entsprechende Verantwortung übertragen, sein Bestes für das Team zu geben", erklärt der Steinfurther Übungsleiter.

SV Steinfurth: Neuer Trainer Süleyman Karaduman will "Potenzial ausschöpfen"

Das sagt der Trainer:"Meine ersten Eindrücke sind durchweg positiv. Die Zusammenarbeit innerhalb des Vereins läuft harmonisch. Hervorzuheben ist die familiäre Atmosphäre, die für mich ein wesentlicher Faktor war, das Traineramt zu übernehmen. In Steinfurth habe ich ein junges, talentiertes und eingespieltes Team vorgefunden, in dem sehr viel Potenzial steckt. Meine Aufgabe wird sein, dieses Potenzial auszuschöpfen. Als Aufsteiger ist unser Ziel ganz klar der Klassenerhalt. Aufgrund der Größe und Qualität der Liga in diesem Jahr wird das eine sehr schwere Aufgabe. Im Hinblick auf die nächsten Jahre wollen wir die Mannschaft zu einem festen Bestandteil der Gruppenliga entwickeln."

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