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Nach 0:4: Sonntag Finale um Platz eins

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Entscheidung vertagt: Eishockey-Oberligist EC Bad Nauheim hat am Freitagabend in Frankfurt die Tabellenführung der Endrunden-Gruppe B durch eine verdiente 0:4 (0:2, 0:2, 0:0)-Niederlage an die gastgebenden Löwen abgegeben. Damit kommt es am Sonntag (18.30 Uhr) im Colonel-Knight-Stadion zu einem echten Endspiel um Rang eins in der Staffel und das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale mit den Süd-Klubs.

Vor 6549 Zuschauern in der Eissporthalle am Ratsweg ist es den Roten Teufeln diesmal nicht gelungen, den Löwen ein kampfbetontes Spiel aufzuzwingen. Stattdessen wurde die Mannschaft von RT-Trainer Frank Carnevale von der ersten Minute an in eine passive Rolle gedrängt, aus der sie sich bis zur Schlusssirene nicht befreien konnte.

Die Roten Teufel waren in Bestbesetzung angereist; mit den zuletzt fehlenden Eddy Rinke, Daniel Huhn und Janne Kujala. Als überzähliger Ü21-Spieler musste Aaron Reckers zuschauen, zudem wurde auf Pierre Wex verzichtet. Bei Frankfurt fehlte der angeschlagene Nils Liesegang. Ex-Teufel Sven Breiter – zuletzt häufig auf der Tribüne – durfte gegen seinen alten Klub mitmischen. Hatte der Landesverband die Derbys stets im Vier-Mann-System leiten lassen, beließ es der Deutsche Eishockey-Bund diesmal bei Hauptschiedsrichter Roland Aumüller und zwei Linienrichtern.

Bad Nauheim erwischte schon einen denkbar schlechten Start. In der dritten Minute war Tom Fiedler im Nachschuss erfolgreich, und nur zwei Minuten später war das Comeback von Eddy Rinke (hoher Stock mit Verletzungsfolge gegen Michael Schmerda) wieder beendet. Die Gäste überstanden ihre fünfminütige Unterzahl schadlos und konnten sich dabei auf Thomas Ower verlassen. Der Torwart war allerdings chancenlos, als Branislav Pohanka im Antritt in der neutralen Zone nicht zu halten war und Patrick Schmid den durchaus verdienten zweiten Treffer für die starken Löwen auflegte (17.). Nach vorne war für die außergewöhnlich zweikampfschwachen Gäste gegen spritzige Hausherren im ersten Abschnitt einzig ein abgefälschter Schreiber-Schuss an die Latte zu notieren.

Eine kalte Dusche gab’s auch zu Beginn des zweiten Abschnitts: Nach nur 41 Sekunden erzielte Pohanka bereits den dritten Löwen-Treffer. Carnevale reagierte prompt mit einer Auszeit, doch sein Appell zu mehr Aggressivität verpuffte schon mit dem nächsten Wechsel und einer Hinausstellung gegen Anderson. Frankfurt kontrollierte souverän, stellte Räume zu und erspähte Lücken im RT-Spiel.

Die wenigen Offensivaktionen der Gäste resultierten aus Überzahl-Situationen. Zahlreiche Ungenauigkeiten und Unkonzentrierheiten lähmten das Spiel der Wetterauer, die vor der zweiten Pause gar den vierten Gegentreffer (Schmid-Abstauber im Powerplay/38.) hinnehmen mussten. Die Luft war zu diesem Zeitpunkt schon lange raus, die Unterschiede waren diesmal zu deutlich.

Das letzte Drittel diente schließlich nur noch der statistischen Vollständigkeit. Frankfurt spielte selbstbewusst die Zeit herunter, während Bad Nauheim selbst eine doppelte numerische Überlegenheit nicht zu einem Treffer nutzen konnte und erstmals in dieser Saison ohne Torerfolg blieb.

Löwen Frankfurt: Kovacic – Neumann, Kreuzmann, Schoofs, Schenkel, Baumgartner, Bär – Rumpel, Pohanka, Schmid, Martens, Mayr, Schmerda, Breiter, Gare, Fiedler, Weißleder, Ziolkowski, Domogalla.

EC Bad Nauheim: Ower – Miller, Ketter, Baum, Schreiber, Pietsch, Pöpel – Maaßen, Lange, Strauch, Rinke, Stanley, Oppolzer, Anderson, May, Baldys, Schlicht, Huhn, Kujala, Striepeke.

Tore: 1:0 (3.) Fiedler (Gare, Breiter), 2:0 (17.) Schmid (Pohanka), 3:0 (21.) Pohanka (Schmid, Rumpel), 4:0 (38.) Schmid (Gare, Baumgartner - 5-4). – Strafminuten: Frankfurt 14, Bad Nauheim 8 plus fünf Minuten plus Spieldauer (Rinke) plus zehn Minuten (Anderson). – Zuschauer: 6549. Michael Nickolaus

Oberliga Süd, Playoffs, Best of seven

Peiting - Weiden 3:5 (Serie 2:3)

Selb - Füssen 11:4 (Serie 4:1)

Bad Tölz - Freiburg 7:3 (Serie: 3:2)

Klostersee und Selb im Viertelfinale.

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WASSERBALL, 2. Liga, heute: Friedberg – Leimen/Mannheim (20.15 Uhr).

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