Muss Roos zurücktreten?

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(dpa). Die finanziell angeschlagenen Krefeld Pinguine aus der Deutschen Eishockey Liga sind im Streit mit einem Hauptgesellschafter vorerst mit dem Plan gescheitert, diesem die Anteile zu entziehen. Das Landgericht Krefeld erließ gegen eine entsprechende Beschlussfassung bei einer Gesellschafterversammlung am Donnerstag eine einstweilige Verfügung. Das teilten im Anschluss die Pinguine sowie der Anwalt des Club-Gesellschafters Energy Consulting mit. Dieser präsentierte zudem einen eigenen Plan, wie der Ex-Meister aus seiner Sicht vor der Insolvenz gerettet werden könne.

Demnach sei der Krefelder Unternehmer Detlef Hauffe bereit, die Anteile des anderen Hauptgesellschafters Schulz Holding zu übernehmen. Voraussetzung dafür sei, dass der Club-Geschäftsführer und ehemalige Sportliche Leiter des EC Bad Nauheim, Matthias Roos, von seinem Amt zurücktritt. In dem Fall würde Energy Consulting auch das Geld für den Lizenzantrag für die kommende Saison bereit stellen. Eine Entscheidung über diesen Vorschlag steht noch aus. Weitere Gespräche seien nötig, teilten die Pinguine mit.

Bereits seit dem Spätsommer gibt es Streit zwischen Roos, der früher auch die Geschäftsstelle der Roten Teufel geleitet hatte, und der Energy Consulting, bei der bis vor einigen Wochen noch der Präsident des Krefelder Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen, Michail Ponomarew, Geschäftsführer war. Roos hatte Ponomarew vorgeworfen, den Pinguinen Geld zu schulden, dem Club drohe daher die Insolvenz. Ponomarew hatte dies stets zurückgewiesen und den Geschäftsführer-Posten an einen russischen Landsmann übertragen.

Laut Medienberichten beträgt die Etat-Unterdeckung für die laufende Saison inzwischen mehr als eine Million Euro. Der Anwalt der Energy Consulting klagt zudem auf Einsicht in die Finanzbücher des Clubs. Roos lehnt es ab, diese zu gewähren. Seit November sind mehrere Versammlungen mit dem Plan, die Pinguine zu retten, ergebnislos geblieben.

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