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Stefan Reuß HFV-Präsident

Im Interview

"Müssen uns mit allen Szenarien beschäftigen"

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(red). Das Coronavirus beherrscht Deutschland. Zur Situation rund um den Spielbetrieb, den Verbandstag und weitere Themen äußert sich Stefan Reuß, der Präsident des hessischen Fußball-Verbandes (HFV), im Pressegespräch.

Herr Reuß,der hessische Fußballverband (HFV) hat den Spielbetrieb bis 10. April eingestellt, viele andere Verbände haben nachgezogen. Kann es sein, dass die Pause länger als bis 10. April dauert?

Wir müssen grundsätzlich über den 19. April sprechen, weil inzwischen die Landesregierung entsprechende Erlasse zu Veranstaltungsverboten herausgegeben hat. Damit ist der 10. April überholt. Wir können und wollen keine Prognosen abgeben. Aber wir müssen bereits jetzt davon ausgehen, dass die Partien auch nach dem 19. April nicht direkt anlaufen können. Daher würde ich lieber davon sprechen, dass wir den Spielbetrieb bis auf Weiteres aussetzen.

Kann es sein, dass die Saison abgebrochen wird und was bedeutet das dann für Aufstieg und Abstieg?

Wir müssen uns mit allen möglichen Szenarien beschäftigen. Diese reichen vom Worst-Case, also einem Abbruch der Runde, bis zum in der jetzigen Situation bestmöglichen Fall der Wiederaufnahme der Spiele nach dem 19. April. Wir erarbeiten derzeit die rechtlichen Folgen aus einem Abbruch der Saison und stehen im engen Austausch mit anderen Landesverbänden.

Durch jedes wegfallende Heimspiel verlieren Vereine bares Geld. Was können Vereine tun, um ihre Existenz zu sichern?

Selbstverständlich beschäftigen wir uns mit all diesen Fragen, weil wir als Verband genauso betroffen sind. Wir sondieren hier gemeinsam mit dem Landessportbund, dem deutschen Fußball-Bund und den anderen Landesverbänden Ansätze. Ebenso weiß ich, dass unser Sportministerium bereits in Gesprächen ist, um dem Amateursport zu helfen, was ich sehr begrüße.

Viele Kreisfußballtage sind aufgrund der aktuellen Situation ausgefallen. Welche Auswirkungen hat das auf den Verbandstag?

Wir planen ganz vorsichtig mit einem Szenario, den Verbandstag am 28. November durchzuführen. Wenn das nicht klappt, wird er erst 2021 stattfinden. Bis dahin bleiben unsere Mitarbeiter alle im Amt, darum habe ich bereits gebeten und geworben. Außergewöhnliche Situationen erfordern eben außergewöhnliche Antworten. FOTO: IMAGO

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