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R. Köhler

Nachgefragt

MSG-Boss Rüdiger Köhler: "Nur mit Erfolg entwickelt man auch Zugkraft"

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Die MSG Bad Vilbel ist mit den B-Juniorinnen in die Fußball-Bundesliga Süd aufgestiegen. Das bedeutet Chancen und Herausforderungen, wie der Sportliche Leiter Rüdiger Köhler erklärt.

Für die MSG Bad Vilbel ist der Aufstieg der B-Juniorinnen in die Fußball-Bundesliga Süd der größte Erfolg in ihrer Geschichte. Dabei existiert die Spielgemeinschaft erst seit 2011, als Rüdiger Köhler, heutiger Sportlicher Leiter, und Co-Trainer von B-Juniorinnen-Coach Christian Vaubel, mit sieben Spielerinnen anfing. Heute kicken 140 Mädchen und Frauen in insgesamt neun Teams im Süden der Wetterau. Im Interview spricht Köhler über neue Chancen und Herausforderungen.

Herr Köhler, was muss bis zum Saisonstart Anfang September getan werden?

Rüdiger Köhler:Wir haben aufgrund der späten Aufstiegsspiele nur noch 20 Tage Zeit, neue Spielerinnen zu finden. Das ist nicht einfach, weil in unserer Region viele bei den beiden Frankfurter Vereinen schon untergekommen sind. Ein Traum wäre es, fünf Spielerinnen zu finden, die uns direkt weiterhelfen, und fünf weitere, die Potenzial haben, da alleine acht aktuelle Spielerinnen zu den Damen wechseln.

Ergibt sich durch den Aufstieg nicht automatisch eine gewisse Attraktivität für Spielerinnen?

Köhler:Wir haben es schwer, als dritte Kraft in der Region. Wir werden leider von der Konkurrenz, aber auch von Spielerinnen und Eltern teilweise immer noch belächelt, auch wenn wir gute Arbeit leisten. Viele tragen lieber ein berühmtes Wappen auf der Brust, auch wenn sie dann nicht spielen. Das ist für mich unverständlich. Wir müssen nun zusehen, dass wir den Kader so zusammenstellen, dass wir zur Winterpause nicht abgeschlagen sind. Denn nur mit Erfolg entwickelt man auch Zugkraft.

Was lautet das Ziel für die Bundesliga?

Köhler:Wir wollen die Klasse halten. Das wird schwierig genug. Aber die Mädchen haben schon gesagt, sie wollen mitziehen, auch wenn das Trainingspensum weiter steigen wird. So eine Chance will sie niemand entgehen lassen. Auch im Umfeld sind alle schon ganz heiß drauf, denn die Mannschaft ist ein Aushängeschild für die Stadt aber auch für die Region. Aber die Bundesliga ist organisatorisch auch eine Herausforderung für uns. (Foto: nic)

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