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Morgen nach Dortmund, Sonntag Eschborn

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(ub) Eigentlich wäre das Gastspiel des KSV Klein-Karben beim 1. FC Eschborn schon am morgigen Samstag um 15 Uhr fällig gewesen, doch aus wichtigem Anlass einigten sich beide Klubs darauf, das Hessenliga-Duell des Tabellen-Siebten aus der Wetterau beim gastgebenden Rang-Zehnten 24 Stunden später, also am Sonntag ab 15 Uhr, über die Bühne zu bringen.

Der Grund: Jürgen Klopp, der Trainer von Borussia Dortmund und Vater von KSV-Abwehrspieler Marc Klopp, hatte die Klein-Karbener Fußballer eingeladen, und zwar zum am Samstag steigenden Bundesliga-Knüller Borussia Dortmund - TSG Hoffenheim. Den wollten sich die KSV-Cracks natürlich nicht entgehen lassen.

Und so kam’s, dass man umgehend die Eschborner Kicker-Kollegen kontaktierte, dort auch prompt ein offenes Ohr fand und somit die für die Wochenend-Planung beste Lösung in der Tasche hatte: Erst das Vergnügen, nämlich zusammen mit 80 000 weiteren Fans samstags Spitzenfußball in Dortmund genießen, dann die Pflicht, sich also sonntags vor geschätzten 150 Unentwegten auf dem Eschborner Sportgelände möglichst schadlos halten und trotz Reisestrapazten am Vortag erfolgreich sein.

Zweifellos eine Rechnung, die aufgehen kann, aber nicht zwangsläufig aufgehen muss. Denn dass die Klein-Karbener Spieler morgen im Ruhrpott ihren Spaß haben werden, gilt als sicher, ob das tagsdrauf auch als Gast der Elf von FC-Coach Thomas Biehrer der Fall sein wird, ist zumindest fraglich. »Wir wissen aus der Vorrunde, welche Schwierigkeiten die Eschborner Mannschaft bereiten kann. Seinerzeit haben wir mit 0:2 den Kürzeren gezogen und uns dabei an der robusten Gäste-Deckung die Zähne ausgebissen«, erinnert sich Klein-Karbens Spielertrainer Amir Mustafic nur ungern an das verlorene Spiel vom 20.

August vergangenen Jahres. Doch dies zähle jetzt nicht mehr: »Wir haben vor Wochenfrist beim 1:1-Remis gegen Stadtallendorf kurz vor Schluss den Sieg verschenkt und damit die Chance verpasst, das hektische Treiben in der unteren Tabellenhälfte endlich mal in aller Gelassenheit beobachten zu können.«

Berücksichtigt man die tendenzielle Entwicklung, spricht am Sonntag allerdings vieles für den KSV Klein-Karben, der aus den vergangenen sieben Pflichtpartien 14 von 21 möglichen Punkten holte. Dabei gingen die KSVler viermal als Sieger vom Platz, zweimal gab es eine Punkteteilung und einmal musste man den Platz als Verlierer verlassen. Die Eschborner haben inklusive des 2:2-Unentschiedens am Mittwoch im Nachholspiel beim FSV Fernwald sechsmal in Folge nicht gewinnen können und den letzten von summa summarum acht Meisterschaftserfolgen am 25. Oktober vergangenen Jahres beim 2:0 gegen Hessen Kassel II gefeiert.

In Sachen Personalauswahl gibt’s auf Klein-Karbener Seite nichts Neues. Probleme bereitete diese Woche lediglich Mittelfeld-Motor Jens Paetzold, der mit einer Grippe auszufallen droht. Im Übrigen hält Amir Mustafic den Plan, es vorne tatsächlich mal wieder mit zwei Sturmspitzen zu probieren, zwar nach wie vor für eine realistische Option, sich damit so richtig anzufreunden und sie auch umzusetzen, fällt ihm trotz einiger dafür geeigneter Kaderspieler (Salih Yasaroglu, Ufuk Cicek) aber immer noch schwer. - Hinspiel: 2:0.

KSV Klein-Karben: Dikmen (Robert Cue); Klopp, Strenkert, Simmons, Emre Yasaroglu, Mustafic, Kaya, Decise, Paetzold (?), Aljusevic, Bari, Salih Yasaroglu, Da Costa Pires, May, Cicek, Domta Noumsi, Kraus.

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