Der Mörler Jonathan Nader (am Ball) geht hier gegen die geballte Macht der Abwehr der HSG Hungen/Lich um (v. l.) Luca Macht, Johannes Kreß und Jan Anhäuser zum Tor. Am Ende reicht es für ihn und seine Mannschaft aber nicht zum Sieg beim Tabellenführer der Bezirksoberliga Gießen. FOTO: FRIEDRICH
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Der Mörler Jonathan Nader (am Ball) geht hier gegen die geballte Macht der Abwehr der HSG Hungen/Lich um (v. l.) Luca Macht, Johannes Kreß und Jan Anhäuser zum Tor. Am Ende reicht es für ihn und seine Mannschaft aber nicht zum Sieg beim Tabellenführer der Bezirksoberliga Gießen. FOTO: FRIEDRICH

Mörler Coup bleibt aus

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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(se). Kein gutes Wochenende für die drei Mannschaften aus der Wetterau in der Handball-Bezirksoberliga Gießen. Nachdem die HSG Wettertal sich bereits am Freitagabend der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III mit einem Tor hatte geschlagen geben müssen, setzte es es auch am Samstagabend Pleiten für die HSG Mörlen und die MSG Florstadt/Gettenau. Während die Mörler im Topspiel mit 23:26 der HSG Hungen/Lich unterlagen, die sich damit von der Wetzlarer "Dritten" die Tabellenführung zurückholten, verpasste es eine ersatzgeschwächte Florstädter Spielgemeinschaft beim 19:24 gegen die SG Rechtenbach weiteren Boden im Kampf um den Klassenerhalt gut zu machen.

HSG Hungen/Lich -HSG Mörlen 26:23 (13:12):"Es war viel Dampf im Spiel", berichtete Carsten Schäfer, Trainer der gastgebenden HSG, die sich den Sieg schwer erkämpfen musste. Über weite Strecken verlief die Partie ausgeglichen. "Alles in Ordnung", befand hinterher Mörlens Trainer Philipp Petriesas, der aber einräumen musste: "Wir haben die ersten zehn Minuten verschlafen." So führten die Gastgeber nach sechs Minuten bereits mit 5:2, nach neun Minuten stand es 6:3 für die Hausherren, die den Vorsprung nach dem 8:5 (15.) aber nicht halten konnten. Nachdem Jan Anhäuser den Treffer zum 11:9 (24.) für Hungen/Lich erzielt hatte, kamen die Mörler nach Toren von Max Breitenfelder (2) und Sebastian Dietz zur 12:11-Führung. Diesen Vorsprung konnten die Gäste aber nicht lange halten, sodass sie mit einem Rückstand in die Kabine gingen.

Im zweiten Durchgang verlief die Partie zunächst auf Augenhöhe, ehe sich die Hausherren einen leichten Vorteil erarbeiten. In der 35. Minute führte Hungen/Lich mit 16:14, in der 40. Minute lag die Mannschaft bereits mit 20:17 vorn. In der 50. Minute lautete der Spielstand 22:20, ehe Anhäuser und Johanes Kreß den Vorsprung für Hungen/Lich auf 24:20 (53.) ausbauten und damit ihrer Mannschaft einen Vorteil für die Schlussphase verschafften. Doch es wurde noch einmal spannend: Durch Mika Berger, Sven Langsdorf und Max Breitenfelder kam Mörlen noch einmal auf 23:24 (57.) heran, ehe Alexander Diehl und Anhäuser mit den Hungener Treffern 25 und 26 alle Zweifel am Erfolg ihrer HSG beseitigten. Ein verdienter Sieg für die Gastgeber, für den Mörlens Trainer Petriesas einen einfachen Grund nannte: "Hungen/Lich hat ohne Fehler gespielt. Das war für uns tödlich."

Tore, Hungen/Lich: Dönicke (5), Anhäuser, Kreß, Hahn (je 4), Stania (3), Macht, Menges (je 2), Diehl, Kümpel (je 1). - Mörlen: Bernhard Dietz (7/1), Max Breitenfelder (5), Sebastian Dietz (4/1), Daniel Birkenstock (3), Christian Birkenstock, Berger, Otto, Langsdorf (je 1).

Ausfall von Wenisch wiegt schwer

MSG Florstadt/Gettenau - SG Rechtenbach 19:24 (12:12):"Die erste Halbzeit war in Ordnung", berichtete MSG-Trainer Christian Sacks, der mit dem zweiten Durchgang aber überhaupt nicht zufrieden sein konnte. "Da haben wir nur sieben Tore geworfen", klagte er. Allerdings hatte seine Mannschaft bereits vor dem Anpfiff einen Rückschlag hinnehmen müssen: Yannic Wenisch fiel verletzt aus. Und das Spiel zeigte, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Auch wenn das Ziel, sich weiter vom Tabellenende zu entfernen, nicht erreicht wurde, versprach Sacks: "Der Kopf bleibt oben." Das ursprünglich für das kommende Wochenende vorgesehene Spiel bei der HSG Mörlen wurde derweil auf den 9. April verlegt. Die Verletzten bei der MSG haben also 14 Tage Zeit, sich auszukurieren.

Rechtenbachs Trainer Christian Kunz freute sich riesig über den Erfolg; es war der dritte Auswärtssieg hintereinander. "Wir waren die bessere Mannschaft und haben absolut verdient gewonnen", gab er zu Protokoll und hob zwei Spieler besonders hervor: "Im Angriff hat Julian Viehmann aus allen Lagen getroffen, die Abwehr stand ›bombe‹, und wenn nicht, hatten wir mit Luca Wallendorf einen bärenstarken Schlussmann." An der gegnerischen Deckung bissen sich die Florstädter nach der Pause in der Tat die Zähne aus.

Im ersten Spielabschnitt war die Partie aber weitgehend ausgeglichen verlaufen. Keine der beiden Mannschaften hatte einen größeren Vorsprung herauswerfen können. Mehrfach hatten die Rechtenbacher mit zwei Treffern in Front gelegen, doch immer wieder hatte die MSG den Gleichstand geschafft. Das ging bis zur 41. Minute, als Christoph Schildger mit dem Tor zum 15:15-Ausgleich den für neun Minuten lang letzten Treffer für die Gastgeber erzielte. In dieser Zeit waren die Gäste auf diesem Gebiet erfolgreicher und kamen durch Julian Viehmann, Bastian Schmidt (je 2), Tim Langsdorf und Daniel Böhm zu insgesamt sechs Toren hintereinander. Der Gast führte mit 21:15. Lukas Peppler (2) und Schildger brachten Florstadt/Gettenau bis zur 54. Minute zwar wieder auf 18:21 heran, doch die Schlussphase gehörte wieder der SG Rechtenbach, die bis zum Ende den Vorsprung wieder etwas ausbaute.

Tore, Florstadt/Gettenau: Peppler (6), Baumgartl (5), Schildger (3), Greife (2), Wolf (1/1), Stewen, Potschka (je 1). - Rechtenbach: Viehmann (9), Schmidt (5), Böhm (3), Molling (2), Kaluza, Frosch, Langsdorf, Trum, Diehl (je 1).

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