HSG Mörlen verliert Derby

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(mna). Der zweite Spieltag in der Handball-Bezirksoberliga der Frauen hielt gleich ein Derby bereit. Die HSG Mörlen empfing in eigener Halle Aufsteiger HSG K/P/G Butzbach und unterlag mit 30:32 (16:19). Auch die anderen beiden heimischen Vertreter, die HSG Wettertal (26:32 beim TV Burgsolms) und die FSG Gettenau/Florstadt (20:23 bei der HSG Fernwald), zahlten am vergangenen Wochenende Lehrgeld.

HSG Mörlen - HSG K/P/G Butzbach 30:32 (16:19):Die Gäste übernahmen in der torreichen Partie sogleich das Kommando und führten nach neun Minuten mit drei Toren (8:5, Jürgens). Mörlens Trainer Frank Weidenauer reagierte mit einer Auszeit, die sofort Wirkung zeigte. In der elften Minute glich Neuzugang Yagmur Güzelkücük auf Seiten der HSG Mörlen aus, doch danach musste ihr Team den Gegner wieder davonziehen lassen. Nina Luh warf ihre Mannschaft mit 14:11 in Führung (18.), welche die Butzbacherinnen bis zur Pause auch verwalten konnten. Nach Wiederanpfiff wollte der Heim-HSG der Ausgleich einfach nicht mehr gelingen. Zwar blieb die Gästeführung weiterhin knapp (21:23, 37.), reichte aber letztendlich aus, um den ersten BOL-Sieg der HSG K/P/G Butzbach unter Dach und Fach zu bringen. Über die Stationen 24:26 (44.) und 28:30 (52.) stand am Ende eine 30:32-Heimniederlage für das Heimteam zu Buche. "Wir haben im Verbund Abwehr und Torhüter keinen Zugriff bekommen und fast immer hinten gelegen. Auch die Chancenverwertung war ausbaufähig. Insgesamt ist die Niederlage verdient, da Butzbach den Sieg ein kleines bisschen mehr gewollt hat als wir", resümierte Mörlens Trainer Frank Weidenauer, während sein Gegenüber Rainer Pfaff sagte: "Es war eine klare Leistungssteigerung zu erkennen. Besonders im Angriff waren wir wesentlich effektiver und hatten immer eine Antwort parat, wenn es eng wurde und der Gegner ausgeglichen hatte."

HSG Mörlen: Hahn, Kieninger; Güzelkücük (2), Heil (2), Bühler (4), Wagner (5), Schneider (1), Fritz, Vetter (5/2), Strube, Ercan, Dietz (11/2).

HSG Fernwald - FSG Gettenau/Florstadt 23:20 (12:12):Die Gastgeber gingen schnell mit 2:0 (3.) in Führung, doch die FSG glich zügig aus (3:3, 7.) und es entwickelte sich ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Stets lag Fernwald, das im Kampf um den Aufstieg von vielen als Mitfavorit genannt wird, mit einem oder zwei Toren in Front, ehe die Gäste wieder ausglichen (9:9, 23.). Folgerichtig ging es mit 12:12 in die Pause, aus der die Mannschaft von FSG-Trainer Marco Boller frischer zurückkam und nach 40 Minuten mit 16:13 führte. Die HSG glich in der 47. Minute aus (17:17) und übernahm ihrerseits wieder die Führung (19:17, 52.). Die Boller-Sieben konnte zwar noch ein letztes Mal ausgleichen (20:20, 55.), ehe die Partie zu Gunsten der Gastgeberinnen kippte. Am Ende stand eine knappe 20:23-Auswärtsniederlage zu Buche, über die sich Gästetrainer Boller merklich ärgerte: "Nach holprigem Start sind wir immer besser geworden, insbesondere in der Deckung mit zwei guten Torleuten dahinter. Nach der Pause haben wir die Führung nicht ausbauen können, die Chancen dazu wären da gewesen. Das Siebenmeter- und Zeitstrafenverhältnis war insgesamt nicht ausgeglichen, 14 Siebenmeter und keine Zeitstrafe bei Fernwald stehen fünf Strafwürfen und fünf Zeitstrafen bei uns gegenüber. Dennoch war es, trotz vier krankheitsbedingter Ausfälle, insgesamt eine gute Leistung meiner Mannschaft."

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes, Brockhoven; Schulz, Herbert, Doll, Schmeißer (5), Laura Müller (7/3), Leonie Müller (1), Peristeris, Glaub (4), Mogk, Schmidt, Stiefel, Borst (3).

TV Burgsolms - HSG Wettertal 32:26 (18:9):Die 2:0-Führung der Gastgeber glich die HSG noch aus (2:2, 4.), ehe der Aufsteiger das Kommando übernahm und sich nach einer guten Viertelstunde ein erstes kleines Polster erspielt hatte (8:3, 17.). Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte bekamen die Wettertalerinnen weiterhin keinen Zugriff auf das Spielgeschehen und mussten den TV bis zur Pause auf 18:9 enteilen lassen. Nach dem Seitenwechsel führte das Heimteam schnell mit zehn Toren (20:10, 32.) und verwaltete diesen Vorsprung auch bis zur 48. Minute (27:17). Nun schienen die Gäste langsam aufzuwachen und konnten noch mal ordentlich Ergebniskosmetik betreiben. Über das 28:21 (53.) und 30:26 (58.) gewann am Ende Burgsolms mit 32:26. "Wir haben verdient verloren. Wir sind erst ab der 48. Minute ins Spiel gekommen, davor hatten wir keinen Zugriff auf unseren Gegner und haben uns viel zu viele technische Fehler erlaubt", kritisierte Wettertals Trainer Holger Weisel.

HSG Wettertal: Marsteller, Haub, Weil (3), Brückel (5/2), Müll, Rettig (1), Glaum (2), Kielich, Kunzelmann, E. Kerschner (4), Wolfner (6), Wolf (2), Reif (1), S. Kerschner (2/2).

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