Max Breitenfelder (M.), hier gegen Dennis Agel (l.) und Sebastian Rompf von Tabellenführer HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III, erzielt für seine HSG Mörlen das Siegtor. FOTO: CHUC
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Max Breitenfelder (M.), hier gegen Dennis Agel (l.) und Sebastian Rompf von Tabellenführer HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III, erzielt für seine HSG Mörlen das Siegtor. FOTO: CHUC

Handball-Bezirksoberliga

HSG Mörlen sorgt mit "Superspiel" für große Überraschung

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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Die HSG Mörlen hat dem Tabellenführer HSG Dutenhofen/Münchholzhausen in einer hochspannenden Partie ein Bein gestellt. 

Der letzte Vorrundenspieltag in der Handball-Bezirksoberliga bot eine Reihe von Überraschungen und nährte die Vorfreude auf die zweite Saisonhälfte, die am 18. Januar 2020 gestartet wird. So fügte die HSG Mörlen Spitzenreiter HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III am Samstag mit 34:33 die zweite Saisonniederlage zu. Die personell arg gebeutelte HSG Wettertal kam ebenso unerwartet zu einem 32:27-Sieg bei der HSG Kleenheim/Langgöns II. 31:31 trennten sich die MSG Florstadt/Gettenau und die HSG Großen-Busecks/Beuern.

HSG Mörlen - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 34:33 (19:12):"Das war ein Superspiel", sagte Trainer Philipp Petriesas über die Vorstellung seiner Mannschaft gegen den Tabellenführer. "Vor allem in der ersten Halbzeit. Da haben wir gegen die starke Abwehr immer eine Lösung gefunden." Der Trainer des Tabellenführers, Torben Wegner, hatte zunächst einmal eine einfache Erklärung für die Niederlage: "Wir hatten nicht unseren besten Tag", sagte er. "In der ersten Halbzeit hat der Zug zum Tor gefehlt." Außerdem sei seine Mannschaft ein ums andere Mal am gegnerischen Torhüter gescheitert. Bis zur zwölften Minute verlief die Partie weitgehend ausgeglichen. Zwar legten die Gastgeber immer wieder ein Tor vor, doch die Dutenhofener ließen sich nicht abschütteln - zunächst nicht. Nach dem 8:7 (12.) legten die Mörler bis zur 23. Minute einen 8:2-Lauf zum 16:9 hin. Beim 19:12 zur Pause lag Mörlen ebenfalls mit sieben Toren vorn. "Auch die zweite Halbzeit war nicht schlecht", kommentierte Petriesas das Geschehen nach der Pause.

Dennoch holte der Spitzenreiter Tor um Tor auf. Die Heimmannschaft wankte und musste 13 Minuten vor Feierabend nach zwei Treffern von Dennis Agel den Ausgleich zum 28:28 hinnehmen. Danach legten die Hausherren mehrfach vor, doch immer wieder zogen die Gäste gleich. In den Schlusssekunden schien die Partie zugunsten des Tabellenführers zu kippen, doch da traten die Brüder Breitenfelder auf den Plan. 80 Sekunden vor Schluss beim Stande von 33:33 meisterte Mörlens Torhüter Nick Breitenfelder einen Strafwurf von Luca Weimer, ehe wenige Sekunden später Nicks Bruder Max einen Abpraller zum 34:33-Endstand ins Dutenhofener Tor tippte. Der Jubel im Lager der Mörler kannte keine Grenzen. Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätte die Mannschaft sich nicht bereiten können. - Tore, Mörlen: Sebastian Dietz (7/2), Bernhard Dietz (7), Daniel Birkenstock (5), Christian Birkenstock, Max Breitenfelder, Alt (je 3), Otto, Wulf (je 2), Berger, Dönges (je 1). - Dutenhofen/Münchholzhausen III: Becker (9), Weimer (7/3), Lukas Wallwaey, Müller (je 5), Dennis Agel (4), Rompf, Luca Kaiser, Unger (je 1).

So liefen die Spiele der Wetterauer Landesligisten

HSG Kleenheim/Langgöns II - HSG Wettertal 27:32 (13:14):Die dritte Heimniederlage hintereinander für die Kleenheimer, deren Trainer Micha Wiener zwar bekannte, dass in diesem Spiel eine Mannschaft alles "aus sich herausholen wollte", doch "im Angriff in den entscheidenden Phasen den Kopf verliert". Die Folge: unnötige Ballverluste. Dagegen war der Wettertaler Trainer Sven Tauber hochzufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft, der zuletzt krankheitsbedingte Ausfälle zu schaffen gemacht hatten. "Vor allem die Deckung war überragend", berichtete Tauber und zollte seinen Jungs ein dickes Lob. Zunächst aber sah es nicht nach einem Erfolg der Wettertaler aus, die durch Treffer der Kleenheimer Philipp Schäfer und Leon Dilges schnell mit 0:2 in Rückstand gerieten und diesem ständig hinterherliefen, bis sie in der 28. Minute durch Bardo Raab den Gleichstand zum 12:12 herstellten. Durch Raab (2), Merlin Metzger und Florian Zimmer zogen die Wettertaler bis zur 34. Minute sogar auf 17:13 davon. "Da haben wir eine Schippe draufgelegt", erklärte Tauber den Leistungssprung seiner Mannschaft, die bis zur 41. Minute auf 24:17 davonzog. "Dann kehrte bei uns der Schlendrian ein", stellte Tauber anschließend fest. Die nicht aufsteckenden Kleenheimer kamen bis zur 51. Minute auf 25:26 heran, hatten sogar die Chance zum Ausgleich. Diese wurde aber nicht genutzt. Wettertal setzte sich in der Folgezeit wieder ab und kam dann zu einem relativ deutlichen Sieg. - Tore, Kleenheim/Langgöns II: Dilges (5/3), Philipp Schäfer (5), Henze (4), Keil, Tonhäuser (je 3), Drubig, Faatz (je 2), Eckhardt-Helmes, Keßler, Barbaric (je 1). - Wettertal: Metzger (10/2), Zimmer, Raab (je 5), Exner, Boller (je 4), Kielich (2), Tobias Kreuzer, Mengel (je 1).

MSG Florstadt/Gettenau - HSG Großen-Buseck/Beuern 31:31 (12:14):"Da war mehr drin", bemerkte hinterher Florstadts Trainer Christian Sacks, der ebenfalls nicht seine beste Formation einsetzen konnte. "Wir haben gut gespielt, aber auch viele Chancen verworfen." Die Rumpfmannschaft aus Buseck verdiente sich derweil dank ihres Einsatzes den Punkt redlich. "Uns standen nur neun Feldspieler zur Verfügung", berichtete Gästetrainer Marios Foos. Und die Jungs, die auf dem Parkett standen "haben das gut gemacht", lobte der Coach. Beide Teams lieferten sich einen Kampf auf Biegen und Brechen, wobei die Gäste nach dem 7:7 (19.) immer wieder in Führung gingen. Die MSG lief über weite Strecken einem Rückstand hinterher. Nach dem 7:7 stellten die Gästespieler Jonas Coletta und der ehemalige Friedberger Andre Avemann eine Zwei-Tore-Führung her. Nach dem 9:10 drehten Lukas Peppler und Steffen Baumgartl den Spieß um und sorgten für einen 11:10-Vorteil für ihre MSG, die aber lange Zeit nicht mehr vorn liegen sollte. Die Busecker gingen mehrfach in Führung, verstanden es aber nicht, sich deutlicher abzusetzen. Gut zwei Minuten vor dem Ende erzielte der angesichts der bei den Gästen herrschenden Personalnot reaktivierte Mathias Kartak das 31:29 für die Busecker (58.), ehe Steffen Greife und Henning Starck mit ihren Treffern der MSG noch einen Punkt retteten und damit für einen halbwegs versöhnlichen Abschluss aus Sicht ihrer Mannschaft sorgten. - Tore, Florstadt/Gettenau: Greife (7), Wolf (6/3), Peppler (5), Baumgartl (4), Starck, Potschka (je 3), Stewen (2), Schildger (1). - Großen-Buseck/Beuern: Fischer (7), Avemann (5/1), Harbach (5), Kartak, Foos (je 4), Coletta (3), Edelmann (2), Schüler (1).

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