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Kevin Dannwolf (l.) - hier im Gespräch mit seinem damaligen Trainer Carsten Schäfer von der HSG Hungen/Lich - übernimmt zur neuen Saison die erste Herrenmannschaft der HSG Mörlen in der Bezirksoberliga.

Trainer-Rochade

HSG Mörlen rüstet sich für neue Saison: Vier Mannschaften, drei neue Trainer

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Die HSG Mörlen rüstet sich für die neue Saison - bei drei der vier Aktivenmannschaften in Damen- und Herrenbereich gibt es im Sommer Veränderungen auf der Trainerposition.

Bei der HSG Mörlen sind sowohl im Frauen- als auch im Männerbereich frühzeitig die Weichen für die nächste Saison gestellt worden. Dabei gibt es bei den beiden Herrenmannschaften zwei neue Übungsleiter, bei den Frauen übernimmt der Interimscoach das Zepter für beide Teams auch in der kommenden Saison.

Der HSG-Vorsitzende Siggi Bläsche hatte, in Abstimmung mit seinen Vorstandskollegen, entsprechend eine Menge zu tun. Schließlich galt es für sämtliche Aktivenmannschaften auf die neue Spielzeit Trainer zu installieren. Diese Aufgabe wurden nun zufriedenstellend gelöst. "Unsere Vorstellung war es, mit jungen, hochmotivierten, innovativen Trainern, die eine zeitgemäße Trainingsführung anbieten und modernen Handball lehren, unseren Mannschaften passende Rahmenbedingungen zu schaffen, mit denen sie sich identifizieren. Mit Philipp Petriesas haben wir bei den Männern bereits begonnen, diesen Weg zu gehen und setzten ihn jetzt konsequent weiter fort", begründet Bläsche die Personalentscheidungen.

Während bei der ersten Frauenmannschaft, die ebenso wie die Herren in der Bezirksoberliga spielt, bereits seit Wochen feststeht, dass ein Nachfolger für Frank Weidenauer gefunden werden muss, gab es den gleichen Handlungsbedarf auch bei den Herren, nachdem Petriesas den Vorstand darüber informierte, für die neue Spielzeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. "Stand jetzt brauche ich einfach mal eine Handball-Pause. Seit meinem 18. Lebensjahr stehe ich jeder Woche zwei bis drei Mal in der Halle", begründete er seinen Abschied zum Saisonende. Vier Spielzeiten hat er bei der HSG als Trainer gearbeitet, nachdem er zuvor bereits ein Jahr als Spieler in Mörlen gewesen war. "Ich gehe mit einem weinenden Auge. Ich habe hier ein gutes Verhältnis. Es passt alles", sagt er.

Kevin Dannwolf übernimmt erste Männermannschaft

Doch auch der Name seines Nachfolgers genießt in heimischen Handballkreisen hohen Stellenwert: Es ist Kevin Dannwolf. Er entstammt einer absoluten Handballfamilie und begann als Fünfjähriger in der Jugend der HSG Kirch-Pohl-Göns/Butzbach mit dem Handballsport. In der C-Jugend wechselte er zur HSG Pohlheim und wurde dort in unterschiedlichen Altersklassen viermal Südwestdeutscher Meister. Danach erkämpfte er sich bei den Aktiven einen Platz im Pohlheimer Drittligakader. Später spielte er bei der HSG Hanau in Landes- und Oberliga, bei der SG Rechtenbach und zuletzt bei der HSG Hungen/Lich. Bei all diesen Station gehörte er stets zu den Leistungsträgern. Trainererfahrungen sammelte der heute 30-Jährige bei den Frauen der HSG Hungen/Lich in der Bezirksoberliga und aktuell bei den Männern der HSG Fernwald, mit denen er als aktueller Tabellenzweiter den Aufstieg in die Bezirksliga A vor Augen hat.

"Es handelt sich bei mir nicht um eine Entscheidung gegen Fernwald, sondern um eine für Mörlen", macht er deutlich. "Die Anfrage kam zunächst überraschend und dann ging alles sehr schnell. Als junger ambitionierter Trainer muss man die Möglichkeit nutzen, wenn das Angebot eines etablierten Bezirksoberligavereins vorliegt. Die Liga kenne ich als Spieler gut und dadurch auch Mörlen als soliden Verein mit gutem Umfeld. Es steht jetzt zwar ein kleiner Umbruch an, aber es gibt dort viele gute, junge Spieler mit Potenzial. Ich habe richtig Bock darauf, diese Jungs voran zu bringen", sagt er.

Auch bei der zweiten Mörler Herrenmannschaft gibt es auf der Trainerposition eine Änderung. Hier wird Christian Langer die Nachfolge von Martin Molter antreten.

Chadim bleibt Trainer beider Frauen-Teams

Bei den Frauen wird der derzeitige Interimstrainer Michael Chadim auch in der kommenden Spielzeit das Zepter weiter in der Hand halten. In Personalunion bleibt er gleichzeitig auch weiterhin Trainer der zweiten Frauenmannschaft. Er wird bei Terminüberschneidungen von Andrea Wex und Bianca Grundmann unterstützt. "Hier ist die gesamte Konzentration zunächst darauf gerichtet, mit der ersten Mannschaft den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga zu realisieren. Sollte das gelingen, wollen wir die Mannschaft sukzessive verstärken, um wieder an die Erfolgsjahre im Mörler Frauenhandball anzuknüpfen", verrät HSG-Vorsitzender Bläsche abschließend.

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