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HSG Mörlen gewinnt ein »Hammerspiel«

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Johannes Brückel konnte die Mörlener zwei Mal überlisten und Münzenberger Torerfolge im Bezirksoberliga-Derby beisteuern.
Johannes Brückel konnte die Mörlener zwei Mal überlisten und Münzenberger Torerfolge im Bezirksoberliga-Derby beisteuern. © Nicole Merz

(hep) Heimniederlage für die HSG Münzenberg/Gambach; erst die zweite Niederlage in eigener Halle in dieser Saison: In einem Wetterau-Derby der Handball-Bezirksoberliga konnte die HSG Mörlen durch einen 33:29 (15:15)-Erfolg die Punkte enführen. 200 Zuschauer in der Sporthalle am Eiloh sahen eine packende Partie.

»Das war ein typisches Derby, das in allen Belangen kämpferisch geführt wurde. Da war richtig Pfeffer drin«, beschreibt Münzenbergs Trainer Claus Well den Spielverlauf. Siggi Bläsche, Vorstandsmitglied der siegreichen HSG Mörlen, ergänzt, dass es für ihn ein »Hammerspiel« gewesen sei.

Die Gastgeber suchten den Weg zum Erfolg zunächst mit einer 6:0-Deckung, nahmen aber bereits nach 15 Spielminuten eine Umstellung auf das 3:2:1-System vor. Mörlen blieb in der ersten Hälfte bei der bewährten 6:0-Formation. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, konnten sich aber hüben wie drüben keinen nennenswerten Vorsprung sichern. Das 15:15-Remis zur Pause war das logische Ergebnis des Spielverlaufs.

Nach dem Wechsel zeigten sich die Gäste entschlossener und sicherten sich schnell eine Vier-Tore-Führung (21:17/37.). Ein Grund dafür war die Umstellung der Abwehr auf ein offensives 5:1-System, das Trainer Gunnar Ruddat vorgenommen hatte. Die Heim-HSG ließ sich zunächst nicht abschütteln und war beim 20:22 wieder in Schlagdistanz (42.

). Marco Boller und Daniel Birkenstock (2) sorgten mit ihren Toren jedoch dafür, dass sich Mörlen mit 25:20 einen entscheidenden Vorsprung sicherte. Bis zum 25:33-Zwischenstand (57.) spielten die Gäste dann wie aus einem Guss. Erst in den Schlussminuten gestatteten sie den Burgenstädtern eine Resultatsverbesserung.

Den Sieg der Gäste erkannte Münzenbergs Trainer Well an und nannte folgende Gründe dafür:» Zum einen sind meine Spieler zu oft an dem überragenden Tobias Kassebaum im Gästetor gescheitert. Daneben haben wir es nicht geschafft, Philipp Möbs zu neutralisieren und hatten zudem das Pech, dass gerade der Münzenberger Marco Boller auf der Spielmacherposition eine starke Leistung abrufen konnte.« Dieser Meinung schloss sich Mörlens Vorsitzender Bläsche an. Ergänzend hob er noch den jungen Max Breitenfelder hervor, der in der zweiten Halbzeit auf der vorgezogenen Abwehrposition überzeugte; ebenso wie die oft im zweiten Glied stehenden Daniel Birkenstock und Tim Brauburger, die sich mit ihren guten Leistungen für weitere Aufgaben empfahlen.

HSG Münzenberg/Gambach: Grossmann, Gniza; Brückel (2), Simon (4), Kehm (3), Florian Großmann (2), Zimmer (3), Häuser (2), Boller (4), Merlin Metzger (4), Weiser, Mogk, Timo Metzger (1), Menges (4).

HSG Mörlen: Kassebaum, Nick Breitenfelder; Philipp Möbs (7/1), Bischof (1), Dönges (3), Brauburger (3), Sebastian Dietz, Daniel Birkenstock (3), Stolte (3), Boller (7/2), Johannes Möbs (4), Max Breitenfelder (2).

Steno: Schiedsrichter: Kühme/Papke (Heuchelheim). - Siebenmeter: 0 – 6/3. - Strafzeiten: 12 Minuten – 6 Minuten - Zuschauer: 200.

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