Lisa Vetter (am Ball) ist mit zwölf Treffern die wichtigste Torschützin der HSG Mörlen und führt ihre abstiegsbedrohte Mannschaft zu einem womöglich entscheidenden Heimerfolg über die TuS Vollknirchen um Hannah Friedrich (l.). FOTO: CHUC
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Lisa Vetter (am Ball) ist mit zwölf Treffern die wichtigste Torschützin der HSG Mörlen und führt ihre abstiegsbedrohte Mannschaft zu einem womöglich entscheidenden Heimerfolg über die TuS Vollknirchen um Hannah Friedrich (l.). FOTO: CHUC

Mörlen gelingt der Befreiungsschlag

  • vonMarieke Naß
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(mna). In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen ist der HSG Mörlen der ersehnte Befreiungsschlag gelungen. In eigener Halle besiegte das von Zweitmannschafts-Coach Michael Chadim betreute Team den TuS Vollnkirchen mit 33:31 (17:18). Alle anderen heimischen Teams mussten am Wochenende zum Teil deutliche Niederlagen einstecken.

HSG Mörlen - TuS Vollnkirchen 33:31 (17:18):Die HSG fand gut in die richtungsweisende Partie. Nach drei Minuten traf Yagmur Güzelkücük zum 3:1 für ihre Farben, ehe auch die Gäste langsam in die Partie fanden und zwei Minuten später das 3:3 erzielten. Es dauerte nun bis zur 20. Minute, ehe sich eines der beiden Teams eine Führung, die mehr als ein Tor betrug, erspielen konnte. Die starke Nora Schneider, die später verletzt ausscheiden musste, erzielte in der 21. Minute das 12:10, doch Mörlen konnte diese Führung nicht ausbauen. Stattdessen drehte der TuS die Partie zu seinen Gunsten, und so wurden beim 17:18 die Seiten getauscht. Nach der Pause blieb die torreiche Partie weiter spannend. Vollnkirchen führte bis zur 50. Minute dauerhaft und teilweise mit bis zu vier Toren (21:25, 40.), doch die Heimsieben gab sich zu keiner Zeit auf und drehte in der Schlussphase das Spiel doch noch. Katharina Dietz glich zunächst aus (29:29, 51.) und die treffsichere Lisa Vetter traf im Anschluss zweimal (31:29,55.). Tatsächlich brachte die HSG die knappe Führung über die Zeit. "Schlüssel zum Erfolg war unsere kompakte Abwehr, die ab der 40. Minute nur noch vier Tore zugelassen hat", freute sich Chadim hinterher.

HSG Mörlen: Bruch, Kieninger; Bormann (2), Bühler, Strube, Fritz, Wagner, Schneider (4), Khalil (1), Vetter (12/5), Kloppenburg (5/1), Ercan, Dietz (6/1), Yagmur (3).

HSG Wettertal - HSG Marburg/Cappel 23:29 (12:12):Die Heimsieben erwischte gegen den Tabellenführer einen Start nach Maß und lag nach zehn Minuten bereits mit 6:3 in Führung. Erst in der 24. Minute gelang den Gästen der Ausgleich zum 9:9. Bis zur Pause konnte sich dann keine Mannschaft einen Vorteil erspielen. Nach dem Seitenwechsel schalteten die Marburgerinnen dann eine Gang hoch und stellten in der 42. Minute auf 19:15. Johanna Wolf verkürzte vier Minuten später noch einmal (17:19, 46.), doch mehr ließ der Spitzenreiter nicht zu. Zwar war ein Punktgewinn für die Schützlinge von Holger Weisel auch zehn Minuten vor dem Ende noch im Bereich des Möglichen (20:23, 50.), doch kleine Unkonzentriertheiten in Abwehr und Angriff sowie vier vergebene Siebenmeter kosteten Wettertal ein besseres Ergebnis. "Leider konnten wir nur eine Halbzeit mithalten, ehe sich der Tabellenführer nach und nach dank seiner individuellen Klasse abgesetzt hat", bilanzierte Weisel.

HSG Wettertal: Haub, Marsteller; Weil (1), Brückel (2), Rettig (1), Glaum (1), Kielich, E. Kerschner (3/1), Wolfner (2), Exner, Wolf (5), Ewald, Reif (2), S. Kerschner (6/1).

TSG Leihgestern II - FSG Gettenau/Florstadt 34:20 (18:13):Nur bis zum 2:2 in der dritten Minute war die FSG auf Augenhöhe, ehe Leihgestern sich eine erste deutliche Führung erspielte (4:8, 9.). Zwar verkürzte Luisa Stiefel noch einmal (8:10, 15.), doch bis zur Pause zogen die Gastgeberinnen das Tempo weiter an und so lag Gettenau/Florstadt zur Pause bereits mit 13:18 zurück. Die zweite Hälfte ist schnell erzählt: Während die TSG so richtig in Spiellaune geriet, häuften sich aufseiten der Gäste die Fehler. In der 40. Minute betrug der Rückstand erstmals zehn Tore (15:25), und das Team von Marco Boller schaffte es nicht, die Heimsieben noch einmal unter Druck zu setzen. "Die erste Halbzeit war noch erträglich, auch wenn wir viel verworfen haben und nicht zurückgelaufen sind. Die zweite Hälfte war dann einfach in allen Belangen viel zu schwach. Wir haben verdient verloren", sagte Boller.

FSG Gettenau/Florstadt: Brockhoven; Bienek, Schulz, Doll, Schmeißer (1), Laura Müller (8/4), Freiter, Glaub (1), Bölke (1), Schmidt (1/1), Stiefel (4), Borst (4), Ende.

HSG Fernwald - HSG K/P/G Butzbach 26:14 (12:6):Bis zum 4:4 in der zehnten Minute hielten die Gäste noch gut mit, ehe ein erster Einbruch folgte und die favorisierten Fernwälderinnen fortan das Spielgeschehen bestimmten. Zur Pause lagen die Schützlinge von Rainer Pfaff folgerichtig bereits mit 6:12 zurück. Nach dem Wechsel konnte die Spielgemeinschaft aus Butzbach bis zur 40. Minute den Rückstand halten (7:15), ehe Fernwald noch einmal richtig aufdrehte und bis zur 54. Minute die Führung auf zehn Tore ausgebaut hatte (23:13). Pfaff sagte hinterher: "Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen. Trotz allem haben wir phasenweise mitgehalten, uns aber am Ende wehrlos ergeben."

HSG K/P/G Butzbach: Blum, Kammel; Jürgens (3), Schepp, Spata (1), Ketter (3/1), Bender (3/1), Harbort, Klarner (3), L. Geretschläger, Exner, Weiskopf (1), C. Geretschläger.

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