Mindestens acht Spieler müssen gehen

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(cd). Noch ist die Saison der Fußball-Regionalliga Südwest nicht offiziell für beendet erklärt worden. Manolo Rodas hat sich aber bereits verabschiedet. "Danke OFC für ein aufregendes Kapitel mit vielen Höhen und Tiefen", teilte der Außenangreifer via Instagram mit und machte damit als erster Spieler der Offenbacher Kickers publik, was in den vergangenen Tagen entschieden worden war: Mindestens acht Akteure werden beziehungsweise sollen den OFC nach dieser Saison verlassen.

Darunter ist auch einer, dessen Arbeitspapier noch über das Ende der Spielzeit hinaus gültig ist und der vor der Runde als großer Hoffnungsträger verpflichtet worden war: Richard Weil. "Wir planen sportlich nicht mehr mit ihm, aber er hat noch einen Vertrag", stellt Geschäftsführer Thomas Sobotzik klar. Der 32-jährige Routinier, der etliche Zweit- und Drittliga-Einsätze in seiner Vita hat, war geholt worden, weil er als Führungsspieler und Aufstiegsexperte gilt. Den Beweis blieb er in Offenbach aber schuldig. Weil fing gut an, kam jedoch nach längerer Verletzungspause nicht mehr in Tritt und verlor das Kapitänsamt an den Rosbacher Maik Vetter. Im Endeffekt wurde der gebürtige Frankfurter den hohen Erwartungen nicht gerecht.

Hartmann ist raus

Das gilt ebenso für Moritz Hartmann. Der Angreifer erzielte für den FC Ingolstadt zwischen 2015 und 2017 in 44 Erstliga-Spielen 13 Tore, in Offenbach tat sich der inzwischen 33-Jährige aber schwer. Vier Tore und zwei Vorlagen in 14 Pflichtspielen waren zu wenig. "Wir planen auf dieser Position anderweitig", erklärte Sobotzik.

Keinen neuen Vertrag erhalten zudem erwartungsgemäß Linksverteidiger Julian Scheffler und Offensivspieler Matias Pyysalo, denen schon im Winter mitgeteilt worden war, dass sie sich einen neuen Klub suchen können. Das galt einst auch für Luigi Campagna. Der Mittelfeld-Abräumer (Vertrag bis 2021) soll nun aber doch bleiben.

Den OFC verlassen werden zudem Ersatztorhüter Mario Seidel sowie Offensivspieler Niklas Hecht-Zirpel. "Das war jeweils ein eher beiderseitiger Entschluss", betonte der Geschäftsführer. "Wir wollen uns in der Offensive verstärken. Niklas wurde jetzt schon wenig eingesetzt, es wäre für ihn kommende Saison nicht besser geworden. Mario kam, um zu spielen. Dominik Draband ist in der Hierarchie jedoch die Nummer eins."

Wer kommt nun?

Besonders schwer gefallen ist den Verantwortlichen die Entscheidung im Fall Francesco Lovric. "Er ist ein guter Spieler und ein super Typ. Es geht jedoch auch um die Ausgewogenheit des Kaders", so Sobotzik. Die Entscheidung, künftig nicht mehr auf den vielseitigen Defensivmann zu setzen, könne man dann besser verstehen, wenn bekannt sei, wer alles komme, sagte der Chef der Profi GmbH.

Über interne und externe Zugänge will Sobotzik aber erst nach dem DFB-Bundestag am 25. Mai reden, wenn klar ist, wie es für die Regionalligen weitergeht. Kandidaten für einen Profi-Vertrag sind unter anderem die eigenen U 19-Spieler Marco Boras und Denis Huseinbasic. "Beide sind interessante Talente. Wir geben gerne jungen Leuten eine Chance, wenn die Qualität stimmt", sagte der Geschäftsführer. Das Duo verfügt aber offenbar nicht - wie einst verkündet - über einen Anschlussvertrag.

Weiter an sich binden will der OFC gerne Lucas Albrecht, Jakob Lemmer sowie Moritz Reinhardt. Bei Marco Schikora ist noch alles offen.

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