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Torjäger Mike Michalak steht nach zehn Kreisoberliga-Spielen bereits bei 20 Treffern für seinen TSV Dorn-Assenheim. Er hat die 40-Tore-Marke ins Auge gefasst.

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Mike Michalak: So tickt der Kreisoberliga-Torjäger

20 Tore in zehn Spielen: Mike Michalak steht mit dem TSV Dorn-Assenheim auf Rang zwei der Fußball-Kreisoberliga. Ein Gespräch.

Für Mike Michalak, Stürmer des TSV Dorn-Assenheim, könnte es in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg aktuell nicht besser laufen. Mit 20 erzielten Saisontoren in zehn Ligapartien ist er nicht nur Toptorjäger der Klasse, sondern hat auch maßgeblichen Anteil an der Platzierung seines Klubs, der aktuell auf dem zweiten Platz steht.

Im Interview verrät der 21-jährige Dorn-Assenheimer, was er mit seinem Team in dieser Spielzeit noch vor hat, was seine persönlichen Ziele für die Zukunft sind und warum er 2020 aus der Gruppenliga in die Kreisoberliga gewechselt ist.

Mit dem TSV Dorn-Assenheim sind Sie aktuell in der Kreisoberliga vorne mit dabei. Mit 20 Toren haben Sie daran maßgeblichen Anteil. Wie kommt es, dass es so gut läuft?

Hätte mir das vor der Saison jemand gesagt, dass ich nach zehn Spielen schon 20 Treffer erzielt habe, hätte ich es wohl nicht geglaubt. Aber es ist auch einfach eine geschlossene Mannschaftsleistung. Das Team präsentiert sich überragend, und ohne meine Mitspieler und meinen Trainer würde ich in der Torjägerliste nicht da stehen.

Wo soll die Reise in dieser Saison mit dem TSV noch hingehen?

Ich persönlich möchte schon unter die Top Fünf kommen. Für die Meisterschaft wird es wohl nicht ganz reichen. Wenn es ganz gut laufen würde, wäre vielleicht auch ein dritter Platz drin. Aber auf jeden Fall wollen wir die Spielzeit ordentlich abschließen.

Wie sehen Ihre persönlichen sportlichen Ziele für die Zukunft aus?

Ich möchte auf jeden Fall noch mal zwei oder drei Klassen höher spielen. In dieser Saison peile ich 40 Tore an. Alles darüber hinaus wäre ein Bonus.

Die lange Corona-Pause hatte beim TSV Dorn-Assenheim offensichtlich keine negativen Auswirkungen auf den Zustand der Mannschaft...

Eher nicht. Natürlich kannst du nicht jede Saison oben mitspielen. Aber dass wir aktuell so gut in der Tabelle dastehen, zeigt, dass sich die Jungs fit gehalten haben. Sonst wäre das alles gar nicht möglich. Ich selbst muss zugeben, dass ich die Laufschuhe nur ungerne anziehe und nicht wirklich gerne joggen gehe. Aber ich habe das natürlich während des Lockdowns auch gemacht.

Durch Ihre Tore ist das Team auf den ersten Blick ja schon ziemlich von Ihnen abhängig. Wer könnte Sie ersetzen, wenn Sie tatsächlich mal ausfallen?

Eine schwierige Frage. Natürlich habe ich viele Tore geschossen, aber ich will mich nicht so in den Vordergrund stellen. Es läuft bei uns auch viel über die Defensive, wir haben ein echtes Abwehrbollwerk hinten drin. Tore schießen können auch andere. Ich hoffe natürlich, dass ich nicht ausfalle, aber ich denke schon, dass ich in dieser Hinsicht irgendwo ersetzbar bin. Ich hatte bisher das Glück, dass ich noch nie länger verletzt war. Ich würde mich da als Gummimuskel bezeichnen (lacht), der lieber mal über die Grätsche des Verteidigers springt.

Als welche Art Stürmer würden Sie sich selbst beschreiben?

Ich denke vom Spielertyp her würde ein Timo Werner am ehesten zutreffen - also antrittsstark und schnell. Und natürlich treffsicher .

Wie sieht Ihre fußballerische Laufbahn aus? Wo und wann haben Sie mit dem Fußball begonnen?

Ich habe mit vier Jahren bei Dorn-Assenheim angefangen. Später habe ich dann noch in Reichelsheim, kurz beim VfB Gießen, in Bad Nauheim und Beienheim gespielt. Jetzt bin ich zurück beim TSV Dorn-Assenheim.

Sie sind im Sommer 2020 vom SKV Beienheim aus der Gruppenliga nach Dorn-Assenheim in die Kreisoberliga gewechselt. Wie kam es dazu?

Das wurde ich schon oft gefragt. Während meiner Zeit in Beienheim hat mir einfach der Spaß gefehlt. Und wenn der nicht mehr da ist, kannst du eigentlich auch aufhören mit Fußball. Ich wurde dann vom TSV angesprochen und habe gesagt, dass ich es mir mal anschauen werde. Und hier macht es jetzt wieder richtig viel Spaß. Es ist ja auch nicht jeder sportliche Rückschritt etwas Schlechtes. Manchmal muss man eben auch einen Schritt zurückgehen, um dann einen Sprung nach vorne machen zu können.

Gibt es ein Spiel in der jüngeren Vergangenheit, an das Sie sich besonders gerne erinnern?

Bei unserem ersten Spiel in dieser Saison gegen den SV Nieder-Wöllstadt hätte niemand gedacht, dass wir mit 4:0 überlegen gewinnen. Und einen Dreierpack im ersten Spiel zu machen, ist natürlich immer etwas Schönes. Vor allem nach so einer langen Pause. Aber ich erinnere mich auch gerne an das Spiel mit Beienheim 2018 gegen die Bosnier aus Frankfurt in der Gruppenliga. Ich wurde damals noch als A-Jugendlicher in der zweiten Hälfte eingewechselt und habe gleich einen Hattrick geschafft. Das war ein tolles Erlebnis.

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