Michael Fink zurück zum FC Gießen

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(sno). Der FC Gießen hat das Jahr 2020 so spektakulär beendet wie es im Gesamten verlaufen war: Ex-Profi Michael Fink kehrt als Spieler zurück zum Fußball-Regionalligisten. Er wird durch eine externe Lösung finanziert.

Fink, der einst für Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach auflief, spielte bereits in der Saison 2018/19 für den FC Gießen und war damals im defensiven Mittelfeld ein wichtiger Baustein für den Aufstieg von der Hessen- in die Regionalliga Südwest. Fink, der im Februar 39 Jahre alt wird, absolvierte in dieser Saison bislang elf Hessenligapartien für Hanau 93.

Der Rückkehrer trainiert ab sofort mit der Mannschaft, die am 9. Januar mit einem Heimspiel gegen den TSV Steinbach Haiger (14 Uhr, Waldstadion) als Tabellenvorletzter in die Restrunde startet.

Der 38-Jährige war zuletzt Spielertrainer beim Hessenligisten Hanau 93. Dort soll Fink nach Angaben aus Hanau weiterhin als Trainer tätig sein, nicht aber als Spieler - nach dortigen Angaben soll Fink somit in Doppelfunktion bis zum Sommer aktiv sein. "Es ist eine besondere Konstellation, es geht um seinen besten Freund Daniyel Cimen, mit dem wir ja auch seit seiner Zeit als Spieler bei uns noch eng verbunden sind", erklärt Hanaus Sportlicher Leiter Alexander Hagikian.

Fink kehrt als Freundschaftsdienst und Spieler zu seinem Trauzeugen und Coach zurück. Die Trainingszeiten würden laut Fink nicht kollidieren, auch die Spieltermine seien bei bislang potenziellen Überschneidungen durch Verlegungen handelbar.

Beim FC Gießen, der von Notvorstand Schmidt nach dem Rückzug des Vorstandes und der Trennung von der "FCG Offensive GmbH" durch eine schwierige Zeit geführt wird, bahnen sich zudem weitere personelle Veränderungen an. Angesichts der prekären finanziellen Lage um die laufenden Spielbetriebskosten und die Altlasten erklärt Rechtsanwalt Schmidt: "Wir wollen die Klasse unbedingt halten, müssen die sportliche Konkurrenzfähigkeit sichern. Dabei helfen externe Lösungen. Auf der anderen Seite müssen wir vernünftig Kosten reduzieren, um das Überleben des FC Gießen zu sichern." So musste in dieser Woche bereits Torwarttrainer Jörg Kässmann gehen, Betreuer Sascha Becker hat am Dienstagabend schriftlich eigenständig gekündigt. Grund für die Kündigung sind demnach Differenzen bezüglich der Bezahlung.

Mit Innenverteidiger Felix Lau, der in die zweite Mannschaft rückt, sowie Christos Tsakirakis und Sebastian Butz, deren Verträge aufgelöst wurden, stehen bereits drei Abgänge fest. Weitere Änderungen sind zu erwarten, vor allem in der Offensive dürfte sich beim FC Gießen noch vor dem Restrundenstart etwas tun.

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