Merz: "Verfolger zunächst auf Distanz halten"

(mam) In der Handball-Bezirksoberliga Gießen ist der WSV Oppershofen am vergangenen Sonntag mit einem 30:25 (13:16)-Auswärtserfolg bei der HSG Lollar/Ruttershausen stark in die Rückrunde gestartet. WZ-Mitarbeiterin Martina Merz sprach nach der Partie mit WSV-Trainer Manfred Merz über die Begegnung und die weiteren Ziele für die noch ausstehenden zwölf Spiele.

Nachdem die Grün-Weißen aus den letzten vier Hinrundenspielen nur 3:5 Punkte geholt hatten, wollen sie nun wieder angreifen. Mit dem Erfolg in Lollar konnte sich der WSV in der Tabelle am TSV Griedel, der bei der SU Nieder-Florstadt mit 32:39 unterlag, vorbeischieben und belegt nun mit 19:9 Zählern den vierten Rang.

Haben Sie trotz der Ausfälle von Fabian Exner, Bardo Raab und Raphael Siegel mit einem so erfolgreichen Rückrundenauftakt gerechnet?

Manfred Merz: Das kann ich mit einem klaren Ja beantworten. Wir wussten zwar, dass es sehr schwer wird, aber die Mannschaft hat unser uneingeschränktes Vertrauen. Wir haben bereits beim Turnier in Friedberg in einer ähnlichen personellen Konstellation teilweise sehr starke Leistungen abgeliefert. Die Anfangsformation mit Steffen Roth, Kreuzer, Wagner, Bergemann, Luh, Muth und Winkler hatte ein Durchschnittsalter von gerade mal 20 Jahren. Aber die Jungs können alle Handball spielen, und die erfahrenen Kräfte im Team geben den Jungen Sicherheit. Wenn es einmal nicht so läuft, ist da noch immer noch ein routinierter Spieler, der seine Erfahrung einbringen kann. Das haben zum Beispiel Patrick Simon und Stefan Grünen am Sonntag sehr gut gemacht.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Comeback von Jan Krausko [Anm. d. Red.: Artikel unten]?

Merz: Jan hat gezeigt, dass er uns auf Anhieb weiterhelfen kann und damit die in ihn gesetzten Erwartungen voll und ganz erfüllt. Wir sind sehr froh und auch ein bisschen stolz darauf, dass er uns hilft. Denn er hatte auch eine ganze Reihe weiterer Optionen. Aber offensichtlich macht es ihm Spaß bei uns, und das hat man am Sonntag auch deutlich gesehen.

Was hat Ihnen am Sonntag besonders gut gefallen?

Merz: Die zweite Halbzeit, die mit 17:9 an uns ging, war richtig gut. Abwehr und Torwart haben toll gearbeitet. Im Angriff haben Klaus Bergemann und Michael Wagner auf der Mitte über 60 Minuten überzeugt und alles gegeben, um Raphael Siegel zu ersetzen. Unsere jungen Linkshänder Julian Muth und Tim Florian Luh haben zusammen zwölf Treffer gemacht, aber auch Thorsten Jüngel hat wichtige Tore gemacht. Ich tue mich schwer damit, einzelne hervorzuheben, denn es war eine geschlossene Mannschaftsleistung des gesamten Teams.

Wie lauten die weiteren Ziele für diese Saison?

Merz: Nach der Vizemeisterschaft im ersten Jahr und Platz drei in der vergangenen Runde wollen wir auch diesmal nicht schlechter abschneiden. Deshalb wollen wir mindestens noch einen Platz gut machen. Die Runde ist mit zwölf Spielen noch lang. Erst einmal wollen wir aber im Januar unsere direkten Verfolger aus Rechtenbach und Mörlen auf Distanz halten und unseren Platz in der Spitzengruppe festigen. Dann sehen wir weiter.

Manfred Merz, vielen Dank für das Gespräch.

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