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Ab November ist der heimische Fußballnachwuchs wieder bei den Futsal-Hallenkreismeisterschaften im Einsatz, um die Winterpause zu überbrücken. (Symbolfoto: Friedrich)

Futsal-Hallenrunde der Junioren

Mehr als 200 Mannschaften im Einsatz: Das müssen Sie über die Futsal-Hallenrunde der Junioren wissen

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Im November startet die Futsal-Hallenrunde der Junioren im Kreis Friedberg so richtig durch. Über 200 Teams sind bis Anfang März am Start. Hier gibt es alle wichtigen Infos auf einen Blick.

Budenzauber statt Winter-Blues - auch wenn es bis zur offiziellen Winterpause im Amateurfußball noch vier Wochen hin sind, gehen doch zumindest die Jugendfußballer schon einmal in die Halle. Während die G-, F- und E-Junioren bereits am vergangenen Wochenende aktiv waren, steigen nun nach und nach bis Ende November auch die D-, C- und B-Junioren ins Geschehen ein, ehe die A-Junioren Mitte Dezember ebenfalls bei der Futsal-Hallenrunde des Kreises Friedberg mitmachen.

Nur die Gruppensieger der Gruppen A und B kommen ins Finale

"Die Futsal-Hallenrunde dient der Überbrückung der Winterpause im Fußball. Sie ist aber nur durch die großzügige Bereitstellung von Hallenzeiten durch die Kommunen möglich, betont die stellvertretende Kreisjugendwartin Dörthe Wacker. Die Vereine hätten sich diese Zeiten in Eigenregie gesichert und würden nun bis zum Endspieltag am 1. März an elf unterschiedlichen Standorten ihren Kreismeister ausspielen. Insgesamt sind 201 Mannschaften am Start.

Gespielt wird zunächst in Gruppe - je nach Altersstärke in unterschiedlicher Anzahl und Stärke. Wichtig zu wissen. Jeweils nur die Gruppensieger der Gruppen A und B kommen zum gemeinsamen Endspieltag, die (möglichen) restlichen Gruppen spielen außer Konkurrenz, da es sich meist um Zweit- oder Drittmannschaften handelt. "Wir wollen am Ende ein echtes Endspiel haben", erklärt Wacker den Modus. Ebenfalls ein wichtiger Hinweis: Nur von den E- bis zu den A-Junioren werden Kreismeister ausgespielt, die G- und F-Junioren spielen - wie auch in der Runde im Freien - im Fair-Play-Liga-Modus gegeneinander, sprich: ohne Ergebnisse und damit ohne Sieger.

Jetzt fix: Keine Futsal-Hallenrunde bei den Erwachsenen mehr

Bei den Erwachsenen gibt es unterdessen erstmals keine offizielle Hallenrunde des Kreises, wie der sonst dafür zuständige Klassenleiter Harald Wilke auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte. Der Grund: mangelndes Interesse. Kreisfußballwart Thorsten Bastian erklärte, man habe den Vereinen die Wahl gelassen, ob sie an einer Futsal-Hallenkreismeisterschaft interessiert sind oder nicht - und die Mehrheit habe sich dagegen entschieden. Gründe dafür sind nach Auskunft der Vereinsverantwortlichen unter anderem das höhere Verletzungsrisiko und damit die Gefahr, auf Spieler bei Rückrundenstart Anfang März verzichten zu müssen.

"Es wäre schon schön gewesen, wenn wir wieder eine Hallenkreismeisterschaft gehabt hätten, aber ist es eben so. Ich persönlich habe es immer gemocht, wenn sich mehrere Mannschaften zu einem Zeitpunkt in der Halle getroffen haben. Da hat man immer ein paar Bekannte getroffen", sagt Bastian. Auch eine Initiative, für die willigen Mannschaften einen Spielbetrieb gemeinsam mit dem Kreis Büdingen zu organisieren, ist gescheitert, da der Büdinger Kreisfußballausschuss aus Gründen der Organisation und Tradition letztlich ebenfalls kein echtes Interesse gehabt habe. "Das kann ich auch verstehen, die haben dort noch eine komplette Runde und das würde total verwässert, wenn da jetzt plötzlich zehn Mannschaften aus dem Kreis Friedberg mitspielen würden", sagt Bastian. "Der Hallenfußball hat heute einfach nicht mehr den Stellenwert wie früher." Übrigens: Auch Anfragen für privat-organisierte Turniere liegen dem Kreisfußballwart bis jetzt noch nicht vor. Unter anderem gehört der Florstädter Silvester-Cup traditionell zum Hallenfußballprogramm der Region.

Das sind die Futsal-Regeln für die Hallenrunde

Futsal unterscheidet sich übrigens vom klassischen Hallenfußball: Gespielt wird auf Handballtore. Der Ball wird nicht eingeworfen sondern eingekickt. Es gibt keine Bande. Eine Mannschaft besteht aus einem Torwart und vier Feldspielern. Die Fouls, die eine Mannschaft begeht, werden gezählt und kumuliert. Ab dem sechsten Foulspiel wird jeweils ein Strafstoß verhängt. Rempeln, Grätschen und harte Tacklings sind untersagt. Diese Festlegungen sorgt dafür, dass es fairer zugeht und weniger aggressiv gespielt wird. Auch die Beschaffenheit und Größe des Balles unterscheiden sich: Er ist etwas kleiner und weicher mit geringeren Sprungeigenschaften. Ziel ist ein fast körperloses, sehr schnelles und technisch hochwertiges Spiel.

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