Mit mehr Geld zum Aufstieg

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Fünf Spiele noch, dann ist die sechste Fußball-Regionalliga-Saison für die Offenbacher Kickers beendet, und eine neue Zeitrechnung soll beginnen. Die Planungen einer neuen Führungsriege laufen auf Hochtouren: In der kommenden Saison sollen die Kickers mit einem deutlich erhöhten Etat (bisher 1,4 Millionen für Mannschaft und Trainer) in der Lage sein, um Meisterschaft und Aufstieg mitspielen zu können.

Fünf Spiele noch, dann ist die sechste Fußball-Regionalliga-Saison für die Offenbacher Kickers beendet, und eine neue Zeitrechnung soll beginnen. Die Planungen einer neuen Führungsriege laufen auf Hochtouren: In der kommenden Saison sollen die Kickers mit einem deutlich erhöhten Etat (bisher 1,4 Millionen für Mannschaft und Trainer) in der Lage sein, um Meisterschaft und Aufstieg mitspielen zu können.

Treibende Kraft der neuen OFC-Offensive ist Joachim Wagner. Der 52-jährige gebürtige Offenbacher hat sich mit einigen OFC-Freunden, darunter auch die derzeitigen Verwaltungsräte Peter Roth, Jörg Briel, Roland Straub und Sven Thielmann sowie der jetzige Schatzmeister Daniel Simon, zum Ziel gesetzt, mit einem auf drei Jahre ausgelegten Projekt die Kickers "mindestens eine Klasse höher zu bringen".

"Wir wollen endlich aus dem negativen Strudel der Depression herauskommen und eine bessere Zukunft erarbeiten", sagt Wagner. Er ist seit seiner Kindheit Kickers-Anhänger und hat in der OFC-Jugend gespielt. Der inzwischen in Wiesbaden lebende Unternehmer unterstützt die Kickers seit vielen Jahren, ist als Mieter einer Loge Dauergast auf dem Bieberer Berg.

Drei-Jahres-Plan ausgearbeitet

Bewusst will man nicht nur eine Saison lang investieren, da ein einmaliger Zuschuss die Meisterschaft nicht garantieren könne. Deshalb sollen die Investitionen auf drei Jahre ausgelegt sein. Die Gruppierung steht auch bereit, Verantwortung im Präsidium und Aufsichtsrat zu übernehmen. Joachim Wagner würde dann als OFC-Präsident kandidieren. Dieses Amt ist seit dem Rücktritt von Helmut Spahn im September 2018 nicht besetzt. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist noch im Sommer geplant.

Dass die Zusammenarbeit zwischen dem OFC und Geschäftsführer Christopher Fiori nicht über das Saisonende hinaus fortgesetzt wird, dürfte auch schon mit der neuen Ausrichtung zu tun haben. Wagner und Co. werden so schnell wie möglich in die Finanzierung und Planungen für die neue Saison einsteigen. Man wolle auf keinen Fall bis in den Sommer warten, um nicht ein Jahr zu verlieren, heißt es. Somit müssen die Personalplanungen in den nächsten Wochen ziemlich vorangetrieben werden.

Denn mit der jetzigen Mannschaft ist eine Meisterschaft nicht zu erreichen. Die sportliche Leitung mit Trainer Daniel Steuernagel und Sportdirektor Sead Mehic wird nicht in Frage gestellt. Die neue OFC-Führung traut dem Duo zu, mit einem erhöhten Etat die erhöhten Anspruche erfüllen zu können. "Es geht in die richtige Richtung", freut sich Steuernagel: "Denn der Anspruch, den der Klub hat, ist mit dem bisherigen Etat nicht zu erfüllen." Gleichwohl warnte der OFC-Trainer vor überzogenen Erwartungen im Vergleich zu weiterhin finanzstarken Klubs wie dem 1. FC Saarbrücken, dem FC Homburg, SV Elversberg oder dem TSV Steinbach Haiger: "Wir werden die Konkurrenz jetzt sicher nicht überholen, sondern die Lücke wird nur etwas kleiner."

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