Maximal ein Niederschlag

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(joko). Natürlich waren die Spieler und auch die mitgereisten 200 Offenbacher Anhänger nach der 0:3-Niederlage beim VfR Aalen zum Re-Start der Fußball-Regionalliga Südwest mehr als enttäuscht. Die Mannschaft um Kapitän Maik Vetter stellte sich nach dem Spiel allerdings auch gleich den Fragen der Fans - und der der Journalisten. Im Interview beschreibt der Wetterauer, der bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere Mannschaftsführer des Traditionsklubs ist, wie er die Nachholpartie gesehen, wie er das Gespräch mit den Fans erlebt hat und warum dennoch von Abstiegskampf keine Rede sein kann.

Maik Vetter, das war nicht das, was man sich für den Auftakt 2020 vorgestellt hatte, oder?

Nein, auf keinen Fall. Die Vorbereitung war richtig gut und wir hatten alle ein sehr gutes Gefühl. Aber dann haben wir Aalen eingeladen und uns selbst geschlagen.

Die ersten zehn Minuten waren schon erschreckend anzusehen - mit klaren Chance für Aalen…

Ja, da können wir froh sein, dass Aalen das erste Tor da noch nicht gemacht hat. In der zweiten Halbzeit waren wir eigentlich gut im Spiel, aber wir haben leider keine klare Torchance herausgespielt.

Haben Sie eine Erklärung, dass man sich nicht auf die Aalener Spielweise einstellen konnte?

Wir wussten genau, was uns erwartet. Wir wollten den Zwischenraum zwischen ihren Stürmern und dem Mittelfeld bespielen, aber dabei haben wir dann zu viele einfache Fehler gemacht. Wir waren deshalb aufgerückt, und das haben sie mit ihren schnellen Stürmern ausgenutzt.

Es sind nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den ersten möglichen Abstiegsplatz. Wie bewerten Sie die Situation?

Mit dem Abstiegsplatz wollen wir uns trotzdem jetzt erst mal nicht beschäftigen. Wir haben gute Ansätze gezeigt, in der Vorbereitung sowieso. Wir wissen alle, dass wir es besser können. 0:3 ist ein harter Schlag, aber wir dürfen jetzt nicht alles schlecht reden und negativ sehen. Es wird auch wieder bessere Zeiten geben.

Die Mannschaft ist nach dem Spiel geschlossen vor den Fanblock gegangen. Dort herrschte sicher Unzufriedenheit, oder?

Ja, klar. Die Fans wollten uns gewinnen sehen und dann ging es genau in die andere Richtung. Dementsprechend enttäuscht und sauer waren alle - natürlich auch zu Recht. Aber wir können nur gemeinsam da rauskommen und wieder besser werden. Es liegt jetzt an uns, weniger zu reden und mehr gute Spiele zu liefern. Das war ein Niederschlag, aber noch kein k. o.

Am Samstag empfängt der OFC den Bahlinger SC (14 Uhr).

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