1. Wetterauer Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

Matchball für Rote Teufel Bad Nauheim

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

(vs) In der Nacht zum Mittwoch um vier Uhr losgefahren, um 12 Uhr Mittags das Ziel in Berlin erreicht: Die Roten Teufel Bad Nauheim konnten sich für das um 14 Uhr angesetzte vierte Spiel der best-of-seven-Serie ohne »Busbeine« optimal auf diese Partie vorbereiten.

Und weil die großen Eisbären die großen Kabinen vor dem Spiel gegen die Hamburg Freezers okkupiert hatten, mussten sich die Roten Teufel mit einem winzigen Umkleide-Kabuff begnügen, das allerdings psychologisch großen Wert besaß: Vor dieser wichtigen Play-down-Partie ist die Mannschaft von Trainer Fred Carroll noch enger zusammengewachsen, und nach dem späteren 2:1-Erfolg ist das Selbstwertgefühl noch mehr gewachsen. Heute Abend (19.30 Uhr) hat der Bad Nauheimer Oberligist in der fünften Begegnung im Colonel-Knight-Stadion Matchball.

So sicher wie die Iserlohner gegen Frankfurt darf sich der EC jedoch nicht fühlen. Das könnte ein böses Erwachen zur Folge haben. »Ich hoffe, dass am Freitag alles vorbei ist und wir die strapaziösen Berlin-Fahrten hinter uns haben«, sagte ein zuversichtlicher EC-Coach Fred Carroll, der seiner Mannschaft nach dem dritten Erfolg gegen die keineswegs enttäuschenden Berliner zutraut, im fünften Aufeinandertreffen den großen Coup zu landen.

»Vor allem in der Schlussphase haben wir im Spiel sechs gegen drei und in den letzten 15 Sekunden sechs gegen vier cool gespielt. Die Jungs haben gezeigt, was sie können«, freut sich Carroll über die Tatsache, dass seine Vorgaben strikt eingehalten wurden.

Bei der Video-Analyse ist vor allem aufgefallen: Geduld im Unterzahlspiel zahlt sich aus. Was Fred Carroll besonders imponiert hat, ist das professionelle Verhalten des Kontin-gentspielers Mat Ponto, der in den letzten drei Begegnungen »super gearbeitet« und auch mit seinen motivierenden Worten auf der Bank »Führungsqualität unter Beweis gestellt hat.« Hervorragende Kritiken bekam auch EC-Keeper David-Lee Paton, auf den zurzeit Verlass ist. Selbst nach dem 0:1-Rückstand war laut Carroll der Siegswille im Team ungebrochen. Und so will der RT-Trainer seine in Bestbesetzung antretende Mannschaft auch heute sehen, um nach einem programmierten vierten Sieg frühzeitig Planungssicherheit für die kommende Oberliga-Saison zu bekommen.

Auch interessant

Kommentare