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Beim Futsal-Cup des Fußballkreises Büdingen in Nidda kam es zu Ausschreitungen.

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Massenschlägerei bei Büdinger Futsal-Cup in Nidda - Video hilft bei Ermittlungen

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Drei Rote Karten, zwei ausgeschlossene Vereine, ein Spielabbruch und ein großer Polizeieinsatz: Der Futsal-Cup des Fußballkreises Büdingen sorgt für Gewaltszenen. Der Sport wird zur Nebensache.

  • Heftige Szenen bei Futsal-Cup in Nidda
  • Spiel nach schweren Ausschreitungen abgebrochen
  • Jagdszenen in der Sporthalle
  • Anzeige gegen Unbekannt

Update, 27.1.2020, 16.20 Uhr - Am Freitag gegen 22.40 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf ein. Eine Frau hatte eine Schlägerei mit mehreren Beteiligten in einer Sporthalle "Am Heiligen Kreuz" gemeldet. Als drei Streifen der Polizei kurz darauf vor Ort eintrafen, hatte sich die Lage offenbar wieder beruhigt. 

Büdinger Futsal-Cup in Nidda: Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

Aufgrund des im Netz aufgetauchten Videos der Schlägerei hat die Polizei in Büdingen nun weitere Ermittlungen aufgenommen. Wegen des Anfangsverdachts einer gefährlichen Körperverletzung wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet. 

Zuschauer und Spieler, die Zeugen der Auseinandersetzung geworden sind, werden gebeten, sich mit der Polizei Büdingen (Tel.: 0 60 42/9 64 80) in Verbindung zu setzen. Zudem bittet die Polizei weiteres Videomaterial der Auseinandersetzung für die Ermittlungen zur Verfügung zu stellen.

Erstmeldung, 26.1.2020, 19.15 Uhr - Hässliche Szenen mit unglaublicher Gewalt überschatteten das sportliche Geschehen bei der Zwischenrunde des Büdinger Futsal-Cups in der Sporthalle in Nidda. Das Gruppenspiel zwischen dem Kreisoberligisten SG Büdingen und dem B-Ligisten VfB Rodheim wurde beim Stand von 2:1 für die SGB rund anderthalb Minuten vor dem Ende nach schweren Ausschreitungen abgebrochen. Zuvor hatten drei Spieler wegen Tätlichkeiten die Rote Karte gesehen. Beide Mannschaften wurden vom ausrichtenden Kreisfußballausschuss vom Turnier ausgeschlossen. 

Büdinger Futsal-Cup in Nidda: Rudelbildung auf dem Feld, dann mischen auch noch die Zuschauer mit

Auslöser der Tumulte war eine Rudelbildung während des Spiels, bei der schon erstmals die Fäuste flogen. Der heranstürmende Torwart des VfB Rodheim sorgte mit Anlauf und einem satten Kung-Fu-Tritt inmitten die Spielertraube für den negativen Höhepunkt. Die Schiedsrichter Volker Höpp (Dauernheim) und Rolf Seifert (Lindheim) behielten den Überblick und verwiesen berechtigterweise drei Spieler mit der Roten Karte des Feldes. Neben dem Keeper der Rodheimer traf es auch noch einen weiteren Spieler des VfB sowie auch den Schlussmann der Büdinger. Wenig später brachen auf dem Spielfeld aber alle Dämme. Spieler und auf das Parkett stürmende Zuschauer lieferten sich heftige Prügelszenen in Wild-West-Manier, auf der Tribüne suchten Mütter mit ihren kleinen Kindern fluchtartig Schutz auf oberen Sitzreihen. (Update: VfB Rodheim nach Prügel-Eklat: "Schwierigste Entscheidung der Vereinsgeschichte")

Der Spielabbruch war für die Schiedsrichter, wie der erfahrene Hessenliga-Unparteiische Volker Höpp im Nachgang erklärte, die einzig mögliche Konsequenz, um dem teils brutalen Tohuwabohu ein Ende zu setzen und die Sicherheit Unbeteiligter nicht weiter zu gefährden. Als rund 20 Minuten später mehrere Polizeibeamte mit drei Streifenwagen anrückten, hatten sich die Gemüter wieder einigermaßen beruhigt und das ansonsten fair verlaufene Turnier wurde fortgeführt.

Büdinger Futsal-Cup in Nidda: Kreisfußballwart Jörg Hinterseher spricht von "bedauerlichen Vorfällen"

Bleiben wird gewiss ein Imageschaden. Die auf einem bald kursierenden Internetvideo festgehaltenen Jagdszenen in der Sporthalle sorgten jedenfalls für Entsetzen und Fassungslosigkeit. Den beiden beteiligten Vereinen drohen jetzt Sanktionen durch das Kreissportgericht. Der in der Halle anwesende Kreisfußballwart Jörg Hinterseher sprach von „bedauerlichen Vorfällen“, lehnte mit dem Verweis auf ein schwebendes Verfahren gegenüber dieser Zeitung aber jede weitere Kommentierung ab. „Der Kreisfußballausschuss wird in den nächsten Tagen beziehungsweise bei seiner nächsten turnusmäßigen Sitzung darüber beraten, wie mit der Situation umzugehen ist“, erklärte Hinterseher weiter.

Sieger beim Futsal-Cup wurde wie in den beiden Vorjahren erneut der FC Alemannia Gedern. Der Kreisoberligist setzte sich im Finale gegen Ligakonkurrent Viktoria Nidda knapp mit 1:0 durch. Das Neunmeterschießen um den dritten Platz entschieden die Sportfreunde Oberau mit 7:6 gegen den VfR Wenings für sich. Die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim und der FSV Dauernheim scheiterten in der Zwischenrunde. Der SV Ranstadt qualifizierte sich für den Finaltag, schied dort aber in einer Gruppe mit den beiden späteren Finalisten aus.

Ein Insider weiß mehr über die Vorgeschichte.

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