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Spielertrainer Dennis Matter und der FC Hessen Massenheim sind auf dem besten Weg, als Meister der A-Liga in die Kreisoberliga Friedberg aufsteigen. (Foto: Nici Merz)

FC Hessen Massenheim

Massenheimer Trainer im Interview: "Werden erst feiern, wenn es auch etwas zu feiern gibt"

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Der FC Hessen Massenheim könnte angesichts von zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz bereits den Meistersekt in der Kreisliga A Friedberg kaltstellen, doch Spielertrainer Dennis Matter warnt.

Das Rennen um die Aufstiegstickets in der Fußball-Kreisliga A Friedberg hat sich nach der überraschenden Niederlage des Tabellenvierten aus Beienheim in Ober-Hörgern (2:5) am Sonntag zu einem Dreikampf zwischen den Teams aus Massenheim, Burg-Gräfenrode und Dorn-Assenheim/Weckesheim entwickelt. Die Fußballschuhe schnüren und ihre Spielstärke unter Beweis stellen konnten die Kicker des FC Hessen Massenheim aufgrund der Spielabsage des Gegners aus Fauerbach am vergangenen Wochenende zwar nicht, dennoch ist die Elf von Spielertrainer Dennis Matter in der Friedberger A-Liga weiterhin das Maß aller Dinge. Sechs Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Vorsprung des Spitzenreiters auf den Tabellenzweiten aus Burg-Gräfenrode vier Zähler, das Polster auf den Relegationsplatz sogar zehn Punkte. Im Gespräch mit der WZ-Sportredaktion erklärt Massenheims Spielertrainer Dennis Matter, warum das Rennen um die Aufstiegsplätze für ihn aber noch längst nicht entschieden ist, was die Gründe für die erfolgreiche Saison seiner Elf sind und wie die Mannschaft in der Kreisoberliga bestehen könnte.

Herr Matter, angesichts von zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz sei die Frage erlaubt, was dem Aufstieg ihrer Mannschaft in die Kreisoberliga noch im Weg steht?

Dennis Matter: Auf dem Papier nicht viel, allerdings tun wir gut daran, auch weiterhin bescheiden zu bleiben. Wir werden erst feiern, wenn es auch etwas zu feiern gibt. Bis dahin bleiben wir auf dem Teppich und konzentrieren uns auf die verbleibenden sechs Spiele, in denen noch einiges passieren kann. Wir haben noch schwere Auswärtshürden in Bad Nauheim, Trais und Melbach sowie das direkte Duell gegen den Zweiten Burg-Gräfenrode vor der Brust. Da bleibt keine Zeit zum Ausruhen, denn die Verfolger warten nur auf einen Ausrutscher von uns.

Die Spieler sind sich für nichts zu schade und geben alles für ihre Mitspieler und den Erfolg der Mannschaft

Dennis Matter

Hat man in Massenheim vor der Runde damit gerechnet, sechs Spieltage vor dem Saisonende das Tableau in der Kreisliga A Friedberg anzuführen?

Matter: Unser Saisonziel war es, oben mitzuspielen. Mit der Meisterschaft hat aber sicherlich niemand gerechnet. Mir war klar, dass die Mannschaft über große Qualität verfügt und jeden Gegner der Liga schlagen kann. Eine solche Konstanz, wie sie die Jungs aktuell zeigen, habe ich allerdings nicht erwartet.

Was sind die Hauptgründe für die erfolgreiche Saison Ihrer Mannschaft?

Matter: Die mannschaftliche Geschlossenheit ist sicherlich der Hauptfaktor für unseren Erfolg. In Massenheim ist das Team der Star. Die Spieler sind sich für nichts zu schade und geben alles für ihre Mitspieler und den Erfolg der Mannschaft. Auch die Mischung aus Jung und Alt ist ein wichtiger Faktor. Als Beispiele sind hier Manuel Hohmann als erfahrener Mann und Sascha Plagentz als junger Spieler zu nennen. Auch im Umfeld passiert enorm viel. Der komplette Spielausschuss besteht aus jungen, engagierten Leuten, die sich mit ganzem Herzen in das Vereinsleben einbringen. Sportlich haben wir in diesem Jahr das Augenmerk auf unsere Defensive gelegt. Die wenigen Gegentreffer geben mir damit Recht. Als Trainer lege ich viel Wert auf das spielerische Element. Auch das gelingt uns in dieser Saison recht gut. Allerdings muss man auch zugeben, dass wir in einigen Partien das Quäntchen Glück auf unserer Seite hatten. Wir haben Spiele gewonnen, die wir in den letzten Jahren verloren hätten. Es passt aktuell einfach sehr viel zusammen und ich würde mich für meine Mannschaft freuen, wenn sie sich am Ende mit der Meisterschaft belohnen würde.

Ich bin fest davon überzeugt, dass der eine oder andere Spieler leistungsmäßig noch einen Schritt nach vorn machen wird

Dennis Matter

Drei Jahre nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga Friedberg stehen die Chancen auf eine Rückkehr aktuell sehr gut. Sehen Sie Ihre Mannschaft gut gerüstet, auch im Oberhaus des Friedberger Fußballkreises bestehen zu können?

Matter: Seitdem ich in Massenheim aktiv bin, gab es nie große Veränderungen am Kader und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Die Mannschaft spielt seit Jahren in konstanter Besetzung zusammen. Das spricht für den Verein und die Spieler. Sollte es mit dem Aufstieg in die Kreisoberliga klappen, wäre die Zielsetzung natürlich eine andere als in dieser Saison. Dennoch werden wir uns nicht verstecken oder klein reden. Ich bin fest davon überzeugt, dass der eine oder andere Spieler leistungsmäßig noch einen Schritt nach vorn machen wird. Sascha Plagentz, Yannik Dillenseger, Leo Geppert, Robert Schuch, Benedikt Grzyb und Jan Anders sind etwa allesamt junge Spieler, die noch lange nicht auf ihrem Zenit sind.

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