Marco Weber hat in zehn Spielen bereits 23 Treffer für seinen neuen Verein FC Kaichen erzielt.
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Marco Weber hat in zehn Spielen bereits 23 Treffer für seinen neuen Verein FC Kaichen erzielt.

Fußball

Marco Weber: Bulliger Flitzer mit Köpfchen

  • Christoph Sommerfeld
    VonChristoph Sommerfeld
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Marco Weber kommt auf bislang 23 Tore für den FC Kaichen in der Fußball-Kreisliga A Friedberg. Im Interview erklärt er, warum er kein Star sein will und warum die Mannschaft wichtiger ist.

Der FC Kaichen erlebt in der Fußball-Kreisliga A Friedberg einen Höhenflug und liegt nach zehn Partien auf Meisterkurs. Eine Favoritenrolle hatte das Team um Spielertrainer Marcel Kopp allemal inne, ehe die Runde startete. Immerhin holte man mit Marco Weber einen gestandenen Gruppenliga-Torjäger an die Lögesmühle, der zu gemeinsamen Usinger Zeiten mit Kopp schon um Verbandsligazähler kickte. Dennoch müssen theoretisch gute Bedingungen erstmal in Punkte und Tore umgewandelt werden. Weber kommt nach zehn Spielen auf stolze 23 Treffer.

Beim FC Kaichen läuft es derzeit rund. Und bei Ihnen persönlich auch. Wie kommt’s?

Wir haben eine tolle Stimmung im Verein. Es gibt keinen Star, auch wenn meine aktuell 23 Tore oft herausgehoben werden. Aber ich hatte mir das auch so vorgestellt, als ich in Kaichen zugesagt habe, weil ich wusste, wie Marcel Kopp arbeitet. Er hat großen Anteil am Erfolg.

Wie kam es im Sommer zu Ihrem Wechsel aus der Gruppen- in die Kreisliga?

Ich bin zu Beginn des Jahres zum zweiten mal am Knie operiert worden und wollte sportlich ein bisschen kürzertreten. Der Kontakt zu Marcel ist nie abgerissen. Ich hatte mich zwei bis drei mal mit ihm und Boris Vetter (Vorstand Sport; Anm. d. Red.) getroffen und habe mich dann entschieden. Jetzt bin ich froh, den Schritt gegangen zu sein.

In einem Interview aus 2017 bekennen Sie sich noch zu Ihrem alten Verein FC Neu-Anspach und schließen einen Wechsel mit den Worten aus »da können Anfragen kommen, wie sie wollen«

Das Interview war natürlich vor meiner zweiten schlimmen Verletzung. Ich wollte nach der Operation einfach nicht mehr auf Verbands- oder Gruppenliga-Niveau spielen. Es war keine Entscheidung gegen den FC Neu-Anspach, ich bin nicht im Streit gegangen. Zu vielen ehemaligen Mitspielern habe ich noch immer Kontakt.

Sie hatten mit 18 Jahren einen Kreuzbandriss und nun in diesem Jahr ihre zweite Operation. Wie fühlen Sie sich derzeit?

Im Moment bin ich schmerzfrei. Als ich dieses Jahr wieder ins Training eingestiegen bin, war das Knie ein wenig dick. Das lag aber auch daran, dass ich ein bisschen früh mit der Belastung begonnen habe.

Als welche Art Stürmer würden Sie sich selbst beschreiben?

Trotz meiner 1,90 Meter Körpergröße hatte ich in den vergangenen Spielzeiten immer recht wenig Kopfballtreffer erzielt. Für Kaichen sind es jetzt immerhin schon sechs oder sieben Tore mit dem Kopf. Auch da kann ich also noch lernen. Viele halten mich aufgrund meiner Masse zudem immer für den bulligen Strafraumstürmer. Tatsächlich bin ich für meine Größe aber auch recht schnell unterwegs.

Wohin geht die Reise in dieser Saison noch mit dem FC Kaichen? Und wie sehen Ihre persönlichen Ziele als Spieler aus?

Für den Verein sollte bzw. muss das Ziel sein, als Meister in die Kreisoberliga aufzusteigen. Mit diesem Kader müssen wir das einfach schaffen. Wie viele Tore ich jetzt dabei schieße, ist mir gar nicht so wichtig. Das war früher anders. Natürlich sind 40 oder 50 Treffer eine schöne Zahl, aber das steht nicht an erster Stelle.

Am heutigen Mittwoch kommt’s im Achtelfinale des Kreispokals zum Duell mit dem SKV Beienheim. Wie sehen Sie da die Chancen des FCK?

Ich hatte mir einen Gruppenligisten für das Achtelfinale gewünscht. Das wird auch für meine Mitspieler ein Erlebnis und eine Standortbestimmung. Dann sehen wir mal, wo wir wirklich stehen. Ich kenne Beienheim noch aus meinen Gruppenliga-Zeiten, habe oft genug gegen sie gespielt. Ich rechne mir auf jeden Fall etwas aus. Wir können gewinnen.

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