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Neuling im Nationalkader: Marc vom Hagen vom Golfclub Bad Nauheim hat mit den Senioren des Deutschen Golf-Verbands die Europameisterschaft in der Slowakei gewonnen.

Golf

Marc vom Hagen ist Team-Europameister mit Deutschland

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Marc vom Hagen ist Team-Europameister. Beim Titelgewinn der deutschen Golf-Senioren konnte das Mitglied des GC Bad Nauheim entscheidende Punkte gewinnen.

Marc vom Hagen vom Golfclub Bad Nauheim hat einer langen Liste an Erfolgen seinen nunmehr größten Triumph hinzugefügt. Der Friedberger konnte mit der Ü50-Auswahl des Deutschen Golf-Verbandes in Sedin unweit der slowakischen Metropole Bratislava die Team-Europameisterschaft gewinnen. »Dieser Titel hat eine ganz besondere Bedeutung«, sagt der x-fache Club-, Hessen- und einstige deutsche Amateur-Meister. Als Neuling im Nationalkader konnte vom Hagen im Viertel- (3:2 gegen Spanien) und Halbfinale (4:1 gegen Endland) wie auch im Finale (3:2 gegen Frankreich) einen Punkt zum Gesamtergebnis einspielen. 23 Nationen hatten am Wettstreit teilgenommen.

»Ekki Schieffer hat über alle Tage fantastisch gespielt. Martin Birkholz und unser Neuling Marc vom Hagen haben das Team getragen«, sagt Kapitän Thomas Hübner nach Bierduschen und der Abschluss-Zeremonie.

Eigentlich sei er ja ein alter Hase, »und doch gab es in diesem Turnier sehr emotionale Momente. Das hätte ich so nicht gedacht«, gibt vom Hagen, Sechster der Deutschen Rangliste, einen Einblick in seine Gefühlswelt. Von Freunden und Teamkollegen aus dem Golfclub wurde er am Sonntagmittag am Flughafen in Frankfurt empfangen, direkt ging es auf die Anlage im Kurpark, ehe der Abend auf der Terrasse zu Hause in Friedberg ausgeklungen ist.

Marc vom Hagen hatte sich beim »Team-Casting«, bei Qualifikationsrunden auf dem EM-Kurs vor wenigen Wochen, glänzend präsentiert, war erstmals für Deutschland nominiert worden. Dem Turnier hat er in den vergangenen drei Wochen konsequent sportlich alles untergeordnet, vor allem das »kurze Spiel« trainiert, »so intensiv wie noch seit Jahrzehnten nicht mehr«. Auf eine Teilnahme bei den Hessischen Meisterschaften hatte er zudem verzichtet. »Ich war gut vorbereitet, wusste, dass ich alles getan hatte. Das hat mir eine gewisse Gelassenheit gegeben.«

Bei der Qualifikation für das Viertelfinale der besten acht Nationen lag Deutschland nach Tag eins, bei starkem Wind und schnellen Grüns, nur auf Rang zehn, verbesserte sich am Folgetag aber auf Platz vier.

Seine große Bühne hatte vom Hagen im Viertelfinale gegen Spanien. Er lag im Lochspiel fünf Bahnen vor Schluss mit drei Loch im Rückstand, finishte seine Runde aber mit Birdie-Par-Birdie-Par-Par und holte den entscheidenden Zähler beim 3:2-Erfolg.

Seine Form bestätigte der Geschäftsstellenleiter des Hessischen Golf-Verbands gegen England, als ihm fünf Bahnen vor dem Ende der Sieg nicht mehr streitig zu machen war (»An diesem Tag habe ich mein bestes Golf gespielt«).

Im Endspiel gegen Frankreich lag vom Hagen nach Bahn acht mit zwei Loch im Rückstand, konnte bis zur 11 die Führung übernehmen, kassierte dann aber den Ausgleich. Inzwischen wurde er - da diese Partie voraussichtlich wegweisenden Charakter für das Gesamtresultat haben würde - von Kapitän Hübner als Caddie begleitet. Mit einem Loch Vorsprung ging er auf Bahn 17, gewann dieses Loch, damit erneut einen Punkt für Deutschland und konnte mit seinen Teamkollegen Ekkerhart Schieffer, Ulrich Schulte (beide Bochum), Martin Birkholz (Düsseldorf), Stefan Sachs (Kassel) und Thomas Himmel (Feldafing) und Kapitän Thomas Hübner feiern.

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