Marc-Oliver Kempf in Bundesliga-Startformation

(mn) Armin Veh erinnert an die eigene Schulzeit. »Ich schreibe ihm eine Entschuldigung. Man kann auch mal zwei Tage fehlen. Das ging bei mir früher auch«, sagt der Trainer von Eintracht Frankfurt.

Veh hatte Marc-Oliver Kempf aus Dorn-Assenheim am Dienstagabend beim 1:3 gegen den FSV Mainz 05 in der Fußball-Bundesliga debütieren lassen - und auch morgen Abend beim Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf dürfte der erst 17-Jährige in der Innenverteidigung des Erstliga-Rückkehrers beginnen.

»Er hat ein ganz ordentliches Spiel gemacht, hat seine Stärken im Kopfballspiel und der Schnelligkeit.«, sagt Veh. Beim zweiten Gegentreffer hatte Kempf, der anstelle der verletzten Bamba Anderson und Vadim Demidov neben Carlos Zambrano aufgelaufen war, allerdings den Fuß nicht mehr rechtzeitig dazwischen bekommen, den Führungstreffer der Gäste hatte sein Ballverlust im Mittelfeld eingeleitet. »Er ist gerade erst aus der B-Jugend gekommen. Natürlich fehlt ihm die Erfahrung«, sagt Veh.

Ein Lob für den Debütanten gab’s von Torwart Kevin Trapp. »Ich weiß gar nicht, ob er überhaupt nervös war. Beim Training hat man bereits gesehen, dass er sehr weit ist.«

In die Kategorien »So lala« sowie »Mittelmäßig« haben zwei Frankfurter Tageszeitungen den Linksfuß eingeordnet.

Bemerkenswert: Mit einer Quote von 64 Prozent hatte Kempf nach 90 Minuten den statistisch besten Zweikampf-Wert aller Eintracht-Spieler. Kempf selbst wollte seine Leistung gegenüber der WZ nicht kommentieren.

Das Debüt des Dorn-Assenheimers am Dienstagabend war logische Konsequenz der jüngsten Entwicklung. In der Vorbereitung hatte Kempf - im Vorjahr noch für die B-Junioren der Eintracht am Ball - nachhaltig auf seine Stärken aufmerksam gemacht und gewiss auch vom Ausfall des Wöllstädters Julian Dudda, seinem zwei Jahre älteren Konkurrenten auf der Position als Nummer-fünf-Innenverteidiger, profitiert. Anfang November unterschrieb Kempf einen Profivertrag bis ins Jahr 2015, vor zwei Wochen gab der 19-fache U-Nationalspieler (ein Tor) dann seinen Einstand in der von Horst Hrubesch trainierten Auswahl der »unter 18-Jährigen«. Jetzt bekam er von Vorzug vor dem 32-jährigen Heiko Butscher, der mehr als 80 Bundes- und 99 Zweitliga-Spiele in seiner Karriere bestritten hat.

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