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Stefan Cavor (l.) und Kristian Bjoernsen von der HSG Wetzlar starten mit ihren Nationalteams bei der Handball-EM. FOTO: VOGLER

Mammut-Programm in drei Ländern

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(pie). Am Donnerstag beginnt die 14. Handball-Europameisterschaft der Männer, und es wird ein Mammut-Turnier. 24 Mannschaften spielen in drei Ländern und sechs Spielstätten vom 9. bis 26. Januar den Nachfolger der Spanier aus. Mit dabei sind fünf Akteure von Bundesligist HSG Wetzlar, denen die Vorfreude auf das Turnier beim letzten Heimspiel an den Augen abzulesen war.

Zwei Grün-Weiße treffen direkt im zweiten Gruppenspiel aufeinander. In Graz (A) duellieren sich am 11. Januar Stefan Cavor und Tibor Ivanisevic in der Partie Montenegro gegen Serbien. "Ich hoffe, dass wir es besser machen als bei den Turnieren in Kroatien und Polen, wo uns kein Sieg gelungen ist", erklärte Cavor. Beide Nationalteams sind sehr jung, und so sagt auch der Keeper der HSG: "Unser erstes und ich glaube auch wichtigstes Ziel ist, die erste Partie zu gewinnen." Die weiteren Gegner sind Kroatien und Weißrussland. "Jede Mannschaft kann Handball spielen. Es kommt auch darauf an, wer einen guten Tag hat, eine gute Leistung abrufen kann", sagt Cavor.

Für Wetzlars Neuzugang Viggo Kristjansson kam die direkte Nominierung indes schon etwas überraschend. "Ich habe Anfang Dezember davon erfahren, dass ich im 28er-Kader bin. Ich hatte gedacht, dass ich vielleicht der zweite oder dritte Mann im Rückraum rechts bin. Dann habe ich Mitte Dezember Bescheid bekommen, dass ich einer von zwei Halbrechten bin. Ich bin natürlich super zufrieden und freue mich, das erste Turnier für Island zu spielen." In der Gruppenphase treffen die Isländer auf Dänemark, Russland und Ungarn. "Das wird natürlich schwer, weil nur zwei Nationen weiterkommen. Aber ich finde, wir haben durchaus gute Chancen", so Kristjansson, der mit seinen Teamkollegen in der Vorbereitung mit 25:33 in Mannheim gegen Deutschland verloren hat.

Kristian Björnsen freut sich ganz besonders auf die EM: "Wir spielen zuerst in der Heimat, das ist ein großer Vorteil für uns." In Trondheim treffen die Norweger auf Bosnien-Herzegowina, Frankreich und Portugal. Übersteht man die Gruppenphase, geht es für den Rechtsaußen in Schweden weiter. Ein großer Verlust ist für Norwegen die Verletzung von Kapitän und Kreisläufer Bjarte Myrhol. "Aber wenn wir so gut spielen, wie wir können, haben wir eine gute Chance, den ganzen Weg zu gehen."

Der EM-Vorrunde mit Schweden, Slowenien und Polen sieht der Schweizer und Rückraumlinke Lenny Rubin gelassen entgegen, dennoch will er mit seinem Team kein Kanonenfutter sein. "Polen können wir schlagen, Slowenien und Schweden können wir an einem guten Tag auch schlagen." Die Vorrunde zu überstehen, ist ein großes Ziel, aber selbst die EM-Teilnahme sieht Rubin schon als Erfolg. "Wenn es mit dem Weiterkommen nicht klappt, ist es auch kein Weltuntergang. Nach dem Umbruch 2016 sind viele talentierte Spieler dabei, da fehlt es noch an der Routine."

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