Maik Vetter
+
Maik Vetter

Fußball-Regionalliga

Maik Vetter: Von Zwangspause zu Zwangspause

  • vonRedaktion
    schließen

Fußball-Profi Maik Vetter hat nach seiner Verletzung das Training wieder aufgenommen. Wann er ein Pflichtspiel für Kickers Offenbach bestreiten kann, ist offen.

Das Warten hat für Maik Vetter aus Rosbach ein Ende. Der mit Abstand dienstälteste Akteur im Kader des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach (seit 2014) ist nach der längsten Zwangspause seiner Karriere auf den Trainingsplatz zurückgekehrt. Darüber zeigt sich auch sein Trainer erleichtert. "Maik verkörpert viel von dem, was den OFC ausmacht", lobt Angelo Barletta den ehrlichen, zuverlässigen Kämpfer mit der Rückennummer acht.

Vetter hatte sich Anfang September im Training eine Sehnenspaltung zugezogen. Er war seitdem zum Zuschauen verdammt, was dem ehrgeizigen Blondschopf sehr schwer fiel.

Die Spiele des eigenen Teams nur von der Tribüne aus oder per Livestream sehen zu können, sei "schrecklich" gewesen, gibt Vetter zu. Wenn man nicht dabei sein kann, "leidet man noch mehr bei jedem Schuss, der vom gegnerischen Torhüter gehalten wird."

Aber diese Leidenszeit ist für den gebürtigen Frankfurter nun vorbei. "So eine Sehnenverletzung ist vor allem am Anfang extrem schmerzhaft", berichtet Vetter. Er habe nach dem Trainingsunfall sofort gewusst, dass es sich um eine schwerere Verletzung handele und diese eine längere Pause zur Folge haben würde. Anfangs konnte er nicht mal richtig sitzen, musste immer das Gewicht verlagern, damit ihm die Verletzung auf der Rückseite es Oberschenkels keine Probleme bereitet.

In der Reha ging es dann Stück für Stück voran. Auf das Lauftraining folgten einige Übungen mit dem Ball. "Aber das ist nicht das Gleiche", sagt er. Die gemeinsamen Einheiten mit den Kollegen hatten ihm arg gefehlt: "Wir haben ja einige Neue, von denen hat mich noch gar keiner im Pflichtspiel gesehen." In der ersten Partie gegen Bahlingen (0:0) hatte der Vizekapitän nur auf der Bank gesessen. Drei Tage später zog er sich im Training die schwere Verletzung zu. "Mit Muskeln oder Sehnen hatte ich noch nie Probleme und war in den vergangenen zwei Jahren insgesamt verletzungsfrei", betont Vetter, der kürzlich zum zweiten Mal Vater geworden ist. Mehr Zeit für seine Kinder hatte er aufgrund der Verletzungspause aber nicht. Im Gegenteil: "Die Reha ist zum Teil zeitintensiver als Mannschaftstraining."

Morgens brachte Vetter seine Tochter in die Kita, dann ging es weiter nach Gründau zum OFC-Rehapartner "Mainkörper 360". 45 Minuten einfache Strecke. Aber auch das hat nun ein Ende. Der Weg führt wieder zum Bieberer Berg: Training mit den Kollegen. Wann sie ihn erstmals in einem Pflichtspiel sehen werden, ist jedoch auch aufgrund der Unterbrechung des Spielbetriebs unklar. Die nächste Zwangspause also für Vetter. Sie hat einen Vorteil: Zumindest im November wird er keine Partien verpassen. FOTO: ARCHIV

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare