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Tolga Sahin von Türk Gücü Friedberg rückt nach seinem Ausfall in der vergangenen Woche wieder zwischen die Pfosten.

Machbare Aufgaben

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(ub). Spieltag Nummer neun bietet dem Führungstrio der Fußball-Hessenliga interessante Aufgaben, wobei vor allem der noch ungeschlagene Spitzenreiter SG Fulda/Lehnerz (20 Punkte) im Gastspiel beim SC Waldgirmes mit heftigem Gegenwind rechnen muss. Gehen die Osthessen beim Rangfünften leer aus, könnte der FC Eddersheim (2./18) Platz eins übernehmen. Das Team von FCE-Coach Rouven Leopold muss beim Aufsteiger FC Hanau 93 Farbe bekennen. Patzen sowohl Fulda/Lehnerz als auch Eddersheim, wäre das ganz im Sinne des Rangdritten Eintracht Stadtallendorf (17 Zähler), der gegen den SV Neuhof als klarer Favorit gilt.

Die Aufgaben für die Wetterauer Hessenliga-Vertreter FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg liegen im Bereich des Machbaren. Beide Vereine rangieren mit jeweils elf Punkten im breiten Mittelfeld der Tabelle, genießen Heimrecht und treffen mit Viktoria Griesheim (17./49 sowie Rot-Weiß Walldorf (11./10) auf Rivalen, die bislang weder Angst noch Schrecken verbreiteten.

FV Bad Vilbel - Viktoria Griesheim (heute, 19.30 Uhr):Freitags auf dem Niddasportfeld attraktiven Fußball zu bieten, war der Mannschaft von FV-Trainer Amir Mustafic in dieser Runde erst zweimal vergönnt. Gegen Hessen Dreieich klappte das zur Saison-Ouvertüre noch nicht wie gewünscht (2:3-Niederlage), dafür am fünften Spieltag angesichts des 4:0-Erfolges über den Hessenliga-Neuling TuS Dietkirchen um so besser. Ihr bis dato drittes Heimspiel setzten die Brunnenstädter gegen den FC Edddersheim mit 1:4 in den Sand. Es folgte vor Wochenfrist ein 3:3 beim Aufsteiger SV Steinbach. Eine Partie, mit der Coach Mustafic noch immer hadert: "Wir haben zwei Punkte verschenkt, weil wir die bessere Mannschaft waren." Fürs Duell gegen den Vorletzten Viktoria Griesheim, der in bisher acht Versuchen den Platz nur einmal (in Ginsheim) als Sieger verließ, fordert Mustafic "mehr Stabilität in der Defensive". Ein Vorhaben, bei dem die in Steinbach fehlenden Jonas Grüter und Dominik Emmel wichtige Rollen spielen könnten. Doch Mustafic lässt sich nicht in die Karten schauen. "Wir haben mehrere Alternativen, zu denen auch Abwehraußen Ahmet Dogan zählt", sagt er. Zino Zampach (Gelb-Rot-Sperre) und Ernad Dananovic (privat verhindert) stehen nicht zur Verfügung.

FV Bad Vilbel: Sememy (Klahr), Saso, Alik, Babic, Tochihara, Maksumic, Grüter, Knauer, Brauburger, Railean, Farid Affo, Emmel, Dogan, Huwa, Atzberger, Bauscher, Moubarak Affo.

Türk Gücü Friedberg - Rot-Weiß Walldorf (Samstag, 15 Uhr):Dass die vor Wochenfrist beim Spitzenreiter SG Fulda/Lehnerz erlittene 0:3-Niederlage auf Friedberger Seite negative Spuren hinterlassen hat, schließt Türk Gücü-Coach Carsten Weber kategorisch aus: "Schließlich sind wir dem Liga-Leader zumindest eine Halbzeit lang auf Augenhöhe begegnet". Weshalb es nicht für einen Teilerfolg reichte, hatte nach Webers Ansicht vor allem eine Ursache: "Speziell in den zweiten 45 Minuten funktionierte das Umschaltspiel nicht so, wie wir es eigentlich können." Exakt diese Komponente gegen Walldorf wieder zu verbessern, sei, so der Friedberger Trainer, das Wichtigste. Weshalb, liegt für ihn auf der Hand: "Walldorf verfügt nicht nur über starke Individualisten, sondern auch über eine gute Teamstruktur. Ich erwarte eine absolut offene Partie, in der die Tagesform entscheidend sein wird." Wichtig für Weber: Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Ceyhun Dinler und Ertugrul Erdogan sowie sehr wahrscheinlich auch Ricardo Marra (Schwellung am Fußzeh) kann er auf alle Kaderspieler zurückgreifen, wobei zumindest zwei Personaländerungen beschlossene Sache sind: Stammkeeper Tolga Sahin rückt wieder zwischen die Pfosten, und Spielmacher Erdinc Solak ist nach auskurierter Verletzung im offensiven Mittelfeld quasi gesetzt. Lässt man die letzten Spiele Revue passieren, spricht eigentlich alles für einen Sieg der Kreisstädter, die vor der Niederlage in Fulda aus fünf Spielen drei Siege und zwei Remis holten. Dagegen datiert der letzte Walldorfer Erfolg vom elften August (6:2 gegen Viktoria Griesheim), ehe das Team von Trainer Max Martin durch drei Unentschieden und zwei Niederlagen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde.

Türk Gücü Friedberg: Sahin (Cue), Ouattara, Dudda, Weigand, Hagley, Tesfaldet, Eren, Printemps, Toskovic, Solak, Miric, Usic, Bell Bell, Biber, Aydilek, Tahirovic, Mitrovic, Gürsoy, Basile.

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