Jake Hirst kommt beim FSV-Test in Kaiserslautern zum Startelf-Einsatz. FOTO: GAWLICKX / IMA
+
Jake Hirst kommt beim FSV-Test in Kaiserslautern zum Startelf-Einsatz. FOTO: GAWLICKX / IMA

"Luxussituation" beim FSV

  • vonRedaktion
    schließen

(fri). Unlängst hat es unerwartete Kontaktaufnahme aus der Pfalz gegeben. Der auf Trudelkurs befindliche Fußball-Traditionsverein 1. FC Kaiserslautern fragte beim FSV Frankfurt an, ob die Bornheimer zu einem Testkick an den Sportpark Rote Teufel am Fröhnerhof kommen wollten. "Eigentlich waren wir auf kein Spiel eingerichtet", sagt FSV-Trainer Thomas Brendel. Nur intern sollte vor dem ersten Regionalliga-Match in diesem Jahr am Samstag (14 Uhr) gegen Astoria Walldorf geübt werden.

Brendel sagte aber zu. Und er sollte Aufschlussreiches zu sehen bekommen: Zwar unterlagen die Schwarz-Blauen dem FCK mit 0:1, doch laut dem Coach habe sein Team "ein sehr gutes Spiel gemacht. Über viele Phasen haben wir sogar dominiert." Gegen den klassenhöheren Club verzichtete er sogar darauf, in Bestbesetzung zu beginnen, stellte mit Canel Burcu, Mischa Häuser und Jake Hirst drei Akteure in die Anfangsformation, die bisher noch keine oder eine bescheidene Rolle spielten. Stürmer Hirst aus Bad Nauheim war einem Treffer gar am nächsten, als er den Pfosten traf. "Ich hoffe, dass wir die Leistung bestätigen können", unterstreicht Brendel.

Es wäre gewiss keine Überraschung, ja fast schon Normalität, wenn die Frankfurter gegen die nordbadischen Walldorfer den fünften Sieg in Serie folgen ließen. Misst sich der FSV mit Mannschaften aus dem Mittelfeld oder der Abstiegszone - und der FC Astoria gehört als 20. und somit Drittletzter dazu -, dann sind drei Zähler meistens gewiss. Und der eigene Anspruch ist nach gewonnener Stärke auch gewachsen. "Wenn wir auftreten wie zuletzt, werden wir uns in der oberen Tabellenregion festsetzen", sagt Brendel.

Froh sei man am Bornheimer Hang darüber, "nach drei Jahren strukturierter Arbeit" so weit oben in der Tabelle zu stehen, aktuell auf dem dritten Rang. "Es ist mehr Ruhe da, es ist mehr Ausgeglichenheit da", zählt der 44-Jährige Vorzüge beim alltäglichen Arbeiten auf. Es sei nun "eine Luxussituation" im Vergleich zu den ersten drei Jahren nach dem Drittliga-Abstieg, als der Blick stets nach unten gerichtet werden musste.

Am Personal hat sich seit dem letzten Match 2020 nichts geändert. "Momentan besteht kein Bedarf, wir sind nicht aktiv", sagt Brendel, doch er fügt hinzu: "Mal sehen, was in den nächsten Spielen passiert." Außer den Langzeitverletzten Adrian Solano und Timo Kunert ist zurzeit nur Fabian Burdenski angeschlagen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare