Der Luxus des breiten Kaders

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Angenommen, in der Hessenliga würde der aktuelle Tabellenstand dem finalen Klassement entsprechen, wären folgende Fakten bindend: Die Fußballer des FC Gießen verabschieden sich in Richtung Regionalliga Südwest, Bayern Alzenau bestreitet die Aufstiegsrelegation, und in Sachen Klassenerhalt sind – weil auf der Regionalliga-Bühne Eintracht Stadtallendorf und Hessen Dreieich ihre Koffer packen müssen – neben Schlusslicht Spvgg. Neu-Isenburg und dem Vorletzten FC Ederbergland auch der Hünfelder SV und Buchonia Flieden durchgefallen. Dass speziell im Abstiegskampf Ende Mai die Rechnung eventuell ganz anders aussehen kann, ist nicht von der Hand zu weisen. Jedenfalls kämpfen dort ab Position acht (FV Bad Vilbel/29 Punkte) bis hinunter zum Liga-Letzten Neu-Isenburg nach wie vor jene zehn Mannschaften, die noch keine 30 Zähler einspielen konnten, ums sportliche Überleben.

Angenommen, in der Hessenliga würde der aktuelle Tabellenstand dem finalen Klassement entsprechen, wären folgende Fakten bindend: Die Fußballer des FC Gießen verabschieden sich in Richtung Regionalliga Südwest, Bayern Alzenau bestreitet die Aufstiegsrelegation, und in Sachen Klassenerhalt sind – weil auf der Regionalliga-Bühne Eintracht Stadtallendorf und Hessen Dreieich ihre Koffer packen müssen – neben Schlusslicht Spvgg. Neu-Isenburg und dem Vorletzten FC Ederbergland auch der Hünfelder SV und Buchonia Flieden durchgefallen. Dass speziell im Abstiegskampf Ende Mai die Rechnung eventuell ganz anders aussehen kann, ist nicht von der Hand zu weisen. Jedenfalls kämpfen dort ab Position acht (FV Bad Vilbel/29 Punkte) bis hinunter zum Liga-Letzten Neu-Isenburg nach wie vor jene zehn Mannschaften, die noch keine 30 Zähler einspielen konnten, ums sportliche Überleben.

Der 25. Spieltag bietet den Wetterauer Hessenligisten eine günstige Gelegenheit, ihre Situation innerhalb dieser Risikogruppe weiter zu verbessern. Beide Klubs genießen gegen Rivalen Heimrecht, denen man eigentlich gewachsen sein sollte. Bad Vilbel empfängt am Samstag den Rangfünften Rot-Weiß Hadamar, während Türk Gücü Friedberg (10./27) am Sonntag auf Viktoria Griesheim (13./24) trifft. Siege vorausgesetzt, wäre das heimische Hessenliga-Duo zunächst mal aus dem Gröbsten raus.

Türk Gücü Friedberg – Viktoria Griesheim (Sonntag, 14.30 Uhr in Ober-Rosbach): Lässt man die ersten Spiele nach der Winterpause Revue passieren, wäre Saisonsieg Nummer acht der gastgebenden Kreisstädter sicherlich keine Überraschung. Während nämlich die TG-Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin nach dem missratenen Jahreseinstieg in Flieden (0:1-Niederlage) ein respektables 2:2 gegen Bayern Alzenau sowie vor Wochenfrist den wichtigen 4:2-Erfolg beim FC Ederbergland registrieren durften, kassierte die Mannschaft von Griesheims Coach Richard Hasa im gleichen Zeitraum gegen Hünfeld (1:2), Lohfelden (0:3) und Bad Vilbel (0:1) drei bittere Niederlagen und wurde im Gesamtklassement nach unten durchgereicht. "Das bedeutet gar nichts", meint Cagritekin, "gegen die Griesheimer wird’s für uns keinen Deut einfacher als letzten Samstag in Battenberg gegen Ederbergland." Hohe kämpferische Qualitäten und mentale Fitness seien erneut die notwendigen Voraussetzungen, um am Ende die Punkte im eigenen Lager behalten zu können. Ob man in Sachen personeller Besetzung und taktischer Grundordnung exakt so verfährt wie vor Wochenfrist gegen Ederbergland, lässt der Friedberger Übungsleiter offen. Will heißen: Dass beispielsweise Dorian Miric und Michael Kohnke erneut als Doppelspitze beginnen, oder Abdussamed Gürsoy und Vuk Toskovic im Mittelfeld die Außenpositionen besetzen, ist nur eine von mehreren möglichen Offensivvarianten. Ganz grundsätzlich wolle man, so Cagritekin, das Risiko minimieren: "Spieler, die verletzungsbedingt oder aus anderen Gründen noch keine 100 Prozent bringen, werden geschont. Unser Kader ist groß genug." Demnach wäre es keine Überraschung, wenn Abwehrchef Julian Dudda, Torjäger Younes Bahssou oder der nach vier Spielen Sperre wieder einsatzberechtigte Mittelfeldaußen Kazuki Takahashi am Sonntagnachmittag auf der Bank sitzen. – Hinspiel: 1:3.

Türk Gücü Friedberg: Shpirov (Özer), Effiong, Bartel, Biber, Usic, Tesfaldet, Erdogan, Gürsoy, Toskovic, Miric, Kohnke, Bell Bell, Bayraktar, Mitrovic, Penava, Dudda (?), Bahssou (?), Coric, Takahashi (?), Aslan.

FV Bad Vilbel – Rot-Weiß Hadamar (Samstag, 15 Uhr): Der Coach des FV Bad Vilbel, Amir Mustafic, konnte zuletzt beruhigt zur Kenntnis nehmen, dass sich mit dem vorhandenen Kader auch Ausfälle kompensieren lassen. Beim 1:0 in Griesheim fehlten mit den rotgesperrten Adnan Alik und Jonas Grüter zwei Stammkräfte aus der Dreierkette. Beide müssen übrigens noch je zwei weitere Spiele aussetzen. Unter anderem sprang letzten Samstag Benjamin Sabic ein, der seine Sache gut machte und auch noch den Siegtreffer erzielte. "Wir können es fußballerisch zwar noch besser, aber vom kämpferischen und läuferischen Einsatz her war das gut", sagt Mustafic.

Die Situation seines Teams im Abstiegskampf sieht er noch kritisch. "Wir haben zwar fünf Punkte Vorsprung, aber nach zwei Niederlagen kann alles anders aussehen." Hadamar hat mit drei sieglosen Spielen nach der Winterpause den Kontakt zu Platz zwei verloren und sucht noch nach der Form der Vorrunde. Sein Team habe im Hinspiel gezeigt, dass es "mit denen durchaus mithalten" könne, sagt Mustafic. Hadamar gewann Anfang September mit 2:1.

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