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Lukas Abele stark als Tempomacher

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(ars). Lukas Abele hat wieder einmal einen ausgezeichneten »Job« gemacht. Der 24-jährige Dauernheimer Mittelstreckenspezialist stand eine Woche nach dem Gewinn des Hessentitels über 1500 Meter beim internationalen Indoor-Meeting in Karlsruhe als Tempomacher an der Startlinie des 3000-Meter-Wettbewerbs. Dabei zog er Berihu Aregawi aus Äthiopien zur Weltjahresbestzeit von 7:

26,20 Minuten. Im fünftschnellsten Rennen aller Zeiten fehlten dem Olympia-Vierten lediglich 5,53 Sekunden zum mehr als 20 Jahre alten Weltrekord von Daniel Komen (Kenia/7:20,67 Minuten).

Der wäre an diesem Abend in Karlsruhe dank der guten Vorarbeit von Lukas Abele und des zweiten Tempomachers Maximilian Thorwirth sogar möglich gewesen. Exakt nach Absprache mit Meeting-Direktor Alain Blondel lief Abele jede der ersten fünf Runden bis zur 1000-Meter-Zwischenzeit von 2:27 Minuten punktgenau im vorgegebenen Zeitplan.

Doch Aregawi, der mit 12:49 Minuten seit Silvester 2021 den Fünf-Kilometer-Straßenlauf-Weltrekord hält, stürmte nach dem Blick auf die Uhr am Dauernheimer vorbei. Zu früh, wie sich später herausstellte, denn obwohl anschließend Maximilian Thorwirth übernahm und in 3:41 Minuten die 1500-Meter-Halbzeit mit Aregawi im Schlepptau absolvierte, hatte dieser zu viele Körner verschossen. Als der Äthiopier in der zweiten Hälfte des Rennens auf sich allein gestellt war, wurden seine Beine etwas schwerer. Die Uhr blieb im Ziel bei 7:26,20 Minuten stehen, und Lukas Abele kommentierte: »Sein persönlicher Manager hat uns schon vor dem Lauf gesagt, dass er kaum zu bremsen sein würde und wollte, dass wir noch schneller als geplant in Richtung 2:25 Minuten anlaufen. Das wäre aber komplett ins Auge gegangen, zumal es sich vorneweg an der Spitze natürlich schon schwieriger läuft als im Feld.«

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