Noch sind Julia Ketter (am Ball) und ihre HSG Kirch-/Pohl-Göns/Butzbach der HSG Mörlen um Elena Kloppenburg einen Schritt voraus im Bezirksoberliga-Abstiegskampf. ARCHVIFOTO; RAS
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Noch sind Julia Ketter (am Ball) und ihre HSG Kirch-/Pohl-Göns/Butzbach der HSG Mörlen um Elena Kloppenburg einen Schritt voraus im Bezirksoberliga-Abstiegskampf. ARCHVIFOTO; RAS

Die Luft wird immer dünner

  • vonMarieke Naß
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(mna). Keine Punkte gab es am Wochenende für die heimischen Teams in der Handball-Bezirksoberliga der Frauen. Während die FSG Gettenau/Florstadt in eigener Halle knapp dem Tabellenletzten TuS Vollnkirchen unterlag (23:25), setzte es für die HSG Mörlen (17:30 bei der HSG Fernwald), die HSG Wettertal (16:24 zu Hause gegen die HSG Hungen/Lich) und die HSG Kirch-/Pohl-Göns/Butzbach (27:33 bei der HSG Herborn/Seelbach) deutliche Niederlagen. Vor allem für Mörlen und Butzbach wird damit die Luft im Abstiegskampf allmählich immer dünner.

HSG Fernwald - HSG Mörlen 30:17 (15:8):Bis zum 4:4 (10.) hielt Mörlen bei den favorisierten Fernwälderinnen sehr gut mit, ehe das Heimteam besser in die Partie kam und die Wetterauerinnen mit 6:11 (22.) ins Hintertreffen gerieten. Zur Pause betrug der Rückstand bereits sieben Tore, die die Gäste nach der Pause nicht mehr aufholen sollten. Vor allem in Angriff war bei den Schützlingen von Michael Chadim, bei denen die verletzte Katharina Dietz schmerzlich vermisst wurde, reichlich Sand im Getriebe. So betrug der Rückstand nach 45 Minuten erstmals zehn Tore (12:22), und den Gästen gelang es in der Folge auch nicht, noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. "Unser ersatzgeschwächter Kader hat zehn Minuten super mitgehalten, musste aber dann der individuellen Klasse und Flexibilität des Gastgebers Tribut zollen. Trotzdem habe ich einige gute Momente gesehen und da meine Mannschaft gegen Leihgestern gut gespielt hat, schaue ich positiv auf die kommenden Spiele", sagte Mörlens Trainer Michael Chadim.

HSG Mörlen: Hahn; Wölfl, Schätzle, Bühler, Strube (1), Fritz, Wagner (4), Vetter (4), Kloppenburg (7/1), Ercan, Dietz, Güzelkücük (1).

27 Auswärtstore reichen nicht

HSG Herborn/Seelbach - HSG Kirch-/Pohl-Göns/Butzbach 33:27 (16:13):Das 1:0 durch Marina König sollte die letzte Führung der Gäste gewesen sein. Das Heimteam übernahm anschließend das Kommando und nach 14 Minuten lag Butzbach bereits mit 6:10 zurück. Bis zur Pause verkürzte das Team von Michael Hakel nochmals, ehe die abstiegsbedrohten Gastgeberinnen noch einen Gang zulegten und in der 41. Minute erstmals mit zehn Toren führten (24:14, 41.). Die Partie war damit entschieden und bis zum Schlusspfiff wollte aufseiten der Hakel-Sieben, die den Klassenerhalt ebenfalls noch nicht gesichert hat, nur noch Ergebniskosmetik gelingen. "Erneut mussten wir mit einem Rumpfkader antreten, dem ich Einsatz und Wille nicht absprechen kann, die Mädels haben sich nie aufgegeben. 27 geworfene Tore auswärts sind gut, aber natürlich dürfen wir keine 33 fangen", sagte Hakel.

HSG K/P/G Butzbach: Mohr, Kammel; Schepp (1), Spata (2), Rühl (3), Lex (4), König (1), Bender (14/6), Salzer (1), C. Geretschläger (1), L. Geretschläger.

HSG Wettertal - HSG Hungen/Lich 16:24 (11:11):Bis zur 23. Minute führten die Gäste stets mit ein oder zwei Toren, doch dann gelang Jennifer Wolfner der Ausgleichstreffer zum 9:9. Zwar gelang in der Folge kein Führungstreffer, aber immerhin das Unentschieden konnte bis zur Pause verwaltet werden. Nach Wiederanpfiff lief bei den Gastgeberinnen, die auf Trainer Holger Weisel verzichten mussten, nicht mehr viel zusammen. Nach 39 Minuten lagen die Wettertalerinnen bereits mit 14:17 zurück und schafften es bis zum Abpfiff nicht, diesen Rückstand nochmals entscheidend zu verkürzen. In den letzten 15 Minuten schraubte die HSG Hungen/Lich ihren Vorsprung dann weiter in die Höhe, was vor allem daran lag, dass der Heim-HSG in dieser Phase kein (!) Treffer mehr gelang.

HSG Wettertal: Marsteller, Glock; Weil, Brückel (6/2), Müll, Rettig, Enzmann, E. Kerschner (1), Wolfner (3), Exner (1), Wolf (1), Reif, S. Kerschner (4).

FSG verwirft zu viele Bälle

FSG Gettenau/Florstadt - TuS Vollnkirchen 23:25 (12:13):Gegen das bis dato neun Spiele sieglose Schlusslicht entwickelte sich eine spannende Partie. In der ersten Hälfte konnte sich kein Team so richtig absetzen. Leichte Vorteile erspielten sich eher die Gäste, sodass die FSG meist mit einem Tor zurücklag (8:9, 15.). Kurz nach der Pause betrug der Rückstand dann kurzzeitig gar drei Tore (12:15, 33.), doch die Heimsieben kämpfte sich wieder heran und als Franziska Schmeißer erst ausglich (18:18, 42.) und eine Minute später sogar die erste Führung seit der 25. Minute erzielte, schien das Boller-Team die Kurve bekommen zu haben. Doch die Gäste warfen im Kampf um den Klassenerhalt alles in die Waagschale, gingen ihrerseits wiederum in Führung (20:21, 49.) und gaben in den letzten zehn Minuten ihren hauchdünnen Vorsprung auch nicht mehr aus der Hand. "Wir haben viel zu viele Bälle verworfen und aus dem Rückraum kaum Gefahr ausgestrahlt. Eine unnötige Niederlage, jedoch hat sich Vollnkirchen den Sieg auch verdient", resümierte FSG-Trainer Marco Boller hinterher.

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes; Bienek, Herbert, Schmeißer (4), Laura Müller (9/4), Leonie Müller, Utzig, Freiter (4), Glaub (1), Bölke, Schmidt, Stiefel, Borst (5).

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