Luft ist raus

(mn/sth) Der EC Bad Nauheim leistete sich im letzten Heimspiel der Zwischenrunde der Eishockey-Oberliga West am Freitagabend einen peinlichen Ausrutscher.

Vor 478 enttäuschten Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion mussten die Roten Teufel gegen die Eisbären Hamm nach einem emotionslosen Auftritt in das Penaltyschießen, wo Daniel Oppolzer den Treffer zum 2:1 (1:0, 0:1, 0:0/1:0)-Endstand erzielen konnte. In zuvor 65 Spielminuten waren die aufstiegsambitionierten Hausherren gegen die mit lediglich elf Feldspielern angereisten Gäste nicht über einen Powerplay-Treffer durch Tim May hinaus gekommen und strapazierten die Geduld ihrer Anhänger, die nach dem zweiten Drittel ihren Unmut äußerten, ehe im Schlussdrittel die Unterstützung nicht zur Entscheidung nach regulärer Spielzeit beflügeln konnten.

"Die Mannschaft ist angesichts der frühzeitigen Qualifikation mental müde und freut sich auf die Endrunde. Wir hatten heute 72 Schüsse, aber nur einen Treffer. Das spricht für die Qualität des gegnerischen Torhüters", meinte RT-Trainer Frank Carnevale. Dass dies zugleich für die mangelnde Qualität der Torschüsse spricht, mag man da gerade anfügen. Zwar gelang es den Hessen hin und wieder, die Eisbären in deren Drittel festzusetzen, was unterm Strich dabei rauskam, war allerdings mehr als enttäuschend.

Bei Bad Nauheim (ohne fünf kranke und angeschlagene Stammspieler angetreten) feierte Torwart Thomas Ower, der effektiv beschäftigt wurde und drei Penalty parierte, nach knapp drei Wochen Wettkampfpause ein gelungenes Comeback zwischen den Pfosten.

EC Bad Nauheim : Ower - Baum Ketter, Schreiber, Reckers, Pöpel, Pietsch - Strauch, Lange, Kujala, Maaßen, Stanley, Oppolzer, Anderson, May, Striepeke, Wex.

Eisbären Hamm : Kosarek - Pietzko, Ochmann, Piotrowski, Clusen, Klein - Potthoff, Bartzen, Krumisch, Wichern, Svejda, Loecke.

Tore: 1:0 (8.) May (Striepeke, Pöpel - 5-4), 1:1 (32.) Krumisch (Pietzko, Clusen), 2:1 Oppolzer (Penalty). - Strafen: 4, Hamm 10. - Zuschauer: 478.

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