Kindeswohl

LSBH überarbeitet Verhaltenskodex

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(bf). Kindeswohlgefährdungen und Missbrauch im Sport konsequent verhindern: Dafür setzen sich der Landessportbund und die Sportjugend Hessen seit Jahren ein. Wichtiges Ins-trument dabei sind der Verhaltenskodex und die zugehörigen Verhaltensregeln, die von allen Personen akzeptiert und unterschrieben werden müssen, die mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im hessischen Sport ehrenamtlich oder hauptberuflich zusammenarbeiten.

Nun haben das LSBH-Präsidium und der Vorstand der Sportjugend eine Anpassung und Aktualisierung dieser Dokumente beschlossen.

Zentral ist weiter das Versprechen der Unterzeichner, »keine Form der Gewalt, sei sie physischer, psychischer oder sexualisierter Art, auszuüben und meine Autoritäts- und Vertrauensstellung nicht auszunutzen«, wie es im Kodex heißt. »Neben dem Kinder- und Jugendschutz wird nun aber auch der Persönlichkeitsschutz stärker abgedeckt. Zudem sollen Mitbestimmung und Beteiligung als wichtige Aspekte im Hinblick auf den Schutz von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verdeutlicht werden. Denn dort, wo junge Menschen beteiligt werden, trauen sie sich eher, auch unangenehme Dinge anzusprechen«, ist Sportjugend-Referentin Sabine Bertram überzeugt.

Neben der Zielgruppenerweiterung um junge Erwachsene wird im aktualisierten Kodex auch das Recht auf die Achtung der körperlichen Unversehrtheit und Intimsphäre klarer herausgestellt. Ebenso wird die Einhaltung von zwischenmenschlichen und sportlichen Regeln im Sinne des Fairplays neu aufgenommen.

Eine Überarbeitung haben außerdem die Verhaltensregeln erfahren, die den Kodex seit seiner Einführung ergänzen. Sie regeln den Umgang mit Nähe, Körperlichkeit und Vertrauen.

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