LSBH geht in die Offensive

  • vonRedaktion
    schließen

(bf). Der Vereinssport ruht, untätig sind Hessens Sportvereine aber nicht: Das zeigt die Zwischenbilanz, die der Landessportbund Hessen für sein Förderprogramm »Mehr Prävention für unser Sportland Hessen« gezogen hat. Seit dem landesweiten Projektstart am 1. August haben sich 89 Sportvereine daran beteiligt. Sie alle eint ein Ziel: Sie wollen den Präventionssport auf- oder ausbauen.

»Während der Pandemie zeigt sich einmal mehr, wie wichtig ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung ist. Denn sportliche Betätigung stärkt das Immunsystem, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, verhindert Adipositas und tut der Psyche gut. Uns ist es wichtig, mit den Angeboten auch solche Menschen anzusprechen, die bisher wenig körperlich aktiv waren«, verdeutlicht LSBH-Vizepräsident Ralf-Rainer Klatt.

Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport gefördert und richtet sich an alle rund 7600 hessischen Sportvereine, unabhängig davon, wie viel Vorerfahrung sie im Bereich Präventionssport mitbringen. Dabei unterstützt der LSBH die Vereine mit unterschiedlichen Leistungen.

87 Anträge wurden bislang positiv entschieden. Sie kommen aus ganz Hessen. Kleinere Einspartenvereine sind genauso vertreten wie Großvereine mit mehreren Tausend Mitgliedern. Für 20 Prozent der antragstellenden Vereine ist Prävention dabei absolutes Neuland. »Das Förderprogramm wirkt also durchaus als Initialzündung«, sagt Klatt. Außerdem freut er sich, »dass wir aus allen 23 Sportkreisen Anträge erhalten haben«. Die meisten kommen aus dem Main-Kinzig-Kreis (10), gefolgt von den Sportkreisen der Region Kassel sowie Darmstadt-Dieburg (je 9).

»Starterkit« sehr beliebt bei Klubs

Bis jetzt wurde im Rahmen des Programms die Ausbildung von 53 Übungsleiter/innen B »Sport in der Prävention« gefördert: Hierbei übernahm der Landessportbund 50 Prozent der Ausbildungskosten. Jeweils 50 Euro wurden für 19 Vereine bewilligt, die ein Präventionssportangebot über die Serviceplattform »Sport pro Gesundheit« zertifizieren lassen. »Die Zertifizierung ist nicht nur ein wichtiger Qualitätsnachweis, sie ermöglicht es den Teilnehmenden auch, entstehende Kursgebühren von der Krankenkasse erstatten zu lassen«, erklärt Klatt. Für alle Vereine, die sich mit Zertifizierungen, Präventions-Ausbildungen und Co. noch nicht so gut auskennen, besteht die Möglichkeit, ein Servicepaket mit Informationen anzufordern. Davon machten bisher 70 Vereine Gebrauch. Ebenso viele bestellten ein Paket für die Öffentlichkeitsarbeit, das Plakate, Postkarten und vorbereitete Texte enthält, mit denen Vereine ihre Angebote bewerben können.

Besonders gut kam das sogenannte »Starterkit« an: Es enthält Kleingeräte wie Thera-Bänder oder Pylonen, die beim Präventionssport zum Einsatz kommen können. 78 solcher Pakete hat der LSBH inzwischen an die Vereine versendet.

Wo die Klubs weiteren Unterstützungsbedarf sehen, hat der LSBH im Rahmen einer Projekt-Evaluation ebenfalls gefragt. Neben dem Wunsch nach wohnortnahen Fortbildungen und mehr Austausch sind es vor allem zwei Dinge: Die Akquirierung neuer Übungsleiter/innen sowie knappe Raumkapazitäten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare