Löwen starten ins Teamtraining

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(mka). Gut, dass es in der Eissporthalle am Ratsweg eine funktionsfähige Webcam gibt. Der eine oder andere Anhänger der Frankfurter Löwen konnte so in der langen Sommerpause wenigstens ab und an einmal einen virtuellen Blick in die Heimstätte des Eishockey-Zweitligisten werfen und zuletzt dabei auch einige Fortschritte begutachten.

Das Eis ist bereitet, einschließlich der Markierungen für das Spielfeld und eingearbeiteter Sponsorenlogos. Alle Vorkehrungen sind getroffen, pünktlich zum Start der gemeinsamen Vorbereitungen auf die Anfang Oktober beginnende neue Saison der DEL 2, auch in anderen Bereichen. Gerade rechtzeitig dafür ist zum Beispiel die letzte Planstelle im Kader vergeben worden: Als vierter Ausländer kommt Carson McMillan nach Frankfurt, wie die Löwen am Sonntag vermeldeten.

»Wir freuen uns, mit Carson einen Spieler für uns gewonnen zu haben, der ein sehr erfahrener Allrounder ist, der den direkten Weg zum Tor sucht und sicherlich auch Härte ins Spiel bringen kann«, erklärte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier das Ende einer Suche, für die man sich bewusst Zeit gelassen hatte, um den Richtigen zu finden. Der ehemalige Kasseler Ryan Olsen, an dem die Frankfurter auch interessiert waren, orientierte sich dann doch anderweitig, mit dem 32-jährigen Kanadier McMillan aber wurden sie sich einig. Gradlinig, robust, gute Bully-Quote, Rechtsschütze - so einer hatte den Löwen noch gefehlt, in einer möglichen ersten Sturmreihe mit dem spielstarken Techniker Dylan Wruck und dem vielseitigen Matt Carey (Kanada).

McMillan, der vor seinen drei Jahren bei den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven immerhin 16 Partien für die Minnesota Wilds in der nordamerikanischen Profiliga NHL betritten hatte, soll eine tragendere Rolle bei den Löwen übernehmen.

»Jetzt kann es losgehen«, sagt Fritzmeier. Der neue US-amerikanische Torwart Jake Hildebrand kann erst eine Woche später einsteigen, sonst sind aber praktisch alle Spieler vor Ort und bereit - so denn nichts Unvorhergesehenes passiert. Der eine oder andere hat noch den üblichen Medizincheck abzulegen, rund drei Viertel der Mannschaft aber haben sich schon am Montag aufs heimische Eis begeben, am heutigen Mittwoch dürften das erstmals alle zusammen tun. Zum Abschluss der ersten richtigen Vorbereitungswoche steht am Sonntagnachmittag (14 Uhr) in Köln bereits das erste Testspiel gegen den dänischen Erstligisten Aalborg Pirates an.

Auch mit dabei: Stürmer Edwin Schitz und der gebürtige Bad Nauheimer Verteidiger Leon Schuster: Dabei handelt es sich um zwei Youngster vom Kooperationspartner Krefeld, allein schon, um dem neuen Headcoach Bo Subr mit einem volleren Kader mehr Möglichkeiten im Trainingsbetrieb zu geben. Mit Nikolas Junnila darf obendrein ein ganz junger Löwen-Stürmer vorspielen, 16 Jahre, aus der eigenen Jugend, mit finnischem Pass.

Zuletzt Eistraining in Darmstadt

»Der Junge ist gut und hat fleißig trainiert«, lobt Fritzmeier. Mit rund einem Dutzend Frankfurter Profis war Junnila schon in Darmstadt im Übungseinsatz, zweimal die Woche konnte seit Ende Juni in der dortigen Eishalle trainiert werden - Technik und andere Grundlagen, wofür während der Saison oft die Zeit fehlt. »Das war ein guter Fortschritt«, sagt Fritzmeier, der lange an der Möglichkeit des Sommertrainings auf dem Eis gefeilt und für diesen Zweck taugliche Eisflächen gesucht hatte.

Der Fokus lag in den vorigen Monaten aber auf dem Off-Ice-Training, mit Kraftraumbesuchen und Laufkilometern, eine sinnvolle Ergänzung hat man dann in Darmstadt gefunden. Und jetzt kann es ja auch endlich daheim am Ratsweg wieder aufs Eis gehen.

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