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Leon Hüttl (im Bild), Luis Schinko und Daniel Wirt sind nach dem Klassenerhalt der deutschen Mannschaft bei der U20-Weltmeisterschaft zurück im Kader der Löwen Frankfurt. FOTO: IMAGO

Eishockey

Löwen Frankfurt: U20-Trio zwischen den Eishockey-Welten

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Gestern U20-WM, heute Deutsche Eishockey-Liga 2: Leon Hüttl, Daniel Wirt und Luis Schinko sind zurück bei den Löwen Frankfurt.

(mkz). Für den Wechsel zwischen zwei Eishockey-Welten war nicht viel Zeit, so schnelllebig wie die Puckjagd eben ist. Am Sonntag erst hatte Leon Hüttl mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft im tschechischen Ostrava bei der U20-WM endgültig den Klassenerhalt erkämpft, und am Dienstagnachmittag saß er nach seinem kurzen Heimatbesuch bei der Familie in Bad Tölz dann schon wieder im Auto, unterwegs zu seinem Arbeitsplatz. Tags drauf schließlich meldete er sich wie seine Auswahl-Mitstreiter Luis Schinko und Daniel Wirt bei den Frankfurter Löwen im Training zurück - um an diesem Freitagabend (19.30 Uhr) bei der Partie gegen die Bietigheim Steelers daheim in der Eissporthalle am Ratsweg auch wieder in den Spielbetrieb der DEL 2 einzusteigen.

"Ich komme mit großer Lust zurück", versichert Hüttl, was für Schinko und Wirt ebenso gilt. Den Schwung aus den Begegnungen mit der Weltklasse gilt es mitzunehmen in die zweite Klasse des deutschen Eishockeys. Wie es den anderen Löwen dort in ihrer Abwesenheit ergangen ist, haben die drei 19-Jährigen genau verfolgt. "In Gedanken sind wir immer in Frankfurt", betonte Luis Schinko, als das Turnier noch lief.

"Das Team ist mit weniger Spielern total zusammengerückt", lautet Hüttls grundsätzliche Ferndiagnose, Franz Fritzmeier hat noch andere Erklärungen. "Irgendwann hat auch der Letzte verstanden, dass wir einfacher spielen müssen, und in dieser engen Klasse Spiele nicht im Vorbeigehen gewinnt", erklärt der Sportdirektor. "Wir haben einige Punkte hergeschenkt wegen unserer nonchalanten Spielweise. Jetzt haben wir die Leichtsinnigkeit abgelegt, uns mehr auf Kleinigkeiten konzentriert, sind weniger Risiko eingegangen und haben defensiv besser gestanden." Dass das Team die Qualität besitze, die Spiele zu gewinnen, habe man dann gesehen. Sieben von acht Partien in dem Monat ohne Hüttl und Co. hatten ein gutes Löwen-Ende - die beste Bilanz aller 14 Zweitligisten, und das ohne zehn, elf verletzte oder abwesende Spieler.

"Die Mannschaft hat das sehr gut gemeistert"; lobt Fritzmeier nun, da sich die Löwen als Tabellenvierter wieder in gewohntem Revier wiederfinden. Mit der Aussicht, durch Erfolge gegen Bietigheim und am Sonntag (17 Uhr) bei Schlusslicht Crimmitschau noch höher zu klettern.

Noch immer fehlen sechs Verletzte, dabei droht jetzt auch Carter Proft eine längere Zwangspause. Eine weitere Nachverpflichtung ist daher gut möglich, die Entlastung durch die Rückkehr von Hüttl, Wirt und Schinko kommt auf jeden Fall gerade recht. Für die mit deren internationalem Engagement verbundene Aufmerksamkeit galt das auch. Drei Spieler eines deutschen Zweitligisten bei einer Junioren-WM der ersten Klasse durfte Fritzmeier als "aller Ehren wert" einstufen:

Es gehört zum Frankfurter Weg in Richtung DEL, auf die Jugend zu setzen - zumal die Statuten eine steigende Anzahl an jüngeren Spielern auf den Spielberichtsbögen vorschreiben, zum Zweck der Nachwuchsförderung. Im nächsten Jahr sind Hüttl, Wirt und Schinko, alle länger mit Frankfurter Verträgen ausgestattet, zu alt für die U20. Drei Spieler für dieses Turnier abstellen werden die Löwen in der kommenden Saison so oder so nicht. Dann darf der DEL-2-Meister wieder aufsteigen. Und "dann können wir uns das nicht mehr erlauben", so Fritzmeier.

Nun sind sie zurück, rechtzeitig zum Kräftemessen mit kriselnden Bietigheimern um die alten Löwen Tim Schüle und Brett Breitkreuz - mit sieben Spielen in zehn Tagen in den Beinen, aber auch viel Rückenwind. "Das war ein brutal cooles, lehrreiches Turnier", sagt Len Hüttl, der junge Allgäuer. "Da nehmen wir einiges mit."

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