Eishockey

Löwen Frankfurt: Spitzen-Aussichten

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Mit zehn Siegen in Serie haben die Löwen Frankfurt Rang eins der DEL2 erobert. Diese Platzierung soll zum Hauptrundenabschluss gehalten werden.

Den Blick auf sein Handy spart sich Franz Fritzmeier. Zwar gibt es am letzten Hauptrunden-Wochenende der Deutschen Eishockey-Liga 2 durchaus die eine oder andere Begegnung in der Ferne, die auch für seine Frankfurten Löwen von Belang sein könnte, doch der Sportdirektor des ambitionierten Eishockey-Zweitligisten hat da einen Grundsatz. "Wir haben es in eigener Hand", kennt er die einfache Rechnung: "Wenn wir gewinnen, bleiben wir Erster."

Derlei Spitzen-Aussichten vor den letzten beiden der 52 Punktspiele waren vor einigen Wochen noch kaum zu erwarten, in der Durststrecke Ende November, Anfang Dezember schon gar nicht. Mit stolzen zehn Siegen hintereinander aber haben sich die Löwen dem Drunter und Drüber der in dieser Saison noch stärker durcheinander gewirbelten DEL 2 entzogen, nach oben hin. Überhaupt waren sie mit Abstand die erfolgreichste Mannschaft zweiten Hauptrundenhälfte.

Wenn sie an diesem Freitag (19.30 Uhr) in der Eissporthalle am Ratsweg gegen die Dresdner Eislöwen und zum Abschluss am Sonntag (18.30 Uhr) bei den Heilbronner Falken ihre Siegesserie fortsetzen, ist ihnen die Tabellenführung auch nicht mehr zu nehmen. "Wenn man Erster wird, ist man damit ja nicht gleichzeitig Meister. In den Playoffs gibt es ganz andere Spiele." Letztes Jahr reichte es am Ende nicht ganz zum großen Coup, man unterlag in der Finalserie gegen Ravensburg.

Die Erwartungen hatte man am Ratsweg im ersten Teil eines Dreijahresplans für den 2021 wieder möglichen Aufstieg in die DEL auch so übertroffen. Im Grunde gilt das auch jetzt wieder: Ungeachtet der für die erste Etage notwendigen Entwicklungsarbeit mit noch mehr jungen Spielen haben die Löwen wieder die meisten Punkte gesammelt - obwohl obendrein noch eine selten erlebte Verletzungsserie aufzufangen und eine immer enger umkämpfte Liga zu meistern war.

Der derzeitige Erfolg hat für Fritzmeier verschiedene Gründe. Insgesamt sei das "ein Prozess von kontinuierlicher Arbeit, ein Produkt der letzten zwei Jahre. Wir wollen uns immer weiter steigern", auf dem langen Weg in die DEL.

Obendrein haben es die Löwen Frankfurt in der Ergebniskrise und Personalnot gelernt, einfacher und auch deutlich weniger riskant zu spielen. Und zudem hatte es doch etwas mehr Zeit gebraucht, bis nach dem neuerlichen Umbruch im Sommer jeder seinen Platz in der Mannschaft gefunden hatte.

Der Anfang war schwer, der Schlussakkord soll ein glücklicher werden. "Das Ziel muss sein, am Ende der Saison das beste Eishockey zu spielen. Das haben die Trainer wieder gut hinbekommen", lobt Fritzmeier.

Ein Ziel für dieses Jahr ist bereits erreicht: "Wir wollten die Mannschaft zu 100 Prozent professionalisieren. Das ist gelungen, da hat jeder voll mitgezogen", betont er. Alles mit der erstklassigen Vision im Hinterkopf. Hinter den Kulissen laufen längst die Planungen für die nächste Saison, wenn die Tür nach oben wieder aufgeht.

Gleichzeitig gilt es, den gegenwärtig "größtmöglichen Erfolg zu holen", wie es Fritzmeier beschreibt. "Diese Saison war eine noch größere Challenge als die letzte", hält der Sportdirektor fest. "Aber wir haben trotz widriger Umstände einen großen Schritt gemacht." Als Mannschaft ebenso wie die einzelnen Spieler. Mitte März beginnen die Play-offs, dann geht es erst richtig los. Und eines soll anders werden als im vergangenen Frühjahr. "Jetzt", sagt Franz Fritzmeier "wollen wir bis zum Schluss gehen".

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