Franz-David Fritzmeier und die Löwen Frankfurt haben die Zusammenarbeit bis 2023 beschlossen. FOTO: HÜBNER
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Franz-David Fritzmeier und die Löwen Frankfurt haben die Zusammenarbeit bis 2023 beschlossen. FOTO: HÜBNER

Eishockey

Löwen Frankfurt: Mit Fritzmeier in die Zukunft

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Die Löwen Frankfurt und Sportdirektor Franz Fritzmeier haben sich auf eine Zusammenarbeit bis 2023 verständigt. "Franz hat die Löwen-Philosophie verinnerlicht", sagt Geschäftsführer Stefan Krämer.

Von der Ungewissheit, wie es in Zeiten der Corona-Krise weitergeht, können sich natürlich auch die Frankfurter Löwen nicht freimachen. Trotzdem laufen am Ratsweg die Planungen für die Zukunft auf Hochtouren. In schöner Regelmäßigkeit wurden bei dem ambitionierten Eishockey-Zweitligisten zuletzt Vertragsverlängerungen verkündet, gerade erst setzte der 20 Jahre junge Stürmer Mike Fischer diesen Reigen fort. Obendrein gab es in der vergangenen Woche noch einen Feiertagsbonus, mit der im Grunde ebenso wie im Fall Fischer erwartbaren Vollzugsmeldung in der wichtigsten Personalie - weil es dabei um den für die Kaderplanung Verantwortlichen geht: Die Löwen haben den Vertrag mit Sportdirektor Franz-David Fritzmeier vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängert, beide Seiten zogen die Option in dem Arbeitspapier.

"Franz hat die Löwen-Philosophie voll verinnerlicht und es geschafft, den sportlichen Bereich auf ein neues Qualitäts-Level zu heben - insbesondere im strukturellen Bereich", betonte der geschäftsführende Gesellschafter Stefan Krämer in einer Clubmitteilung. Dem "Fachmann und harten Arbeiter" Fritzmeier sei es gelungen, Frankfurt zu einer Heimat für talentierte Spieler zu entwickeln. Zudem sprächen die sportlichen Ergebnisse für sich.

Fritzmeier übernahm das Amt im Dezember von 2017 von Rich Chernomaz. In den vergangenen beiden Spielzeiten beendeten die Löwen die Hauptrunde der DEL 2 jeweils auf dem ersten Tabellenplatz - trotz eines mit Blick auf den ab der kommenden Saison wieder möglichen Aufstieg in die erste Klasse verstärkten Einbaus junger Spieler und dafür nötiger Entwicklungsarbeit. 2019 verlor man erst in der Finalserie gegen Ravensburg. Dieses Jahr wäre man als Favorit in die Playoffs gegangen, die Mitte März dann allerdings wegen der Pandemie abgesagt wurden.

"Wir gehen weiter unseren eingeschlagenen Weg und konnten für die bevorstehende Spielzeit viele Spieler des Hauptrunden-Siegerteams halten", berichtete Fritzmeier in dem Löwen-Schreiben. Dazu gehört die Fortsetzung des Jugendtrends, an dem man in Frankfurt schon seit zwei Jahren arbeitet und den inzwischen die Statuten verstärkt vorschrieben. "Auch aufgrund der Liga-einheitlichen Kaderregelungen werden die jungen Spieler immer wichtiger Für die kommende Saison bedeutet das, wenn man mit voller Kaderstärke - zwölf Stürmern, sieben Verteidigern, zwei Torhüter - antritt, müssen davon sechs Spieler in die U-24- und wiederum zwei davon in die U-21-Regelung fallen", sagte Fritzmeier. Dafür sind die Löwen gut vorbereitet, dank Talenten wie Fischer. "Unsere jungen Spieler arbeiten gerade sehr hart im Sommertraining, um den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu machen", teilte der 40-Jährige mit.

Das Personal für die Mission Aufstieg - so denn die Umstände den für Mitte September geplanten Beginn der neuen Saison erlauben - steht weitgehend, hinter den Kulissen sind weitere Vorbereitungen geleistet. "Die letzten Kaderentscheidungen werden wir auch von der Entwicklung der Pandemie und ihren möglichen Auswirkungen auf den Ligaspielbetrieb abhängig machen", betonte Fritzmeier. "Hier sind wir von den Rahmenbedingungen der Politik und davon abhängig, wie schnell sich auch die wirtschaftliche Lage wieder verbessert.

Für die weitere Zukunft sind die Löwen Frankfurt in noch einem anderen Punkt von politischen Entscheidungen abhängig. "Natürlich bringt die Situation um die in die Jahre gekommene Eissporthalle besondere Herausforderungen mit sich, das heißt, sie bietet keine zeitgemäßen Voraussetzungen", meinte Fritzmeier und forderte: "In Bezug auf die neue Löwen-Spielstätte muss die Stadt Frankfurt dieses Jahr nun Farbe bekennen und die jahrelange Hängepartie beenden. Wir brauchen ein verbindliches Hallen-Planszenario für das Ziel der Erstklassigkeit."

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