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»Die Liga ist ausgeglichen, so dass alles möglich bleibt«

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Von: Michael Stahnke

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Nach der letzten Horror-Saison mit den Abstiegen von insgesamt sechs Mannschaften, entwickelt sich der TTC Florstadt jetzt zum Vorzeigeverein des Kreises. Speziell die Tatsache, dass die erste Damen-Mannschaft der Florstädterinnen den Klassenerhalt in der neuen eingleisigen Bezirksoberliga durch den Rückzug des TV Wächtersbach II nachträglich noch geschafft hat, erwies sich als Glücksfall für den Verein, denn jetzt steht die erste Garnitur nach einem 8:2-Sieg in Vockenrod auf dem zweiten Tabellenplatz und kann sogar von einer Rückkehr in die Verbandsliga träumen. Außerdem entwickelt sich der Verein zu einer echten Damen-Hochburg. Mannschaftsführerin Stefanie Hess wirkte im Interview aber dennoch eher pragmatisch als euphorisch.

Nach der letzten Horror-Saison mit den Abstiegen von insgesamt sechs Mannschaften, entwickelt sich der TTC Florstadt jetzt zum Vorzeigeverein des Kreises. Speziell die Tatsache, dass die erste Damen-Mannschaft der Florstädterinnen den Klassenerhalt in der neuen eingleisigen Bezirksoberliga durch den Rückzug des TV Wächtersbach II nachträglich noch geschafft hat, erwies sich als Glücksfall für den Verein, denn jetzt steht die erste Garnitur nach einem 8:2-Sieg in Vockenrod auf dem zweiten Tabellenplatz und kann sogar von einer Rückkehr in die Verbandsliga träumen. Außerdem entwickelt sich der Verein zu einer echten Damen-Hochburg. Mannschaftsführerin Stefanie Hess wirkte im Interview aber dennoch eher pragmatisch als euphorisch.

Haben Sie vor der Saison mit einem zweiten Tabellenplatz gerechnet?

Stefanie Hess: Wir sind in die Saison gegangen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Dies ist auch weiterhin unser Ziel, denn in dieser extrem ausgeglichen besetzten Klasse kann – bis auf den TTC Wißmar, der wohl auch bald Hessenliga spielen wird – jeder jeden schlagen. Wir freuen uns natürlich, dass wir so weit oben stehen und wenn wir dort bleiben sollten, werden wir auch versuchen, in der Relegation in die Verbandsliga zu kommen. Aber wenn es reicht ist es gut und wenn es nicht reicht ist es auch gut.

Wie finden Sie generell die Einführung der eingleisigen Bezirksoberliga und die Erhöhung von zehn auf zwölf Mannschaften?

Hess: Die Zusammenlegung ist schon ein höherer Aufwand und eine höhere Belastung. Man braucht für eine Fahrt wie gestern nach Vockenrod schon eine ganz andere Planung als wenn wir einmal kurz nach Echzell fahren. Für uns sind 10er- und 12er-Gruppen gut, doch bei Vereinen mit weniger Spielerinnen kann es bei Krankheiten schnell eng werden.

Außerdem habt ihr derzeit ja eine Neuanmeldung nach der anderen im Damen-Bereich. Fehlt es schlicht an Alternativen in der Nähe oder seid ihr so attraktiv?

Hess: Ich glaube, wir können stolz sein auf unseren Verein. Es klingt zwar etwas einschleimend, doch derzeit stimmt bei uns einfach alles. Jeder trainiert im Training mit jedem, ob 1. oder 5. Mannschaft, ob Damen oder Herren. So können auch alle besser werden. Gerade Alessa Weitzel und Lisa Mößer, die längere Zeit nur wenig oder gar nicht trainiert haben, werden so immer besser. Désirée Wirkner hat ja in der Jugend schon bei uns gespielt und sie ist jetzt wieder zurückgekommen.

Wie sieht die weitere Planung in den übrigen Mannschaften jetzt aus?

Hess: Annika Bullmann, Natalija Panic und Lisa Mößer gehören offiziell zur ersten Mannschaft. Die neue Regelung macht es möglich, dass sie auch unbegrenzt in der zweiten Mannschaft spielen können, sodass wir sie dorthin gemeldet haben. Sie werden auch dort ihre Einsätze haben, denn wir hoffen schon, dass die zweite Mannschaft den Wiederaufstieg in die Bezirksliga schafft, dann ist dies auch besser für uns. Doch das können sie aus eigener Kraft nicht mehr schaffen.

Soll noch eine vierte Mannschaft gegründet werden?

Hess: Derzeit haben wir eine Überbesetzung an Damen und alle sollen ihre Einsätze bekommen, was nicht ganz so einfach ist. Die Fluktuation ist aber groß, sodass ich mich dazu erst im Mai sicher äußern kann. Auch ob Katharina Reutzel noch ein weiteres Jahr in den USA bleibt, ist derzeit unklar. Wir würden uns natürlich freuen, wenn sie in der kommenden Saison wieder dabei wäre.

Sie sind ja seit dieser Saison auch die neue Leiterin des Kreisleistungszentrums. Wie sieht es da bisher aus?

Hess: Es wird ab der Rückrunde mit zwei Kadern trainiert. Ich habe gerade die Einladungen verschickt. Der untere Kader steht allen offen und ich bin mir sicher, dass dies sehr gut werden wird. (Foto: Chuc)

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