Der FV Bad Vilbel hat am Mittwoch den ersten Heimsieg seit August 2019 feiern können. Jetzt will die Mannschaft von Amir Mustafic in Griesheim nachlegen. FOTO: KESSLER
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Der FV Bad Vilbel hat am Mittwoch den ersten Heimsieg seit August 2019 feiern können. Jetzt will die Mannschaft von Amir Mustafic in Griesheim nachlegen. FOTO: KESSLER

Fussball-Hessenliga

Leistung abrufen und absetzen

Der FV Bad Vilbel hat sich in der unteren Tabellenhälfte der Fußball-Hessenliga durch einen Sieg etwas Luft verschaffen können. Bei Türk Gücü Friedberg hat ein Gala-Auftritt Ruhe in turbulente Tage gebracht.

Nach dem der Mittwochabend in der Fußball-Hessenliga für beide Vertreter des Kreises Friedberg mit zwei Heimsiegen ohne Gegentor optimal verlaufen war, geht es drei Tage später schon wieder mit Auswärtsreisen weiter. Türk Gücü Friedberg muss dabei in den westlichen Teil des Bundeslandes reisen und gibt beim punktgleichen Tabellenfünften Rot-Weiß Hadamar seine Visitenkarte ab. Gen Süden macht sich dagegen der FV Bad Vilbel auf die Reise, den im Stadion am Hegelsberg bei Viktoria Griesheim ein Spiel mit bedrückender Atmosphäre erwartet.

SC Viktoria Griesheim - FV Bad Vilbel (Sonntag, 15 Uhr):Aufgrund behördlicher Anordnungen durch den Landkreis Darmstadt-Dieburg findet die Begegnung ohne die dazugehörige Kulisse statt. Bereits am Mittwochabend waren die Südhessen gegen den SV Steinbach (1:1) von einem Geisterspiel betroffen, was der Spielausschuss-Vorsitzende Uwe Krichbaum als befremdlich einstufte: "So macht Fußball keinen Spaß. Uns wird die Möglichkeit genommen, den Schiedsrichter aus den Tageseinnahmen zu bezahlen. Wenn das bis zum Jahresende so weiter geht, verlieren wir einen Teil unseres Stammpublikums."

Für Bad Vilbel gilt es nach dem 2:0-Sieg gegen Erlensee, dem ersten Heimsieg seit 14 Monaten, jetzt nur nicht nachzulassen. Mit dieser Devise gehen die Brunnenstädter das Samstagsspiel bei den nur drei Punkte weniger aufweisenden Griesheimern an. "Wir spielen seit Wochen einen stabilen Fußball", ist FV-Trainer Amir Mustafic erfreut über den positiven Trend, der sein Team aus der Abstiegszone herausmanövriert hat. Jedoch erkennt der Coach im Klassement weiterhin nur geringe Abstände zwischen den gefährdeten Mannschaften, so dass er für die kommende Partie keinen Favoriten ausmachen will. Dass die Gastgeber zuletzt den Alt-Internationalen Mohamadou Idrissou aus dem Hut zaubern konnten, der gegen Steinbach zum Ausgleich traf, konnte Mustafic sachlich zur Kenntnis nehmen. Der mittlerweile 40-jährige ehemalige Bundesligastar habe natürlich die nötige Klasse, um auch in der fünfthöchsten Klasse aufzutrumpfen, jedoch: "Mein Team befindet sich in einem Lernprozess. Wenn wir unsere Leistung abrufen, werden wir uns weiter von der unteren Zone absetzen."

FV Bad Vilbel: Steinbrecher (Orband) - Tochihara, Saso, Gashi, Dogan, Bouembe, Malkiewicz, Emmel, Seo, Biehrer, Safaridis (Hamzic, Yildirim, Wagener, Cichutek, Thielmann, Pandza).

SV Rot-Weiß Hadamar - Türk Gücü Friedberg (Samstag, 15 Uhr).Die Zweifel an der eigenen Stärke verbunden mit den Turbulenzen der letzten Tage um den Verbleib von Trainer Carsten Weber sind mit dem 6:0-Kantersieg gegen Dietkirchen wie weggeblasen. Der Coach zollte seinem Team nach dem Gala-Auftritt ein großes Kompliment. Er lobte die "unfassbare Intensität und den inneren Ansporn, sich selbst etwas zu beweisen."

Hinterher konnte der Coach auch die Ereignisse der letzten Tage sachlich aufarbeiten, so dass er zur Erkenntnis kam: "Wir hatten gute und seriöse Gespräche, in denen wir die Dinge aufgearbeitet haben." Somit liegt der Fokus nun auf dem nächsten Gegner Hadamar: "Sie hatten Bewegung im Kader und Qualität abgegeben, aber auch gute Spieler geholt. Wenn wir eine ähnliche Intensität zeigen, sind wir schwer zu besiegen."

Türk Gücü Friedberg: Koob (Hinterkopf) - Scheffler, Eren, Usic, Printemps, Kilic, Fukuhara, Dudda, Weigand, Michel, Schorr (Biber, Auer, Janis Häuser, Lee, Jan-Philipp Häuser, Hagley).

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